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TUI-Vertrieb
27.05.21, 14:28 Uhr

55 der 450 TUI-Filialen sollen wegfallen

Laut Angaben des Betriebsrats will der Konzern 55 Reisebüros schließen und damit etwa 400 Beschäftigte entlassen.

Tui hatte sich als größter Reisekonzern vor dem Hintergrund der Corona-Krise hohe Einsparungen inklusive Stellenabbau verordnet. In den eigenen Reisebüros werden für umfangreiche Beratung neuerdings Service-Gebühren erhoben.
Nach zähen Verhandlungen hat der Konzern entschieden, 55 der rund 450 stationären Filialen zu bschließen – etwas weniger als die 60, die angekündigt waren.
 
Gut 400 Beschäftigte müssten das Unternehmen damit verlassen. Einige Büros würden zusammengelegt oder bleiben trotz ursprünglicher Schließungsabsicht bestehen.
 
Sozialplan und Abfindungen
Im Fall von Kündigungen würde ein Sozialplan greifen, sagte der Betriebsrat. Kollegen in den betroffenen Büros sollten jedoch weitgehend ein "attraktives Programm" für ein freiwilliges Ausscheiden angeboten bekommen. Vorgesehen sei dabei mindestens ein volles Gehalt pro Beschäftigungsjahr plus drei bis sechs zusätzliche Fixgehälter - mit einer Höchstsumme als Deckel. Wer über den Sozialplan ohne Abfindung gehe, habe Anspruch auf das eine volle Gehalt pro Jahr im Betrieb.
 
Das Unternehmen wollte sich zu der Grundsatzentscheidung offiziell nicht äußern. Aus Kreisen des Unternehmens hieß es, dass maximal 180 Mitarbeiter betroffen seien, denen teilweise Jobs in umliegenden Reisebüros angeboten werden könnten. Details sollen in der kommenden Woche folgen. Bereits seit dem Herbst laufen Verhandlungen zwischen Konzernführung und Betriebsrat, die einen pauschalen Abbau im stationären Vertrieb anlehnt. Die Beratungen wurden zwischenzeitlich unterbrochen.

TUI hatte sich als größter Reisekonzern vor dem Hintergrund der Corona-Krise hohe Einsparungen inklusive Stellenabbau verordnet. In den eigenen Reisebüros werden für umfangreiche Beratung neuerdings Service-Gebühren erhoben, gleichzeitig soll das Digitalgeschäft ausgebaut werden.