Steuerfreie Einmalzahlung15.04.26, 10:39 Uhr
ASR hält Entlastungspaket für nicht praxistauglich
Der ASR kritisiert die von der Bundesregierung geplante steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro als Belastung für den Mittelstand. Viele Tourismusbetriebe könnten die Zahlungen nicht leisten, während zugleich der Erwartungsdruck auf Arbeitgeber steigt. Zudem blieben Selbstständige außen vor.

Anke Budde, Präsidentin des ASR Bundesverbands, kritisiert die steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 1.000 Euro als zusätzliche Belastung für mittelständische Tourismusunternehmen. Foto: ASR
Nach einem Verhandlungswochenende in Berlin hat die schwarz-rote Bundesregierung kürzlich ein Entlastungspaket beschlossen, das Arbeitgebern ermöglicht, ihren Beschäftigten im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zusätzlich zum Gehalt auszuzahlen. Die Zahlung ist freiwillig und soll für die Arbeitgeber steuerlich absetzbar sein.
Bundeskanzler Merz sieht in der Maßnahme einen willkommenen Bonus für Arbeitnehmer. Die Entscheidung stieß jedoch bereits kurz nach der Ankündigung auf breite Kritik aus der Wirtschaft. Hier knüpft nun auch die Allianz selbständiger Reiseunternehmen (ASR) an, der in dem Paket vorwiegend eine zusätzliche Belastung für viele ohnehin gebeutelte mittelständische Betriebe sieht.
„Was auf den ersten Blick wie eine Entlastung für Beschäftigte wirkt, führt in der Praxis zu neuen Belastungen für viele mittelständische Unternehmen“, moniert Anke Budde, Präsidentin des Mittelstandsverbands.
Druck auf Unternehmen wächst
Vor allem in der Tourismusbranche fehlt es vielen Unternehmen an finanziellen Spielräumen. Grund dafür sind eine schwache Buchungslage und internationale Krisen. Vor diesem Hintergrund könnten viele Betriebe die Sonderzahlungen nicht leisten.
Gleichzeitig steigt aus Sicht des Verbands der Erwartungsdruck auf Arbeitgeber. „Durch die politische Kommunikation entsteht bei Mitarbeitenden zwangsläufig eine Erwartungshaltung. Viele Unternehmen geraten dadurch in eine schwierige Situation, da sie sich gezwungen sehen könnten, Zahlungen zu leisten, die wirtschaftlich aktuell nicht darstellbar sind“, so Budde.
Alternative steuerliche Entlastung gefordert
Der ASR hält eine andere Lösung für gangbarer. „Eine echte Entlastung hätte darin bestanden, reguläre Gehaltsbestandteile steuerlich zu begünstigen“, so Budde. „Davon hätten sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende unmittelbar profitiert – ohne zusätzliche finanzielle Belastungen für die Betriebe. So wäre nachhaltig mehr Netto vom Brutto geblieben.“
Selbstständige bleiben außen vor
Kritisch bewertet der Verband auch, dass Selbstständige von der Regelung nicht profitieren. Gerade im touristischen Mittelstand spielen inhabergeführte Unternehmen eine zentrale Rolle. Für sie fehlen weiterhin gezielte Entlastungen.
„Diese Entscheidung zeigt einmal mehr, dass die wirtschaftliche Realität mittelständischer Strukturen nicht ausreichend berücksichtigt wird. Für unsere Branche ist diese Maßnahme weder praxistauglich noch eine spürbare Entlastung“, sagt Budde.
Bundeskanzler Merz sieht in der Maßnahme einen willkommenen Bonus für Arbeitnehmer. Die Entscheidung stieß jedoch bereits kurz nach der Ankündigung auf breite Kritik aus der Wirtschaft. Hier knüpft nun auch die Allianz selbständiger Reiseunternehmen (ASR) an, der in dem Paket vorwiegend eine zusätzliche Belastung für viele ohnehin gebeutelte mittelständische Betriebe sieht.
„Was auf den ersten Blick wie eine Entlastung für Beschäftigte wirkt, führt in der Praxis zu neuen Belastungen für viele mittelständische Unternehmen“, moniert Anke Budde, Präsidentin des Mittelstandsverbands.
Druck auf Unternehmen wächst
Vor allem in der Tourismusbranche fehlt es vielen Unternehmen an finanziellen Spielräumen. Grund dafür sind eine schwache Buchungslage und internationale Krisen. Vor diesem Hintergrund könnten viele Betriebe die Sonderzahlungen nicht leisten.
Gleichzeitig steigt aus Sicht des Verbands der Erwartungsdruck auf Arbeitgeber. „Durch die politische Kommunikation entsteht bei Mitarbeitenden zwangsläufig eine Erwartungshaltung. Viele Unternehmen geraten dadurch in eine schwierige Situation, da sie sich gezwungen sehen könnten, Zahlungen zu leisten, die wirtschaftlich aktuell nicht darstellbar sind“, so Budde.
Alternative steuerliche Entlastung gefordert
Der ASR hält eine andere Lösung für gangbarer. „Eine echte Entlastung hätte darin bestanden, reguläre Gehaltsbestandteile steuerlich zu begünstigen“, so Budde. „Davon hätten sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende unmittelbar profitiert – ohne zusätzliche finanzielle Belastungen für die Betriebe. So wäre nachhaltig mehr Netto vom Brutto geblieben.“
Selbstständige bleiben außen vor
Kritisch bewertet der Verband auch, dass Selbstständige von der Regelung nicht profitieren. Gerade im touristischen Mittelstand spielen inhabergeführte Unternehmen eine zentrale Rolle. Für sie fehlen weiterhin gezielte Entlastungen.
„Diese Entscheidung zeigt einmal mehr, dass die wirtschaftliche Realität mittelständischer Strukturen nicht ausreichend berücksichtigt wird. Für unsere Branche ist diese Maßnahme weder praxistauglich noch eine spürbare Entlastung“, sagt Budde.

