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Krise am Persischen Golf
19.03.26, 14:52 Uhr

TUI schließt Nahost-Rückführung ab – Schiffe stecken weiter fest

Rund zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat TUI alle Gäste zurückgeholt. Etwa 10.000 Urlauber wurden ausgeflogen. Die Rückholaktion gilt damit als abgeschlossen. Wann die festsitzenden Kreuzfahrtschiffe die Straße von Hormus passieren können, ist immer noch offen.

Die Straße von Hormus ist aktuell blockiert – Mein Schiff 4 und 5 kommen derzeit nicht aus der Region. Foto: iStock/Backiris
Rund zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges sind alle TUI-Gäste wieder zu Hause. Insgesamt etwa 10.000 Urlauber wurden ausgeflogen. Der Großteil reiste mit zwölf eigenen Flügen der TUI Airline sowie mehr als 26 von TUI organisierten Charterflügen zurück.

Zusätzlich nutzten Gäste Verbindungen anderer Anbieter, nachdem Emirates den Flugbetrieb wieder aufgenommen hatte.

Ein zentraler Baustein der Rückholaktion war der Flughafen Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten, rund drei Stunden von Dubai entfernt.

Kreuzfahrt- und Pauschalgäste betroffen

Unter den Betroffenen waren rund 5.000 Gäste der Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5, die in Dubai beziehungsweise Doha festsaßen.

Weitere rund 1.000 Pauschalreisegäste von TUI Deutschland kehrten zurück, etwa die Hälfte davon aus asiatischen Zielgebieten mit ausgefallenen Anschlussflügen. Hinzu kamen rund 4.000 Gäste aus anderen europäischen Quellmärkten.

Auch Crewmitglieder zurückgebracht

Neben den Urlaubern brachte TUI rund 1.500 Crewmitglieder der beiden Schiffe zurück. Eine kleine Restbesatzung bleibt an Bord, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, bis eine sichere Passage durch die Straße von Hormus möglich ist.

Auch Mitarbeitende von TUI Musement aus dem Nahen Osten werden ausgeflogen.

Freie Sitzplätze auf den Flügen stellte TUI auch anderen Reiseunternehmen und staatlichen Stellen zur Verfügung, um die Rückführung weiterer Reisender zu unterstützen.

Weiter unklare Lage für die Schiffe

Wann die Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 die Straße von Hormus passieren können, ist immer noch offen. Auch die wirtschaftlichen Folgen lassen sich derzeit nicht abschließend bewerten, da unklar ist, wie lange der Krieg andauert.

Verschiebung der Nachfrage

In den Buchungen zeigt sich eine geringere Nachfrage für Ziele im Osten. Gleichzeitig steigen die Buchungen für Mallorca, die Kanaren, Rhodos und Kreta. TUI reagiert darauf mit zusätzlichen Flugangeboten.