Appell an die Politik21.09.26, 16:49 Uhr
DRV legt Forderungen für Kreuzfahrtstandort Deutschland vor
Moderne Häfen, widerstandsfähige Wasserstraßen und weniger bürokratische Hürden sollen den Kreuzfahrtstandort Deutschland stärken. Der DRV legt dazu ein Positionspapier vor und drängt auf eine zügige Umsetzung der Nationalen Tourismusstrategie.

Der DRV hat sein Positionspapier zur Stärkung des Kreuzfahrtstandorts Deutschland in Berlin an den Tourismuskoordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß, übergeben. Foto: Marcel Kautz
Der Deutsche Reiseverband (DRV) fordert bessere Rahmenbedingungen für den Kreuzfahrtstandort Deutschland und eine „zügige Umsetzung“ der Nationalen Tourismusstrategie. In einem neuen Positionspapier nennt der Verband unter anderem Investitionen in Häfen und Wasserstraßen, schnellere Genehmigungsverfahren sowie verlässliche internationale Regelungen als zentrale Handlungsfelder.
Der DRV hat das Papier in Berlin an Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, überreicht. Anlass war ein Treffen in der Landesvertretung Hamburg mit Führungskräften großer Kreuzfahrtunternehmen.
DRV verweist auf Milliardenumsätze
Der Verband unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung der Hochsee- und Flusskreuzfahrt. Deutsche Reisende gaben im vergangenen Jahr rund 6,7 Milliarden Euro für Kreuzfahrten aus. Das entspricht einem Plus von acht Prozent.
„Die Nationale Tourismusstrategie zeigt explizit die Notwendigkeit moderner, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter, leistungsfähiger Häfen und deren Anbindung als wichtige Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg, die erfolgreiche Umsetzung der nationalen Energie- und Klimaziele sowie den allgemeinen Wohlstand in Deutschland auf“, sagt Felix Eichhorn, Präsident von Aida Cruises und DRV-Vizepräsident. Aus seiner Sicht kommt es nun vor allem auf die „zügige und konsequente“ Umsetzung an.
Der DRV begrüßt die in der Nationalen Tourismusstrategie formulierten Ziele zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, zum Ausbau der Infrastruktur und zum Abbau bürokratischer Hürden. „Deutschland verfügt über hervorragende Voraussetzungen als Kreuzfahrtstandort“, sagt auch Benjamin Krumpen, Geschäftsführer von Phoenix Reisen und Vorsitzender des Ausschusses Kreuzfahrt im DRV. Infrastruktur, politische Rahmenbedingungen und administrative Prozesse müssten jedoch mit der Marktentwicklung Schritt halten. „Schnelles politisches Handeln ist hier unabdingbar“, so Krumpen.
Niedrigwasser belastet Flusskreuzfahrt
Besonderen Handlungsbedarf sieht der Verband bei der Flusskreuzfahrt. Das extreme Niedrigwasser im Sommer 2026 habe auf Rhein, Mosel und Donau zu erheblichen Einschränkungen geführt. Reisen mussten umgeroutet, Ein- und Ausschiffungsorte verlegt und Schiffe gewechselt werden. Teilstrecken wurden durch zusätzliche Bustransfers ersetzt. Auch Liegestellen sowie die sichere Ein- und Ausschiffung der Gäste seien bei extremen Pegelständen zunehmend betroffen.
Die von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger angekündigten weiteren Dialoge und Maßnahmen sollten deshalb aus Sicht des DRV auch die Flusskreuzfahrt berücksichtigen. Der Verband fordert zudem, die Bundeswasserstraßen langfristig widerstandsfähiger gegen Niedrigwasser zu machen.
Dazu zählt der DRV eine schnellere Umsetzung der Niedrigwassermaßnahmen am Mittelrhein, verlässliche Wasserstandsprognosen und europaweite Informationsangebote. Außerdem fordert der Verband eine langfristig gesicherte Finanzierung für Erhalt, Modernisierung und Ausbau der Wasserstraßen.
Häfen besser anbinden, Verfahren beschleunigen
Weitere Forderungen betreffen die Verkehrsanbindung der Häfen und zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere für die Flusskreuzfahrt. Der DRV spricht sich überdies für schnellere Genehmigungsverfahren sowie die Förderung nachhaltiger Technologien und klimafreundlicher Kraftstoffe aus. Diese Faktoren beeinflussten zunehmend die Standortentscheidungen internationaler Reedereien und die Attraktivität der Destinationen für Gäste, argumentiert der Verband.
Zugleich fordert der DRV verlässliche und international abgestimmte Rahmenbedingungen. Nationale, europäische und internationale Regelwerke müssten enger aufeinander abgestimmt werden, um wettbewerbsfähige Bedingungen für die global tätige Kreuzfahrtbranche zu schaffen.
Die Bundesregierung solle die im Positionspapier genannten Maßnahmen zeitnah gemeinsam mit Wirtschaft und Ländern umsetzen. Das vollständige Papier steht im Themenbereich Kreuzfahrt auf drv.de zum Download bereit.
