Start der Sommerferien09.07.26, 14:43 Uhr
Reisebranche stellt sich hinter Kinderschutzkampagne
Mit einer gemeinsamen Kampagne wollen Reisebranche, Sicherheitsbehörden und Ecpat den Schutz von Kindern auf Reisen stärken. Urlauber werden dazu aufgerufen, bei Verdachtsfällen nicht wegzusehen und Hinweise anonym über die Plattform nicht-wegsehen.net zu melden.

Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt an Kindern rückt zum Ferienbeginn in den Fokus der Reisebranche. Foto: iStock/Mary Long
Mit Beginn der Sommerferien startet die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (Ecpat) gemeinsam mit Verbänden, Reiseveranstaltern und Sicherheitsbehörden eine bundesweite Aufklärungskampagne gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung von Kindern im Tourismus.
Unter dem Motto „Sieh hin – Zeige Zivilcourage!“ sollen Reisende verdächtige Situationen erkennen und melden. Zu den Unterstützern gehören unter anderem der Deutsche Reiseverband (DRV), Forum Anders Reisen, die Dertour Group, Gebeco, Green Tiger Travel, Papaya Tours, Studiosus Reisen und TUI.
Hinweise über Meldeplattform möglich
Reisende können über die Plattform nicht-wegsehen.net Hinweise auf mögliche Fälle sexualisierter Gewalt und Ausbeutung von Kindern im In- und Ausland sowie im digitalen Raum melden. Die Meldungen können anonym an das Bundeskriminalamt oder Ecpat übermittelt werden.
Die Kampagne wird online sowie an Bahnhöfen und Flughäfen verbreitet. Die Bundespolizei beteiligt sich mit Plakaten an großen Flughäfen und ausgewählten Bahnhöfen.
„Kinderschutz macht keine Ferien“, weiß Ecpat-Chefin Antje Monshausen. „Reisende können im Ausland und beim Urlaub in Deutschland einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie nicht wegsehen. Jeder gemeldete Hinweis hilft, Kinder zu schützen“.
Reisebranche übernimmt Verantwortung
„Es ist unser Anspruch und unsere gemeinsame Pflicht, die Reisebranche zu einem sicheren Raum für Kinder weltweit zu machen“, sagt Achim Wehrmann, Hauptgeschäftsführer des DRV.
Begleitend zur Kampagne stellt Ecpat ein Social-Media-Kit zur Verfügung, das Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen für die Verbreitung nutzen können.
Polizei verweist auf Strafverfolgung
„Sexualisierte Gewalt an Kindern ist weltweit eine Straftat“, sagt Polizeidirektorin Sabrina Krenzler, Geschäftsführerin der Polizeiliche Kriminalprävention. „Die Polizei unternimmt alles, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Entscheidend ist, dass auch Täter aus Deutschland, die im Ausland Sexualstraftaten begehen, in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden können.“
Täter nutzen häufig die Anonymität des Reisens
Ecpat weist darauf hin, dass Täter häufig die Anonymität des Reisens ausnutzen. In vielen Reiseländern fehlten Schutzstrukturen für Kinder oder das Thema sei tabuisiert. Fälle gebe es jedoch auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern.
Die Organisation betont, dass die Reisebranche keine Schuld daran trage, wenn ihre Infrastruktur für Straftaten missbraucht werde. Gemeinsam mit touristischen Unternehmen sensibilisiert Ecpat Mitarbeiter und Reisende und informiert über Handlungsmöglichkeiten zum Schutz von Kindern.
Unter dem Motto „Sieh hin – Zeige Zivilcourage!“ sollen Reisende verdächtige Situationen erkennen und melden. Zu den Unterstützern gehören unter anderem der Deutsche Reiseverband (DRV), Forum Anders Reisen, die Dertour Group, Gebeco, Green Tiger Travel, Papaya Tours, Studiosus Reisen und TUI.
Hinweise über Meldeplattform möglich
Reisende können über die Plattform nicht-wegsehen.net Hinweise auf mögliche Fälle sexualisierter Gewalt und Ausbeutung von Kindern im In- und Ausland sowie im digitalen Raum melden. Die Meldungen können anonym an das Bundeskriminalamt oder Ecpat übermittelt werden.
Die Kampagne wird online sowie an Bahnhöfen und Flughäfen verbreitet. Die Bundespolizei beteiligt sich mit Plakaten an großen Flughäfen und ausgewählten Bahnhöfen.
„Kinderschutz macht keine Ferien“, weiß Ecpat-Chefin Antje Monshausen. „Reisende können im Ausland und beim Urlaub in Deutschland einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie nicht wegsehen. Jeder gemeldete Hinweis hilft, Kinder zu schützen“.
Reisebranche übernimmt Verantwortung
„Es ist unser Anspruch und unsere gemeinsame Pflicht, die Reisebranche zu einem sicheren Raum für Kinder weltweit zu machen“, sagt Achim Wehrmann, Hauptgeschäftsführer des DRV.
Begleitend zur Kampagne stellt Ecpat ein Social-Media-Kit zur Verfügung, das Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen für die Verbreitung nutzen können.
Polizei verweist auf Strafverfolgung
„Sexualisierte Gewalt an Kindern ist weltweit eine Straftat“, sagt Polizeidirektorin Sabrina Krenzler, Geschäftsführerin der Polizeiliche Kriminalprävention. „Die Polizei unternimmt alles, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Entscheidend ist, dass auch Täter aus Deutschland, die im Ausland Sexualstraftaten begehen, in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden können.“
Täter nutzen häufig die Anonymität des Reisens
Ecpat weist darauf hin, dass Täter häufig die Anonymität des Reisens ausnutzen. In vielen Reiseländern fehlten Schutzstrukturen für Kinder oder das Thema sei tabuisiert. Fälle gebe es jedoch auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern.
Die Organisation betont, dass die Reisebranche keine Schuld daran trage, wenn ihre Infrastruktur für Straftaten missbraucht werde. Gemeinsam mit touristischen Unternehmen sensibilisiert Ecpat Mitarbeiter und Reisende und informiert über Handlungsmöglichkeiten zum Schutz von Kindern.

