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DRV-Analyse
02.03.26, 13:39 Uhr

Das sind die Trends des Reisesommers 2026

Die Deutschen bleiben auch in diesem Jahr reisefreudig und sorgen für eine stabile Urlaubsnachfrage auf hohem Niveau. Ausnahme sind Reisen in die USA. Mit diesem Fazit blickt der DRV im Vorfeld der ITB auf die Reisetrends des kommenden Sommers.

Foto: iStock
Die Deutschen bleiben auch in diesem Jahr reisefreudig und sorgen für eine stabile Urlaubsnachfrage auf hohem Niveau. Mit diesem Fazit blickt der DRV im Vorfeld der ITB auf die Reisetrends des kommenden Sommers.

Für ihren Sommerurlaub haben sich die Bundesbürger nochmals früher als in den Vorjahren entschieden. Ein Großteil der Reisen wurde bereits im vergangenen halben Jahr gebucht. Dadurch lagen die Buchungseingänge im Januar etwas niedriger als im Vorjahr. Trotzdem sorgen die Frühbucher sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Reisenden für ein spürbares Wachstum. Mit Buchungsstand Ende Januar weist die Sommersaison im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent höhere Umsätze sowie vier Prozent mehr Gäste aus.

Türkei ist beliebtestes Reiseziel im Sommer

Das beliebteste Sommerreiseziel in der Zeit zwischen Mai und Oktober ist nach derzeitigem Stand die Türkei, sowohl was den Umsatz als auch was die Anzahl gebuchter Reisen betrifft. Dicht gefolgt von Spanien und Griechenland. Das ergeben aktuelle Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA). Basis sind Buchungsdaten zum Stand Ende Januar von Reisebüros und Online-Reiseportalen, die Veranstalter-Produkte vertreiben.

„Gerade in unsicheren Zeiten setzen die Deutschen bei ihrer Urlaubsplanung auf Verlässlichkeit und Sicherheit. Die Flugpauschalreise verzeichnet mit einem Umsatzplus von 14 Prozent im Sommer eine besonders starke Nachfrage – zwölf Prozent mehr Gäste als im Vorjahr sprechen eine deutliche Sprache“, erläutert DRV-Präsident Albin Loidl. „Die Pauschalreise ist und bleibt damit ein Erfolgsmodell.“

Auch wenn Fernreisen im Sommerhalbjahr nicht die Hauptrolle spielen, gibt es Ziele auf der Fernstrecke, die wachsende Buchungszahlen und zum Teil auch überdurchschnittlich hohe Umsatzzuwächse verzeichnen. Besonders die östlich gelegenen Fernreiseziele erfreuen sich in diesem Jahr großer Beliebtheit bei den Deutschen. Dazu gehören die Malediven und Mauritius mit jeweils plus 27 Prozent und Thailand mit plus drei Prozent.

Die USA liegen zweistellig unter dem Vorjahr

In westlicher Richtung zeigen die TDA-Auswertungen hingegen Umsatz- und Besucherrückgänge unter anderem für die Karibik sowie für Ziele in Mittel- und Südamerika. Besonders fällt die Entwicklung für die USA aus. Sowohl die Vorausbuchungsumsätze als auch die Zahl der gebuchten Personen liegen prozentual zweistellig unter dem Vorjahr. Im Ranking aller Reiseziele rangieren die USA derzeit auf Platz 14 (Vorjahr 8. Platz). Dabei zeigt sich, dass Flugpauschalreisen nicht so stark vom Rückgang betroffen sind wie individuell gebuchte Reisebausteine.

Eine exklusiv für den DRV Anfang Februar durchgeführte YouGov-Umfrage zeigt, dass sowohl wirtschaftliche als auch politische Faktoren und organisatorische Hürden die Reiseentscheidung maßgeblich beeinflussen. Rund die Hälfte aller Befragten nannten politische und gesellschaftliche Entwicklungen als Grund für die derzeitige Buchungszurückhaltung. 37 Prozent gaben an, sich eine USA-Reise derzeit nicht leisten zu können. Für 31 Prozent stellen zudem die Einreisebestimmungen und der organisatorische Aufwand ein Hemmnis dar. 15 Prozent gaben an, dass die USA sie als Reiseziel nicht interessieren oder andere Reisepläne Vorrang haben

Die Buchungszurückhaltung für die USA wirkt sich auf das Gesamtergebnis für die Fernreisen, aus. In Summe stehen sie derzeit bei einem leichten Umsatzminus von einem Prozent und einem Urlauberrückgang von vier Prozent.