Nächster Ausstand15.04.26, 11:37 Uhr
Vereinigung Cockpit verschärft Tarifkonflikt mit neuen Streiks
Die nächste Streikwelle rollt an, ein Ende ist nicht in Sicht. Die Pilotengewerkschaft ruft abermals zur Arbeitsniederlegung bei Lufthansa und Eurowings auf. Neue Streiks treffen ab 16. April große Teile des Flugbetriebs. BTW-Präsident Sören Hartmann rügt die Streiktiraden.

Die Vereinigung Cockpit verschärft den Tarifkonflikt mit Lufthansa und ruft ab 16. April zu neuen Streiks auf. Foto: iStock/southerlycourse
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verschärft den Tarifkonflikt mit Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften abermals: Neue Streiks treffen ab dem 16. April große Teile des Flugbetriebs – nachdem ein vorgeschlagenes Schlichtungsverfahren gescheitert ist.
Streiks bei mehreren Lufthansa-Gesellschaften
Die Arbeitsniederlegungen betreffen die Deutsche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline von Donnerstag, 16. April 2026, 00:01 Uhr, bis Freitag, 17. April 2026, 23:59 Uhr. Bestreikt werden alle Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten.
Ausgenommen bleiben Verbindungen in mehrere Ziele im Nahen Osten.
Bei Eurowings sollen alle Abflüge von deutschen Flughäfen am 16. April zwischen 00:01 Uhr und 23:59 Uhr bestreikt werden.
Konflikt ohne Bewegung
„Die Lage ist unverändert – es gibt keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber“, moniert VC-Präsident Andreas Pinheiro. „Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa City Line ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung.“
Die Gewerkschaft sieht die Tarifgespräche als festgefahren an und hatte deshalb ein Schlichtungsverfahren vorgeschlagen. Ziel wäre gewesen, die Konflikte durch einen unabhängigen Dritten zu lösen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Die Initiative sei jedoch auf Ablehnung gestoßen, teilt die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Lufthansa und Lufthansa Cargo hätten den Vorschlag zurückgewiesen.
Nach Darstellung der Gewerkschaft knüpfte die Arbeitgeberseite eine mögliche Schlichtung an zu weitreichende Bedingungen. Verhandelt werden solle nicht nur über offene Tarifkonflikte, sondern auch über bereits abgeschlossene Verträge mit teils langer Laufzeit. „Das ist in etwa so, als würde bei der Novellierung einer Verordnung auch gleich das Grundgesetz zur Disposition gestellt“, kritisiert Pinheiro scharf.
Warnung vor weiterer Eskalation
Die Ablehnung wertet die Gewerkschaft als Signal für eine mögliche Verschärfung des Konflikts. „Wer ein solches Angebot ausschlägt und darüber hinaus auch keinerlei verhandlungsfähige Angebote macht, nimmt zumindest in Kauf, dass sich Tarifauseinandersetzungen weiter zuspitzen, anstatt aktiv an einer Deeskalation mitzuwirken“, kündigt Pinheiro an. Das gehe zulasten sowohl der Passagiere als auch des Unternehmens.
Warnung vor wirtschaftlichen und Image-Schäden
Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) kritisiert die Streiks im Luftverkehr deutlich und warnt vor erheblichen Folgen für die Branche. „Solche Streiktiraden, wie derzeit im Luftverkehr, verursachen Schaden in Millionenhöhe in der Tourismuswirtschaft. Ganz zu schweigen vom Imageschaden für den Standort Deutschland in der Welt“, so BTW-Präsident Sören Hartmann.
Streiks bei mehreren Lufthansa-Gesellschaften
Die Arbeitsniederlegungen betreffen die Deutsche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline von Donnerstag, 16. April 2026, 00:01 Uhr, bis Freitag, 17. April 2026, 23:59 Uhr. Bestreikt werden alle Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten.
Ausgenommen bleiben Verbindungen in mehrere Ziele im Nahen Osten.
Bei Eurowings sollen alle Abflüge von deutschen Flughäfen am 16. April zwischen 00:01 Uhr und 23:59 Uhr bestreikt werden.
Konflikt ohne Bewegung
„Die Lage ist unverändert – es gibt keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber“, moniert VC-Präsident Andreas Pinheiro. „Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa City Line ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung.“
Die Gewerkschaft sieht die Tarifgespräche als festgefahren an und hatte deshalb ein Schlichtungsverfahren vorgeschlagen. Ziel wäre gewesen, die Konflikte durch einen unabhängigen Dritten zu lösen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Die Initiative sei jedoch auf Ablehnung gestoßen, teilt die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Lufthansa und Lufthansa Cargo hätten den Vorschlag zurückgewiesen.
Nach Darstellung der Gewerkschaft knüpfte die Arbeitgeberseite eine mögliche Schlichtung an zu weitreichende Bedingungen. Verhandelt werden solle nicht nur über offene Tarifkonflikte, sondern auch über bereits abgeschlossene Verträge mit teils langer Laufzeit. „Das ist in etwa so, als würde bei der Novellierung einer Verordnung auch gleich das Grundgesetz zur Disposition gestellt“, kritisiert Pinheiro scharf.
Warnung vor weiterer Eskalation
Die Ablehnung wertet die Gewerkschaft als Signal für eine mögliche Verschärfung des Konflikts. „Wer ein solches Angebot ausschlägt und darüber hinaus auch keinerlei verhandlungsfähige Angebote macht, nimmt zumindest in Kauf, dass sich Tarifauseinandersetzungen weiter zuspitzen, anstatt aktiv an einer Deeskalation mitzuwirken“, kündigt Pinheiro an. Das gehe zulasten sowohl der Passagiere als auch des Unternehmens.
Warnung vor wirtschaftlichen und Image-Schäden
Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) kritisiert die Streiks im Luftverkehr deutlich und warnt vor erheblichen Folgen für die Branche. „Solche Streiktiraden, wie derzeit im Luftverkehr, verursachen Schaden in Millionenhöhe in der Tourismuswirtschaft. Ganz zu schweigen vom Imageschaden für den Standort Deutschland in der Welt“, so BTW-Präsident Sören Hartmann.