Gruppenfoto (v.l.n.r): Guido Laukamp (Nicko Cruises), Felix Eichhorn (Aida Cruises), Raphael Dombrowski (1A Vista Reisen), Oliver Steuber (Plantours Kreuzfahrten), Christoph Ploß (Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus), Benjamin Krumpen (Phoenix Reisen), Jan Jacobs (DRV), Liv Assmann (Staatsrätin Freie und Hansestadt Hamburg), Achim Wehrmannm (DRV)
Der DRV hat das Papier in Berlin an Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, überreicht. Anlass war ein Treffen in der Landesvertretung Hamburg mit Führungskräften großer Kreuzfahrtunternehmen.
DRV verweist auf Milliardenumsätze
Der Verband unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung der Hochsee- und Flusskreuzfahrt. Deutsche Reisende gaben im vergangenen Jahr rund 6,7 Milliarden Euro für Kreuzfahrten aus. Das entspricht einem Plus von acht Prozent.
„Die Nationale Tourismusstrategie zeigt explizit die Notwendigkeit moderner, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter, leistungsfähiger Häfen und deren Anbindung als wichtige Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg, die erfolgreiche Umsetzung der nationalen Energie- und Klimaziele sowie den allgemeinen Wohlstand in Deutschland auf“, sagt Felix Eichhorn, Präsident von Aida Cruises und DRV-Vizepräsident. Aus seiner Sicht kommt es nun vor allem auf die „zügige und konsequente“ Umsetzung an.
Der DRV begrüßt die in der Nationalen Tourismusstrategie formulierten Ziele zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, zum Ausbau der Infrastruktur und zum Abbau bürokratischer Hürden. „Deutschland verfügt über hervorragende Voraussetzungen als Kreuzfahrtstandort“, sagt auch Benjamin Krumpen, Geschäftsführer von Phoenix Reisen und Vorsitzender des Ausschusses Kreuzfahrt im DRV. Infrastruktur, politische Rahmenbedingungen und administrative Prozesse müssten jedoch mit der Marktentwicklung Schritt halten. „Schnelles politisches Handeln ist hier unabdingbar“, so Krumpen.
Niedrigwasser belastet Flusskreuzfahrt
Besonderen Handlungsbedarf sieht der Verband bei der Flusskreuzfahrt. Das extreme Niedrigwasser im Sommer 2026 habe auf Rhein, Mosel und Donau zu erheblichen Einschränkungen geführt. Reisen mussten umgeroutet, Ein- und Ausschiffungsorte verlegt und Schiffe gewechselt werden. Teilstrecken wurden durch zusätzliche Bustransfers ersetzt. Auch Liegestellen sowie die sichere Ein- und Ausschiffung der Gäste seien bei extremen Pegelständen zunehmend betroffen.
Die von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger angekündigten weiteren Dialoge und Maßnahmen sollten deshalb aus Sicht des DRV auch die Flusskreuzfahrt berücksichtigen. Der Verband fordert zudem, die Bundeswasserstraßen langfristig widerstandsfähiger gegen Niedrigwasser zu machen.
Dazu zählt der DRV eine schnellere Umsetzung der Niedrigwassermaßnahmen am Mittelrhein, verlässliche Wasserstandsprognosen und europaweite Informationsangebote. Außerdem fordert der Verband eine langfristig gesicherte Finanzierung für Erhalt, Modernisierung und Ausbau der Wasserstraßen.
Häfen besser anbinden, Verfahren beschleunigen
Weitere Forderungen betreffen die Verkehrsanbindung der Häfen und zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere für die Flusskreuzfahrt. Der DRV spricht sich überdies für schnellere Genehmigungsverfahren sowie die Förderung nachhaltiger Technologien und klimafreundlicher Kraftstoffe aus. Diese Faktoren beeinflussten zunehmend die Standortentscheidungen internationaler Reedereien und die Attraktivität der Destinationen für Gäste, argumentiert der Verband.
Zugleich fordert der DRV verlässliche und international abgestimmte Rahmenbedingungen. Nationale, europäische und internationale Regelwerke müssten enger aufeinander abgestimmt werden, um wettbewerbsfähige Bedingungen für die global tätige Kreuzfahrtbranche zu schaffen.
Die Bundesregierung solle die im Positionspapier genannten Maßnahmen zeitnah gemeinsam mit Wirtschaft und Ländern umsetzen. Das vollständige Papier steht im Themenbereich Kreuzfahrt auf drv.de zum Download bereit.
Gruppenfoto (v.l.n.r): Guido Laukamp (Nicko Cruises), Felix Eichhorn (Aida Cruises), Raphael Dombrowski (1A Vista Reisen), Oliver Steuber (Plantours Kreuzfahrten), Christoph Ploß (Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus), Benjamin Krumpen (Phoenix Reisen), Jan Jacobs (DRV), Liv Assmann (Staatsrätin Freie und Hansestadt Hamburg), Achim Wehrmannm (DRV)

