Deutscher Reisesicherungsfonds20.02.26, 08:34 Uhr
Ali Arnaout scheidet Ende Februar beim DRSF aus
Nach drei Jahren verlässt Ali Arnaout die Geschäftsführung des Deutschen Reisesicherungsfonds planmäßig. In seine Amtszeit fallen der Aufbau des Fonds nach der Pandemie, die Umsetzung des Reisesicherungsfondsgesetzes und die operative Bewährungsprobe bei der Insolvenz der FTI Group.

Der Finanzexperte Ali Arnaout scheidet Ende Februar aus der Führung des Reisesicherungsfonds aus. Foto: DRSF
Ali Arnaout scheidet zum 28. Februar aus der Geschäftsführung des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) aus. Seine dreijährige Amtszeit endet damit planmäßig.
Der Finanzexperte gehört dem DRSF seit dem 1. März 2023 als Geschäftsführer an. Hauptberuflich ist er Professor für International Management an der Hochschule Wismar. Seine Nachfolge soll im März bekannt gegeben werden. Den Übergang sichert Geschäftsführer Stefan Korsch gemeinsam mit dem Führungsteam. Der Fonds kündigt einen nahtlosen Wechsel an.
Aufbau in der Startphase nach der Pandemie
Arnaout war zuvor CFO bei Aida Cruises und CIO der Costa Group. Nach seinem Wechsel an die Hochschule Wismar engagierte er sich zunächst ein Jahr lang im Beirat des DRSF, bevor ihn die Gesellschafter in die Geschäftsführung berufen hatten.
Der Fonds befand sich zu diesem Zeitpunkt organisatorisch und finanziell noch im Aufbau. Die Tourismusbranche stand nach der Corona-Pandemie unter starkem Druck. Arnaout verantwortete in dieser Phase die Umsetzung des Reisesicherungsfondsgesetzes.
„Wir sind Professor Arnaout sehr dankbar dafür, dass er in dieser komplexen Situation große Verantwortung für die Umsetzung des noch jungen Reisesicherungsfondsgesetzes und damit auch für die deutsche Reisewirtschaft übernommen hat. Das Ergebnis seiner Aufbauarbeit kann sich sehen lassen“, lobt Achim Wehrmann, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV). „Nicht nur steht der Fonds heute finanziell und organisatorisch sehr gut da, der DRSF hat mit der Insolvenz der FTI Group auch seine operative Feuerprobe bestanden. Darauf kann die dann wieder komplette Geschäftsführung aufbauen.“
Strategische Weichen nach Entgeltsenkung
„Den DRSF mit aufbauen und gestalten zu können, war eine tolle Herausforderung und ich bin stolz auf das DRSF-Team und das Erreichte“, sagt Arnaout und verweist auf zentrale Entscheidungen in seiner Amtszeit. Nach der Entgeltsenkung im Herbst 2025 habe man in den letzten Monaten noch weitere wichtige strategische Weichen stellen können. „Ich freue mich darauf, zu sehen, wie sich der DRSF weiterentwickeln wird“, so Arnaout.
Hintergrund zum Reisesicherungsfonds
Der Deutsche Reisesicherungsfonds ist die gesetzlich vorgeschriebene Sicherungseinrichtung für Pauschalreisen in Deutschland. Reiseveranstalter dürfen Pauschalreisen nur anbieten oder verbundene Reiseleistungen vermitteln, wenn sie sich für den Insolvenzfall abgesichert haben.
Veranstalter mit einem Jahresumsatz von mindestens 10 Millionen Euro sind seit dem 1. November 2021 verpflichtet, ihr Insolvenzrisiko beim DRSF abzusichern. Kleinere Veranstalter können sich dem Fonds anschließen oder weiterhin eine Absicherung über Versicherungen oder Kreditinstitute wählen.
Der Finanzexperte gehört dem DRSF seit dem 1. März 2023 als Geschäftsführer an. Hauptberuflich ist er Professor für International Management an der Hochschule Wismar. Seine Nachfolge soll im März bekannt gegeben werden. Den Übergang sichert Geschäftsführer Stefan Korsch gemeinsam mit dem Führungsteam. Der Fonds kündigt einen nahtlosen Wechsel an.
Aufbau in der Startphase nach der Pandemie
Arnaout war zuvor CFO bei Aida Cruises und CIO der Costa Group. Nach seinem Wechsel an die Hochschule Wismar engagierte er sich zunächst ein Jahr lang im Beirat des DRSF, bevor ihn die Gesellschafter in die Geschäftsführung berufen hatten.
Der Fonds befand sich zu diesem Zeitpunkt organisatorisch und finanziell noch im Aufbau. Die Tourismusbranche stand nach der Corona-Pandemie unter starkem Druck. Arnaout verantwortete in dieser Phase die Umsetzung des Reisesicherungsfondsgesetzes.
„Wir sind Professor Arnaout sehr dankbar dafür, dass er in dieser komplexen Situation große Verantwortung für die Umsetzung des noch jungen Reisesicherungsfondsgesetzes und damit auch für die deutsche Reisewirtschaft übernommen hat. Das Ergebnis seiner Aufbauarbeit kann sich sehen lassen“, lobt Achim Wehrmann, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV). „Nicht nur steht der Fonds heute finanziell und organisatorisch sehr gut da, der DRSF hat mit der Insolvenz der FTI Group auch seine operative Feuerprobe bestanden. Darauf kann die dann wieder komplette Geschäftsführung aufbauen.“
Strategische Weichen nach Entgeltsenkung
„Den DRSF mit aufbauen und gestalten zu können, war eine tolle Herausforderung und ich bin stolz auf das DRSF-Team und das Erreichte“, sagt Arnaout und verweist auf zentrale Entscheidungen in seiner Amtszeit. Nach der Entgeltsenkung im Herbst 2025 habe man in den letzten Monaten noch weitere wichtige strategische Weichen stellen können. „Ich freue mich darauf, zu sehen, wie sich der DRSF weiterentwickeln wird“, so Arnaout.
Hintergrund zum Reisesicherungsfonds
Der Deutsche Reisesicherungsfonds ist die gesetzlich vorgeschriebene Sicherungseinrichtung für Pauschalreisen in Deutschland. Reiseveranstalter dürfen Pauschalreisen nur anbieten oder verbundene Reiseleistungen vermitteln, wenn sie sich für den Insolvenzfall abgesichert haben.
Veranstalter mit einem Jahresumsatz von mindestens 10 Millionen Euro sind seit dem 1. November 2021 verpflichtet, ihr Insolvenzrisiko beim DRSF abzusichern. Kleinere Veranstalter können sich dem Fonds anschließen oder weiterhin eine Absicherung über Versicherungen oder Kreditinstitute wählen.

