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Kapitalerhöhung
06.10.21, 11:38 Uhr

TUI will mit frischem Geld Schulden abbauen

Der Vorstand der TUI hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Der Konzern will damit einen Bruttoerlös von 1,1 Milliarden Euro erzielen.

Foto: TUI Group
Der Vorstand der TUI hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung beschlossen. Der Konzern will damit einen Bruttoerlös von 1,1 Milliarden Euro erzielen. Mit dem frischen Geld soll die Inanspruchnahme der KfW-Kreditlinien um 375 Millionen Euro auf null reduziert werden. Die derzeitige Inanspruchnahme der Barfazilität verringert sich um den verbleibenden Nettoerlös auf rund 762 Millionen Euro.

„Mit der Kapitalerhöhung kommen wir unserem Ziel, die staatlichen Kredite zügig zurückzuführen, einen großen Schritt näher“, sagt Konzernchef Fritz Joussen. „Wir wollen, wir können und werden zu wirtschaftlicher Stärke zurückfinden. Daran arbeiten wir mit ganzer Kraft. Die neue TUI wird schlanker, digitaler und effizienter. Aber sie wird weiter Standards im Tourismus setzen, bei Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit.“

Unifirm Limited hat sich als größter Aktionär verpflichtet, alle auf ihre Beteiligung von 32 Prozent entfallenden Bezugsrechte auszuüben und die neuen Aktien entsprechend zu zeichnen. Der Rest der Kapitalerhöhung wird vollständig von Barclays Bank Ireland PLC, BofA Securities, Citigroup, Deutsche Bank und HSBC als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners sowie Commerzbank, Landesbank Baden-Württemberg und Natixis als Joint Bookrunners übernommen.

Zum 4. Oktober standen der TUI finanzielle Mittel in Höhe von 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung und damit etwas mehr gegenüber dem Stand vom August 2021. Unter Einbeziehung der Erlöse aus der Kapitalerhöhung beliefen sich die Mittel auf 4,5 Milliarden Euro.