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Diskussion über Zukunft der Kreuzfahrt
07.05.26, 17:01 Uhr

Aida feiert Jubiläum mit klarem Zukunftskurs

Rund 120 Vertreter aus Politik und maritimer Wirtschaft haben in Berlin anlässlich des Aida-Geburtstags über die Zukunft der Kreuzfahrt diskutiert. Die Reederei hat dabei ihr laufendes Modernisierungsprogramm einmal mehr skizziert.

Foto: Aida Cruises
Zum 30. Jubiläum seiner ersten Schiffstaufe hat Aida in Berlin hochrangige Vertreter aus Politik und maritimer Wirtschaft zusammengebracht – und dabei klare Signale für die strategische Weiterentwicklung der Kreuzfahrt gesetzt.

Rund 120 Gäste nahmen am 7. Mai an der Jubiläumsveranstaltung in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern teil. Im Mittelpunkt: die Frage, wie die Branche wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer Verantwortung in Einklang bringen kann.

700 Millionen Euro für Flottenmodernisierung

Aida-Präsident Felix Eichhorn verwies mit der Zukunftsinitiative „Aida Evolution“ das bislang größte Modernisierungsprogramm der Konzerngeschichte an. Rund 700 Millionen Euro fließen in die Modernisierung von sieben Schiffen mit Fokus auf Energieeffizienz, moderne Technik und Gästekomfort. Gleichzeitig sind zwei Neubauten für 2030 und 2031 geplant, die die Flotte auf 13 Einheiten erweitern werden.

Technologisch setzt Aida auf einen breiten Ansatz: Neben LNG als Brückentechnologie sind die Schiffe bereits für Bio- und E-Fuels ausgelegt. Die Prima fährt nach Aida-Angaben mit dem derzeit größten Batteriesystem der Kreuzfahrtbranche.

Landstrom: Von Pionierarbeit zur Skalierung

Ein konkretes Nachhaltigkeitsziel unterstreicht den Kurs: Für 2026 plant Aida über 600 Landstromanläufe – rund zehnmal so viele wie noch vor drei Jahren. Aktuell nutzt die Kussmundreederei Landstrom in 17 Häfen in neun Ländern. „Akzeptanz entsteht vor allem dann, wenn wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Anforderungen in Einklang gebracht werden“, ist Eichhorn überzeugt.

Wirtschaftsfaktor für Häfen und Regionen

Die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Kreuzfahrt untermauere eine aktuelle Hamburger Studie: Jeder Anlauf eines Kreuzfahrtschiffes im Hamburger Hafen generiert demnach eine Wertschöpfung von 2,7 Millionen Euro – ein Wert, der laut Aida auch für Mecklenburg-Vorpommern gilt.

Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, bezeichnete Aida als „Innovationstreiber, großen Arbeitgeber und Impulsgeber für Häfen und maritime Zulieferstrukturen“. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hob hervor, AIDA sei mit rund 1.300 Beschäftigten am Rostocker Hauptsitz der größte private Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern.

30 Jahre in Zahlen

Seit dem Start 1996 hat Aida 120 Länder und 478 Häfen angefahren. Rund 17 Millionen Gäste hbaen insgesamt 145 Millionen Nächte an Bord verbracht. Das Unternehmen beschäftigt heute 18.000 Mitarbeiter aus 60 Ländern