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27.08.20, 08:00 Uhr

Reisebüros und Veranstalter bangen um ihre Existenz

Die Coronakrise setzt der Branche weiterhin schwer zu. Das zeigt eine Umfrage des DRV unter rund 650

Die Coronakrise setzt der Branche weiterhin schwer zu. Das zeigt eine Umfrage des DRV unter rund 650 Branchenteilnehmern. 70 Prozent der Reisebüros beziffern den derzeitigen Umsatz auf weniger als 25 Prozent des Vorjahres. Knapp die Hälfe der Reisebüros gibt an, bereits Mitarbeiter entlassen zu haben beziehungsweise dies voraussichtlich tun zu müssen. Zwei Drittel aller Befragten bezeichnen ihre Situation als existenzbedrohend. Gleichzeitig betonen sie ihre Hoffnung, trotz größter Schwierigkeiten die wirtschaftliche Tätigkeit zumindest aufrechterhalten zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, haben nahezu alle Reisbüros schmerzhafte Einschnitte vorgenommen. Fast 80 Prozent haben für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt und gehen davon aus, dass sie dies auch im kommenden Jahr tun müssen. Fast alle (92 Prozent) haben in irgendeiner Form staatliche Hilfe in Anspruch genommen und zum Beispiel Soforthilfen bekommen. 85 Prozent der Reisebüros haben Überbrückungshilfe beantragt. Davon haben wegen der langwierigen Prozesse aber knapp 70 Prozent bisher noch kein Geld gesehen. Die Veranstalter stecken ebenfalls noch mitten in der Krise. Über die Hälfte gibt an, bereits Mitarbeiter entlassen zu haben oder dies tun zu müssen. Gut die Hälfte der Unternehmen bezeichnet ihre Situation als „existenzbedrohend“. Knapp zwei Drittel beziffern ihren momentanen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf unter 25 Prozent. 85 Prozent haben Kurzarbeit beantragt und davon gehen wiederum 86 Prozent davon aus, dass sich dies auch im kommenden Jahr nicht ändern wird. Drei Viertel der Veranstalter haben Überbrückungshilfen beantragt, aber auch hier ist der Großteil der zugesagten Mittel bisher noch nicht angekommen. 70 Prozent der beantragten und oft dringend benötigten Gelder wurden noch nicht ausgezahlt. „Unser Branchencheck belegt eindrucksvoll, dass die Krise für die Reisewirtschaft noch lange nicht vorbei ist“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. „ Viele Unternehmen sind in ihrer Existenz bedroht und müssen kämpfen, um die Krise zu überstehen. Dies zeigt, wie immens wichtig es ist, dass jetzt die staatlichen Überbrückungshilfen wie von der Koalition vereinbart mindestens bis zum Jahresende verlängert werden. “