Flughafenverband ADV06.05.26, 13:37 Uhr
Deutsche Flughäfen verlieren im April 1,65 Millionen Passagiere
Streiks bei der Lufthansa, der Nahostkonflikt und wachsende Standortkosten haben rund um Ostern eine Lücke in den deutschen Luftverkehr gerissen. Der Flughafenverband ADV warnt vor dauerhafter Erosion der Konnektivität und appelliert an die Politik.

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, fordert die Aussetzung der Luftverkehrsteuer. Foto: ADV
Streiks, Nahostkrise und steigende Kosten haben den deutschen Luftverkehr im April 2026 hart getroffen. Der Flughafenverband ADV fordert die Bundesregierung zum Handeln auf – und warnt vor einer dauerhaften Erosion der Konnektivität.
Rund 16,7 Millionen Fluggäste zählten die deutschen Verkehrsflughäfen im April 2026 – ein Einbruch, der den Verband in Alarmbereitschaft versetzt. Insgesamt fehlten gegenüber den Erwartungen rund 1,65 Millionen Passagiere, mit spürbaren Folgen für Wertschöpfung, Beschäftigung und die internationale Anbindung des Standorts Deutschland.
Drei Faktoren, ein Ergebnis
Der Rückgang speist sich aus mehreren Quellen gleichzeitig. Den größten Einzelposten verursachten die einwöchigen Streiks bei der Lufthansa: Fast eine Million Passagiere seien allein dadurch ausgeblieben.
Der Nahostkonflikt verschärfte die Lage zusätzlich – Flugausfälle infolge des Kriegs in der Golfregion ließen weitere knapp 400.000 Reisende wegbrechen.
Den Rest der Verluste führt der ADV auf Streckenkürzungen von Airlines zurück, die auf hohe staatliche Standortkosten und steigende Betriebskosten reagieren.
Strukturelle Schwäche verstärkt externe Schocks
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel sieht in den April-Zahlen mehr als ein temporäres Problem: „Die aktuellen Zahlen sind ein unüberhörbares Alarmsignal. Dauerstreiks, geopolitische Krisen und drastisch steigende Airline-Betriebskosten treffen die deutschen Flughäfen mit voller Wucht – und reißen tiefe Lücken in die Konnektivität unseres Landes“.
Während andere europäische Länder im Luftverkehr wüchsen, falle Deutschland strukturell zurück, so der Verband.
Konkret sichtbar wird das etwa in Berlin: Die jüngsten Kapazitätsreduzierungen und Streckenstreichungen von Ryanair am Hauptstadtflughafen werden laut ADV dazu führen, dass künftig über zwei Millionen Reisende kein passendes Flugangebot mehr finden.
ADV fordert sofortige Aussetzung der Luftverkehrsteuer
Der Verband richtet einen dringenden Appell an die neue Bundesregierung: Auf geopolitische Entwicklungen habe die Politik keinen direkten Einfluss – sehr wohl aber auf die Wettbewerbsbedingungen am Standort Deutschland. Beisel fordert kurzfristig die sofortige Aussetzung der Luftverkehrsteuer, mittelfristig zumindest deren Halbierung. Ohne politisches Gegensteuern drohe eine schleichende, aber kontinuierliche Erosion des Flugangebots – mit direkten Konsequenzen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands.
Rund 16,7 Millionen Fluggäste zählten die deutschen Verkehrsflughäfen im April 2026 – ein Einbruch, der den Verband in Alarmbereitschaft versetzt. Insgesamt fehlten gegenüber den Erwartungen rund 1,65 Millionen Passagiere, mit spürbaren Folgen für Wertschöpfung, Beschäftigung und die internationale Anbindung des Standorts Deutschland.
Drei Faktoren, ein Ergebnis
Der Rückgang speist sich aus mehreren Quellen gleichzeitig. Den größten Einzelposten verursachten die einwöchigen Streiks bei der Lufthansa: Fast eine Million Passagiere seien allein dadurch ausgeblieben.
Der Nahostkonflikt verschärfte die Lage zusätzlich – Flugausfälle infolge des Kriegs in der Golfregion ließen weitere knapp 400.000 Reisende wegbrechen.
Den Rest der Verluste führt der ADV auf Streckenkürzungen von Airlines zurück, die auf hohe staatliche Standortkosten und steigende Betriebskosten reagieren.
Strukturelle Schwäche verstärkt externe Schocks
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel sieht in den April-Zahlen mehr als ein temporäres Problem: „Die aktuellen Zahlen sind ein unüberhörbares Alarmsignal. Dauerstreiks, geopolitische Krisen und drastisch steigende Airline-Betriebskosten treffen die deutschen Flughäfen mit voller Wucht – und reißen tiefe Lücken in die Konnektivität unseres Landes“.
Während andere europäische Länder im Luftverkehr wüchsen, falle Deutschland strukturell zurück, so der Verband.
Konkret sichtbar wird das etwa in Berlin: Die jüngsten Kapazitätsreduzierungen und Streckenstreichungen von Ryanair am Hauptstadtflughafen werden laut ADV dazu führen, dass künftig über zwei Millionen Reisende kein passendes Flugangebot mehr finden.
ADV fordert sofortige Aussetzung der Luftverkehrsteuer
Der Verband richtet einen dringenden Appell an die neue Bundesregierung: Auf geopolitische Entwicklungen habe die Politik keinen direkten Einfluss – sehr wohl aber auf die Wettbewerbsbedingungen am Standort Deutschland. Beisel fordert kurzfristig die sofortige Aussetzung der Luftverkehrsteuer, mittelfristig zumindest deren Halbierung. Ohne politisches Gegensteuern drohe eine schleichende, aber kontinuierliche Erosion des Flugangebots – mit direkten Konsequenzen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands.

