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07.09.20, 08:00 Uhr

Regierung will Insolvenzschutz teurer machen

Auf die Veranstalter kommen durch die Neuregelung der Insolvenzabsicherung zusätzliche Belastungen

Auf die Veranstalter kommen durch die Neuregelung der Insolvenzabsicherung zusätzliche Belastungen zu. Wie der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, sollen die Firmen statt der bisher geplanten zwei Prozent je nach Bonität 6,5 bis 17 Prozent des Umsatzes zum Beispiel durch Bürgschaften oder Versicherungen hinterlegen. Außerdem sollen sie pro Kunde rund 30 Euro in einen Fonds einzahlen. Dieser soll innerhalb von drei Jahren auf 1,2 Milliarden Euro anwachsen und im Fall einer Veranstalterinsolvenz die Kosten tragen, die nicht über die Sicherheit abgedeckt sind. Kommt die Regelung so zustande, dürfte eine Verteuerung der Pauschalreise die Folge sein. Kritik kommt vom Deutschen Tourismusverband. „Ein pauschaler Beitrag von 30 Euro pro Kunde trifft grundlos vor allem die kleinen Veranstalter, die ihr Insolvenzrisiko bisher ohne Probleme absichern können“, sagt Geschäftsführer Norbert Kunz. „Es darf nicht sein, dass ausgerechnet die Kleinen nun ausbaden sollen, dass die bisherige Absicherung bei einigen wenigen Großen nicht ausgereicht hat.“