Vertriebsklima-Index im Februar20.02.26, 09:11 Uhr
Stimmung am Counter bleibt gedrückt – Pessimismus überwiegt
Der touristische Vertriebsklima-Index verharrt im Februar bei 94 Punkten und bleibt damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Zwar bewerten etwas mehr Reisebüros ihre aktuelle Lage als gut, doch bei Nachfrage und Ertrag überwiegt weiterhin Skepsis. Von einer Trendwende kann keine Rede sein.

Trotz kleiner Lichtblicke bei der aktuellen Geschäftslage bleibt das Stimmungsbild im touristischen Vertrieb angespannt. Foto: iStock
Leichte Bewegungen bei Lage und Ertrag, doch die Gesamtstimmung bleibt schwach: Der touristische Vertriebsklima-Index notiert im Februar 2026 bei 94,0 Punkten nahezu unverändert auf niedrigem Niveau und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert.
Immerhin hellt sich die Bewertung der aktuellen Geschäftslage leicht auf. 38,8 Prozent der befragten Reisebüros bezeichnen ihre Situation als gut, im Januar waren es 36,3 Prozent. Der Anteil derjenigen, die ihre Lage als befriedigend einschätzen, sinkt wiederum von 46 auf 43 Prozent. 18,3 Prozent sprechen von einer schlechten Lage, nach 17,9 Prozent im Vormonat. Der Lageindex steigt damit insgesamt von 96,7 auf 97,3 Punkte. Die Tendenz: etwas mehr Zuversicht – aber keine echte Aufbruchstimmung.
Der Blick auf die vergangenen drei Monate fällt ebenfalls gemischt aus. 22,7 Prozent melden gestiegene Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr, ein kleiner Zuwachs gegenüber Januar (20,9 Prozent). 37,4 Prozent berichten von stabilen Umsätzen. Rückgänge verzeichnen 39,9 Prozent – etwas mehr als im Vormonat (38,5 Prozent).
Bei der Nachfrage-Erwartung überwiegt weiter die Vorsicht. Der entsprechende Index sinkt leicht von 91,7 auf 90,9 Punkte. 16,1 Prozent rechnen mit steigender Nachfrage über die kommenden sechs Monate – nahezu unverändert zum Januar (15,8 Prozent). 55 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus, nach 58 Prozent im Januar. 28,6 Prozent, zweieinhalb mehr als im Vormonat, erwarten einen Rückgang. Die Skeptiker bleiben damit deutlich in der Überzahl gegenüber den Optimisten.
Bei den Erträgen zeigen sich die Erwartungen gespalten. 19 Prozent der Reisebüros rechnen in den kommenden sechs Monaten mit besseren Ergebnissen, nach 18,3 Prozent im Januar. Zugleich sinkt der Anteil derjenigen, die von stabilen Erträgen ausgehen, von 49,6 auf 46,5 Prozent, während der Anteil der Agenturen, die mit rückläufigen Einnahmen rechnen, von 32,1 auf 34,4 Prozent steigt.
Zum Vergleich: Im Februar 2025 lag der Klimaindex gesamt noch bei 113 Punkten, die Lagebewertung bei 122 und der Erwartungswert bei knapp 106 Punkten. Das aktuelle Niveau markiert damit einen deutlichen Abstand zum Vorjahr.
Die Erhebung wurde von der Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner durchgeführt. An der Befragung nahmen 273 Reisebüros (Januar: 240) teil, die sowohl den stationären als auch den Online-Vertrieb von Urlaubsreisen abdecken. Der Großteil stammt aus dem mittelständischen Leisure-Segment.
Immerhin hellt sich die Bewertung der aktuellen Geschäftslage leicht auf. 38,8 Prozent der befragten Reisebüros bezeichnen ihre Situation als gut, im Januar waren es 36,3 Prozent. Der Anteil derjenigen, die ihre Lage als befriedigend einschätzen, sinkt wiederum von 46 auf 43 Prozent. 18,3 Prozent sprechen von einer schlechten Lage, nach 17,9 Prozent im Vormonat. Der Lageindex steigt damit insgesamt von 96,7 auf 97,3 Punkte. Die Tendenz: etwas mehr Zuversicht – aber keine echte Aufbruchstimmung.
Der Blick auf die vergangenen drei Monate fällt ebenfalls gemischt aus. 22,7 Prozent melden gestiegene Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr, ein kleiner Zuwachs gegenüber Januar (20,9 Prozent). 37,4 Prozent berichten von stabilen Umsätzen. Rückgänge verzeichnen 39,9 Prozent – etwas mehr als im Vormonat (38,5 Prozent).
Bei der Nachfrage-Erwartung überwiegt weiter die Vorsicht. Der entsprechende Index sinkt leicht von 91,7 auf 90,9 Punkte. 16,1 Prozent rechnen mit steigender Nachfrage über die kommenden sechs Monate – nahezu unverändert zum Januar (15,8 Prozent). 55 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus, nach 58 Prozent im Januar. 28,6 Prozent, zweieinhalb mehr als im Vormonat, erwarten einen Rückgang. Die Skeptiker bleiben damit deutlich in der Überzahl gegenüber den Optimisten.
Bei den Erträgen zeigen sich die Erwartungen gespalten. 19 Prozent der Reisebüros rechnen in den kommenden sechs Monaten mit besseren Ergebnissen, nach 18,3 Prozent im Januar. Zugleich sinkt der Anteil derjenigen, die von stabilen Erträgen ausgehen, von 49,6 auf 46,5 Prozent, während der Anteil der Agenturen, die mit rückläufigen Einnahmen rechnen, von 32,1 auf 34,4 Prozent steigt.
Zum Vergleich: Im Februar 2025 lag der Klimaindex gesamt noch bei 113 Punkten, die Lagebewertung bei 122 und der Erwartungswert bei knapp 106 Punkten. Das aktuelle Niveau markiert damit einen deutlichen Abstand zum Vorjahr.
Die Erhebung wurde von der Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner durchgeführt. An der Befragung nahmen 273 Reisebüros (Januar: 240) teil, die sowohl den stationären als auch den Online-Vertrieb von Urlaubsreisen abdecken. Der Großteil stammt aus dem mittelständischen Leisure-Segment.

