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Verbandsforderung
27.05.21, 13:31 Uhr

Das nächste Problem – was passiert mit Reisenden aus nicht-EU-Ländern?

In einer gemeinsame Pressemitteilung der großen Wirtschafts- und Reiseverbände BDI, BDL, BTW und DRV, soll die Bundesregierung die Empfehlung des EU-Rates folgen und Reisebeschränkungen zügig aufheben. Sonst würde Deutschland wirtschaftlich zurückfallen.

Ein Großteil des außereuropäischen Reisemarktes bleibt durch Reisebeschränkungen blockiert, kritisiert der DRV. Die Regierung müsse jetzt die Reiseverbote für Geimpfte, Genesene und Getestete aufheben. Foto: iStock
Vertretern der Reisebranche und einigen Wirtschaftsverbänden geht der Restart zu langsam. Sie machen jetzt Druck und fordern die Bundesregierung auf, zügig die bestehenden Reiseverbote mit Drittstaaten auf Basis der Ratsempfehlung der EU aufzuheben.

„Die Sommersaison steht vor der Tür und für die Reisewirtschaft zählt nun jeder Tag“, sagt Dirk Inger, Hauptgeschäftsführer DRV. Ein Großteil des außereuropäischen Reisemarktes bleibt durch Reisebeschränkungen blockiert“, kritisiert er. Die Regierung müsse jetzt harte Reiseverbote für Geimpfte, Genesene und Getestete aufheben, so Inger.
Auch Michael Rabe, Generalsekretär BTW, fordert ein schnelles Vorgehen: „Einreiseverbote für Gäste aus Drittländern und Beherbergungsverbote für touristische Gäste gefährden den Tourismusstandort Deutschland und insbesondere die vielen mittelständischen Betriebe unserer Branche, von denen ohnehin viele existenzgefährdet sind“, sagt er.

Die Hauptforderungen der Verbände:
  • Weg mit der pauschalen Quarantäneverpflichtungen: Stattdessen soll eine umfassende Teststrategie für Geimpfte und Genesene die Ausrichtung der Reisebetsimmungen am tatsächlichen Infektionsgeschehen ermöglichen.
  • Reiseverbote mit Drittstaaten sollen aufgehoben werden: Der Beschluss und die Empfehlung des Europäischen Rats soll vor allem Deutschland möglichst schnell umgesetzen.
  • Mehr digitale Lösungen: Zur Vereinfachung des Reisegeschehens mit Drittstaaten sind digitale Lösungen für den Nachweis von Impfungen, Genesung und Tests erforderlich. Allerdings müsse das von Deutschland entwickelte Impfzertifikat auch über EU-Grenzen funktionieren, damit mittelfristig auch eine Lösung für den Verkehr mit nicht-EU-Staaten möglich wird, so die Verbände.
  • Mehr Fakten, weniger Meinungsmache: Einreiseregelungen und Testverpflichtungen müssen sich viel stärker am realen Infektionsgeschehen ausrichten. Nötig ist eine evidenzbasierte Orientierung. Konkret heißt das, die pauschale Testpflicht vor Abflug nach Deutschland soll auf jene Flugreisende beschränkt werden, die aus einem Risikogebiet einreisen. Eine pauschale Testpflicht für alle Einreisende aus Nicht-Risikogebieten sei unverhältnismäßig. Hier werden die Prozessabläufe im internationalen Luftverkehr unnötig verkompliziert, sagen die Verbände in ihrer Stellungnahme.