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Transformation der Reisewirtschaft
17.02.26, 14:03 Uhr

DRV legt Klimaschutzpapier vor und skizziert grüne Agenda

Der Deutsche Reiseverband hat sein Positionspapier zum Klimaschutz aktualisiert. Darin bekennt sich der Verband zur nachhaltigen Transformation der Reisewirtschaft und fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen für Emissionsreduktion und Mobilitätswende.

Klimaschutz im Fokus: Der DRV will den ökologischen Fußabdruck der Branche langfristig senken. Foto: iStock/adventtr
Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat ein aktualisiertes Positionspapier zum Klimaschutz vorgelegt. Der Verband bekennt sich zur nachhaltigen Transformation der Reisewirtschaft und sieht den Klimawandel als zentrale Herausforderung für Umwelt, Gesellschaft und Destinationen – und damit auch für die wirtschaftliche Basis des Tourismus.

DRV-Präsident Albin Loidl erklärt: „Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Reisenden. Die Reisewirtschaft übernimmt Verantwortung und treibt die Transformation aktiv voran – im Einklang mit der Nationalen Tourismusstrategie und dem Ziel, Reisen klimaverträglich, wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten.“

Loidl steht seit Oktober vergangenen Jahres an der Spitze des DRV. Der frühere Geschäftsführer von Alpha Reisebüro Partner hatte Nachhaltigkeit als zentrales Element seiner Kandidatur benannt.

Emissionsreduktion und Mobilitätswende im Fokus

Im Papier nennt der DRV die langfristige Reduktion von Emissionen, die Abkehr von fossilen Energieträgern im Verkehr und klimaverträgliche touristische Angebote als zentrale Handlungsfelder. Dafür brauche es Innovation, Zusammenarbeit entlang der gesamten Reisekette und verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Warnung vor Wettbewerbsverzerrungen

Loidl fordert: „Nationale, europäische und internationale Klimaschutzvorgaben, insbesondere für internationale Verkehrsträger, müssen so gestaltet werden, dass sie einen fairen Wettbewerb gewährleisten und die Verlagerung von CO2e-Emissionen in Drittstaaten mit geringeren Vorgaben verhindern.“

Zudem spricht sich der DRV für eine EU-weite Anti-Dumping-Regelung aus. Sie soll verhindern, dass Reiseleistungen – insbesondere Flugtickets – unterhalb der Kosten für Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren verkauft werden.

Investitionen und Akzeptanz als Voraussetzung

Der Verband betont ansonsten die Bedeutung von Transparenz, Investitionen in nachhaltige Infrastruktur und der Einbindung der Reisenden. „Ohne erhebliche Investitionen, innovationsfreundliche politische Leitplanken und die Akzeptanz der Reisenden kann die Transformation nicht gelingen“, so Loidl.

Das vollständige Positionspapier steht auf drv.de im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz zum Download bereit.