Nahost
Golfkrise hinterlässt deutliche Spuren bei Emirates
Was Reisebüros seit Monaten am Counter erleben, spiegelt sich zunehmend in den Bilanzen der Airlines wider: Emirates meldet für das erste Halbjahr einen Gewinneinbruch um zwei Drittel. Luftraumsperrungen, geänderte Reiserouten und die Unsicherheit vieler Urlauber belasten das Geschäft des Golf-Carriers.

Trotz hoher Umsatzrückgänge schreibt die Emirates Group weiter schwarze Zahlen. Foto: Emirates
Die Auswirkungen des Nahost-Kriegs schlagen sich zunehmend in den Geschäftszahlen von Emirates nieder. Zwar bleibt die Golfairline-Gruppe klar profitabel, doch Luftraumsperrungen, Flugausfälle, veränderte Reiseströme und deutlich gestiegene Treibstoffkosten haben im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 zu spürbaren Rückgängen bei Umsatz und Gewinn geführt.
Gewinn geht um zwei Drittel zurück
Die Emirates Group erzielte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr einen Vorsteuergewinn von 4,1 Milliarden AED (0,95 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von 66 Prozent.
Der Umsatz der Gruppe sank um zwölf Prozent auf 66,2 Milliarden AED (15,3 Milliarden Euro).
Auch die Fluggesellschaft Emirates selbst musste deutliche Einbußen hinnehmen. Der Vorsteuergewinn verringerte sich um 68 Prozent auf 3,7 Milliarden AED (0,86 Milliarden Euro). Der Umsatz lag bei 56,9 Milliarden AED (13,2 Milliarden Euro).
Krieg belastet das Drehkreuz Dubai
Besonders stark betroffen war das Geschäftsmodell von Emirates als globale Umsteige-Airline. Zeitweise Luftraumsperrungen, geänderte Flugrouten und Reisehinweise verschiedener Staaten beeinträchtigten den Verkehr über das Drehkreuz Dubai.
Die Folgen zeigen sich auch bei den Verkehrszahlen: Emirates beförderte im Halbjahr 21,8 Millionen Passagiere und damit 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung ging von 79,5 auf 72 Prozent zurück.
Damit bestätigen die Zahlen, was viele Reisebüros seit Monaten beobachten: Die Nachfrage nach Dubai und Umsteigeverbindungen über die Golfregion ist zwar weiterhin vorhanden, gleichzeitig sorgen die geopolitischen Spannungen bei vielen Kunden für Zurückhaltung und einen höheren Beratungsaufwand.
Frachtgeschäft federt Belastungen teilweise ab
Stützend wirkte das Frachtgeschäft. Während das Passagiergeschäft unter den Folgen des Konflikts litt, profitierte Emirates Sky Cargo Unternehmensangaben zufolge von einer starken Nachfrage nach Luftfracht.
Viele Unternehmen wichen wegen Störungen im Seeverkehr auf Lufttransporte aus. Entsprechend stiegen die Frachterlöse deutlich und halfen dabei, die Belastungen im Passagiergeschäft teilweise aufzufangen, heißt es aus Dubai.
Hohe Kerosinpreise drücken auf die Profitabilität
Parallel zur geopolitischen Krise kämpfte Emirates mit deutlich höheren Treibstoffkosten. Obwohl die Airline weniger flog, stiegen die Treibstoffausgaben massiv an.
Der Treibstoffanteil macht laut Emirates inzwischen rund ein Drittel der Betriebskosten aus und bleibt damit der größte Kostenblock des Unternehmens. Zwar konnte Emirates einen Teil der Belastung über bestehende Absicherungsgeschäfte kompensieren, die Auswirkungen auf das Ergebnis waren dennoch erheblich.
Finanziell bleibt Emirates solide aufgestellt
Trotz der rückläufigen Zahlen verfügt die Emirates Group nach eigenen Angaben weiterhin über eine starke Liquiditätsbasis. Zum Ende des Halbjahres beliefen sich die verfügbaren Mittel auf 54,1 Milliarden AED (12,5 Milliarden Euro).
Gewinn geht um zwei Drittel zurück
Die Emirates Group erzielte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr einen Vorsteuergewinn von 4,1 Milliarden AED (0,95 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von 66 Prozent.
Der Umsatz der Gruppe sank um zwölf Prozent auf 66,2 Milliarden AED (15,3 Milliarden Euro).
Auch die Fluggesellschaft Emirates selbst musste deutliche Einbußen hinnehmen. Der Vorsteuergewinn verringerte sich um 68 Prozent auf 3,7 Milliarden AED (0,86 Milliarden Euro). Der Umsatz lag bei 56,9 Milliarden AED (13,2 Milliarden Euro).
Krieg belastet das Drehkreuz Dubai
Besonders stark betroffen war das Geschäftsmodell von Emirates als globale Umsteige-Airline. Zeitweise Luftraumsperrungen, geänderte Flugrouten und Reisehinweise verschiedener Staaten beeinträchtigten den Verkehr über das Drehkreuz Dubai.
Die Folgen zeigen sich auch bei den Verkehrszahlen: Emirates beförderte im Halbjahr 21,8 Millionen Passagiere und damit 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung ging von 79,5 auf 72 Prozent zurück.
Damit bestätigen die Zahlen, was viele Reisebüros seit Monaten beobachten: Die Nachfrage nach Dubai und Umsteigeverbindungen über die Golfregion ist zwar weiterhin vorhanden, gleichzeitig sorgen die geopolitischen Spannungen bei vielen Kunden für Zurückhaltung und einen höheren Beratungsaufwand.
Frachtgeschäft federt Belastungen teilweise ab
Stützend wirkte das Frachtgeschäft. Während das Passagiergeschäft unter den Folgen des Konflikts litt, profitierte Emirates Sky Cargo Unternehmensangaben zufolge von einer starken Nachfrage nach Luftfracht.
Viele Unternehmen wichen wegen Störungen im Seeverkehr auf Lufttransporte aus. Entsprechend stiegen die Frachterlöse deutlich und halfen dabei, die Belastungen im Passagiergeschäft teilweise aufzufangen, heißt es aus Dubai.
Hohe Kerosinpreise drücken auf die Profitabilität
Parallel zur geopolitischen Krise kämpfte Emirates mit deutlich höheren Treibstoffkosten. Obwohl die Airline weniger flog, stiegen die Treibstoffausgaben massiv an.
Der Treibstoffanteil macht laut Emirates inzwischen rund ein Drittel der Betriebskosten aus und bleibt damit der größte Kostenblock des Unternehmens. Zwar konnte Emirates einen Teil der Belastung über bestehende Absicherungsgeschäfte kompensieren, die Auswirkungen auf das Ergebnis waren dennoch erheblich.
Finanziell bleibt Emirates solide aufgestellt
Trotz der rückläufigen Zahlen verfügt die Emirates Group nach eigenen Angaben weiterhin über eine starke Liquiditätsbasis. Zum Ende des Halbjahres beliefen sich die verfügbaren Mittel auf 54,1 Milliarden AED (12,5 Milliarden Euro).


