Scharfe Kritik15.04.26, 10:09 Uhr
BTW prangert Streiks im Luftverkehr an
Streiks im Luftverkehr verursachen laut Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft Schäden in Millionenhöhe. Neben wirtschaftlichen Einbußen warnt der Verband auch vor langfristigen Imageschäden für den Standort Deutschland und Belastungen entlang der gesamten Reisekette.

Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), warnt vor massiven wirtschaftlichen Schäden und einem Imageschaden für den Standort Deutschland durch Streiks im Luftverkehr. Foto: Svea Pietschmann
Streiks im Luftverkehr verursachen nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Schäden in Millionenhöhe und belasten den Standort Deutschland. Als „unverhältnismäßig“ bezeichnet die Dachorganisation der hiesigen Reisewirtschaft die Arbeitskampfmaßnahmen.
„Solche Streiktiraden, wie derzeit im Luftverkehr, verursachen Schaden in Millionenhöhe in der Tourismuswirtschaft. Ganz zu schweigen vom Imageschaden für den Standort Deutschland in der Welt“, moniert BTW-Präsident Sören Hartmann.
Breite wirtschaftliche Folgen entlang der Reisekette
Ausfälle im Flugverkehr treffen zahlreiche Bereiche der Tourismuswirtschaft. Abgesagte Geschäftsessen, nicht angetretene Kreuzfahrten und umgebuchte Pauschalreisen verursachten zusätzliche Kosten und organisatorischen Aufwand. Hotels, Gastronomie und Geschäftsreiseverkehr verzeichneten Ausfälle.
Der Einzelhandel entlang der Reisekette verliere pro Streiktag rund eine Million Euro Umsatz. Diese Zahl nennt der Deutsche Travel Retail Verband. „Der Schaden ist vielen Bereichen unserer Branche immens!“, rügt Hartmann die Gewerkschaften.
Kritik an Umfang und Zeitpunkt der Arbeitskämpfe
„Natürlich ist das Streikrecht in Deutschland ein hohes Gut“, sagt Hartmann. „Dennoch darf dieses niemals inflationär von den Gewerkschaften genutzt werden.“ Die Branche steht aus seiner Sicht bereits genug unter Druck. Steigende Preise, eingeschränkte Verbindungen und verunsicherte Kunden belasteten die Nachfrage. Hinzu kämen ohnehin geopolitische Krisen wie der Krieg im Iran.
„Unverhältnismäßige Streiks, wie jetzt durch Ufo und Vereinigung Cockpit, können institutionellen Schaden am Wirtschaftsstandort auslösen“, sagt Hartmann. „Zugleich droht ein langfristiger Imageschaden der Reisedestination Deutschland.“
Zusätzliche Belastung für Airlines
Die Streiks treffen die Luftfahrtunternehmen in einer angespannten Situation. Hohe Standortkosten, steigende Kerosinpreise und Wettbewerbsnachteile gegenüber außereuropäischen Airlines erhöhen den Druck.
„Daher kommen diese Streiks zu einer echten Unzeit“, sagt Hartmann.
Hintergrund
Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vertritt als Dachverband die Interessen der Branche. Der Tourismus trägt rund 3,7 Prozent zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei und beschäftigt etwa 2,7 Millionen Menschen. Im Verband sind über 65.000 Akteure entlang der touristischen Wertschöpfungskette organisiert.
„Solche Streiktiraden, wie derzeit im Luftverkehr, verursachen Schaden in Millionenhöhe in der Tourismuswirtschaft. Ganz zu schweigen vom Imageschaden für den Standort Deutschland in der Welt“, moniert BTW-Präsident Sören Hartmann.
Breite wirtschaftliche Folgen entlang der Reisekette
Ausfälle im Flugverkehr treffen zahlreiche Bereiche der Tourismuswirtschaft. Abgesagte Geschäftsessen, nicht angetretene Kreuzfahrten und umgebuchte Pauschalreisen verursachten zusätzliche Kosten und organisatorischen Aufwand. Hotels, Gastronomie und Geschäftsreiseverkehr verzeichneten Ausfälle.
Der Einzelhandel entlang der Reisekette verliere pro Streiktag rund eine Million Euro Umsatz. Diese Zahl nennt der Deutsche Travel Retail Verband. „Der Schaden ist vielen Bereichen unserer Branche immens!“, rügt Hartmann die Gewerkschaften.
Kritik an Umfang und Zeitpunkt der Arbeitskämpfe
„Natürlich ist das Streikrecht in Deutschland ein hohes Gut“, sagt Hartmann. „Dennoch darf dieses niemals inflationär von den Gewerkschaften genutzt werden.“ Die Branche steht aus seiner Sicht bereits genug unter Druck. Steigende Preise, eingeschränkte Verbindungen und verunsicherte Kunden belasteten die Nachfrage. Hinzu kämen ohnehin geopolitische Krisen wie der Krieg im Iran.
„Unverhältnismäßige Streiks, wie jetzt durch Ufo und Vereinigung Cockpit, können institutionellen Schaden am Wirtschaftsstandort auslösen“, sagt Hartmann. „Zugleich droht ein langfristiger Imageschaden der Reisedestination Deutschland.“
Zusätzliche Belastung für Airlines
Die Streiks treffen die Luftfahrtunternehmen in einer angespannten Situation. Hohe Standortkosten, steigende Kerosinpreise und Wettbewerbsnachteile gegenüber außereuropäischen Airlines erhöhen den Druck.
„Daher kommen diese Streiks zu einer echten Unzeit“, sagt Hartmann.
Hintergrund
Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vertritt als Dachverband die Interessen der Branche. Der Tourismus trägt rund 3,7 Prozent zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei und beschäftigt etwa 2,7 Millionen Menschen. Im Verband sind über 65.000 Akteure entlang der touristischen Wertschöpfungskette organisiert.

