Das fordern die QTA-Büros von den Veranstaltern
Bei einer Umfrage unter den Partner-Reisebüros hat die QTA die wichtigsten Anliegen der Agenturen
Bei einer Umfrage unter den Partner-Reisebüros hat die QTA die wichtigsten Anliegen der Agenturen für anstehende Gespräche mit den Veranstaltern ermittelt. Die wichtigste Forderung: Die Grundprovision soll bei mindestens zehn Prozent liegen. Außerdem sollen die Veranstalter auf Mindestumsätze verzichten. Besonders wichtig sind den Reisebüros auch Ausgleichszahlungen bei kostenlosen Stornos, eine Folge der unbezahlten Mehrarbeit der vergangenen Monate. Um mehr Planungssicherheit zu haben, wünschen sich die Büros Provisionsmodelle mit zwei Jahren Laufzeit. Zudem fordern sie, dass die Provisionen bei der Buchung oder spätestens bei der Kundenzahlung überweisen werden. Außerdem verlangen die Agenturen bessere Weiterbildungskonzepte und mehr Mitwirkung über Beiräte oder Ideen-Pools. Ebenfalls auf der Gesprächs-Agenda stehen Ideen, um die Reisebüros bei der Einführung von Service- und Beratungsgebühren zu unterstützen, ohne Auswirkungen auf die Höhe der Provision.
Bereits im Mai hatte eine Umfrage der Berater von Fried & Partner im Auftrag der QTA ermittelt, dass die Bedingungen der aktuellen Provisionsmodelle von den Reisebüros kaum erfüllbar und die Provisionen „nicht auskömmlich" sind. In der Studie war insbesondere schon die mangelhafte Vergütung von Mehraufwänden kritisiert sowie eine Änderung von Provisionslogiken und Incentivierungs-Modellen angeregt worden. Anfang August hat die QTA mit einem neuartigen Kollektivvertrag ein Zeichen für die Veränderung der Zusammenarbeit von stationärem Vertrieb und Leistungsträgern gesetzt. Der Vertrag schreibt zum Beispiel mindestens zehn Prozent Grundprovision fest. Erster Unterzeichner war Branchen-Primus TUI.