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TAA
12.03.21, 10:37 Uhr

Große Deckungslücken in den Reisebüros

Deckungslücken von bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten hat Travel Agency Accounting (TAA) in den Reisebüros festgestellt.

Foto: iStock
Deckungslücken von bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten hat Travel Agency Accounting (TAA) in den Reisebüros festgestellt. Der Dienstleister hat mehr als 250 Reisebüros bei der Beantragung der Überbrückungshilfe II unterstützt. Alle Anträge wurden bewilligt. Die durchschnittliche Gesamtförderung pro Unternehmen lag bei rund 73.900 Euro. Zwar lagen die Beträge damit höher als bei der Überbrückungshilfe I, allerdings war der Bemessungszeitraum einen Monat länger. Fazit: Letztendlich haben die Reisebüros fast 16 Prozent weniger bekommen als bei der Überbrückungshilfe I.

„Die staatlichen Hilfen für die Reisebüros sind auf Dauer zu gering, daran werden auch die veränderten Konditionen der Überbrückungshilfe III wie der Wegfall der Deckelung nichts ändern“, sagt Sören Schlösser, Leiter Consulting & Projektmanagement. Selbst bei vollumfänglich genutztem Kurzarbeitergeld und der Überbrückungshilfe zusammengenommen blieben durchschnittlich fast 15 Prozent der gesamten Kosten ohne Deckung. Werden personalbezogene Kosten mit einbezogen hat TAA, je nach Einzelfall, Deckungslücken von rund 20 bis 40 Prozent ausgemacht. Schlösser: „Selbst Reisebüros, die vor der Krise kerngesund waren und vorausschauend gewirtschaftet haben, stehen mittlerweile an den Grenzen ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit.“