18.09.20, 08:00 Uhr
Verbände fordern einheitliche Corona-Regeln für die EU
Die EU-Kommission soll eine Führungsrolle bei der Entwicklung und Umsetzung eines
Die EU-Kommission soll eine Führungsrolle bei der Entwicklung und Umsetzung eines Test-Regulierungsplans für Reisen übernehmen, um Quarantänemaßnahmen zu vermeiden und Grenzen wieder zu öffnen. Das fordern 25 europäische Verbände, darunter der Reisebüro- und Veranstalterverband Ecctaa, in einem offenen Brief an die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen.
Obwohl einige nationale Ausgangssperren und Reisebeschränkungen innerhalb der nationalen Grenzen weiterhin aufgehoben seien, würden grenzüberschreitende Reisen innerhalb des EU-/Schengen-Raums immer noch ohne angemessene Begründung unterschiedlich behandelt, begründen die Verbände ihre Forderung. Extreme Reisebeschränkungen, insbesondere Quarantänen, seien alles andere als risikobasiert und kein wirksames Mittel zur Bekämpfung der Epidemie. „Die aktiven Aufforderungen der Regierungen, Reisen ins Ausland innerhalb Europas zu vermeiden, verteufeln unsere Industrien und einen integralen Bestandteil der europäischen Lebensweise. Das muss aufhören.“
Ein EU-Test-Regulierungsplan würde es möglich machen, Quarantänen für Reisende aus roten/grauen Gebieten abzuschaffen oder zumindest erheblich zu reduzieren, so die Verbände. Es sei für die Wiederherstellung des freien Personenverkehrs, die Beendigung der derzeitigen Diskriminierungen und die Wiederherstellung der wesentlichen Funktionalität des europäischen Binnenmarktes von entscheidender Bedeutung.
Die Verbände beziehen sich auf eine EU-Initiative, die sicherstellen soll, dass coronabedingte Reisebeschränkungen der Mitgliedstaaten auf EU-Ebene koordiniert und klar kommuniziert werden. Zum Beispiel soll ein Farbcode die Risikolage in den Ländern verdeutlichen. Mehr dazu hier.