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Folgen der Pandemie
05.06.20, 08:00 Uhr

Nach der Corona- droht die Fachkräftekrise

Laut einer Umfrage des DRV wollen die Unternehmen in 2021 nur noch rund halb so viele neue Ausbildungsplätze anbieten wie im Vorjahr.

Nach der Krise droht der Reisewirtschaft ein Fachkräftemangel. Foto: Shutterstock
Der DRV hat Angst, dass der Brachen der Nachwuchs ausgeht. Laut einer Umfrage des Verbands wollen die Unternehmen im kommenden Ausbildungsjahr nur noch rund halb so viele neue Ausbildungsplätze anbieten wie im Vorjahr. Im Berufsbild der Tourismuskaufleute sei der Rückgang mit 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr besonders deutlich. „Die Ausbildungsbetriebe brauchen in dieser Ausnahmesituation dringend Hilfe, etwa durch eine staatliche Übernahme der Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. „Es ist an uns allen, das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung zu sichern.“ Der DRV begrüßt ausdrücklich, dass der Koalitionsausschuss mit dem Konjunkturpaket auch Maßnahmen zur Sicherung des Ausbildungsplatzangebots beschlossen hat. Allerdings reiche der Zuschuss für weiterhin ausbildende Unternehmen nicht aus. Denn die derzeit prekäre wirtschaftliche Lage vieler Ausbildungsbetriebe mache Neueinstellungen unmöglich. Die im Konjunkturpaket vorgesehenen Prämien von 2.000 beziehungsweise 3.000 Euro würden die Situation nicht grundlegend ändern. Der Verband appelliert an die Unternehmen der Reisewirtschaft, den touristischen Nachwuchs auch während der Krise zu fördern. Das Ausbildungsjahr müsse nicht zwingend am 1. August oder 1. September starten, mit der Ausbildung könne flexibel begonnen werden. Lösungen könnten mit den jeweiligen Berufsschulen entwickelt werden, damit der Jahrgang 2020 so stark wie möglich ins neue Ausbildungsjahr starten könne.