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09.05.18, 08:00 Uhr

Kreuzfahrten und Hotels pushen TUI-Ergebnis

Die TUI Group schließt die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2018 mit einem Umsatzplus von sieben

Foto: TUI Group/Christian Wyrwa
Die TUI Group schließt die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2018 mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 6,81 Milliarden Euro ab. Das branchenübliche Minus beim bereinigten operativen Ergebnis wurde einschließlich mehrerer Einmaleffekte wie dem Verkauf von drei Riu-Häusern um 26 Prozent auf -158,6 Millionen Euro verbessert. Wachstumstreiber sind einmal mehr die Hotels und die Kreuzfahrten. In den TUI Hotels & Resorts ist das bereinigte operative Ergebnis im ersten Halbjahr um 46 Prozent auf 179 Millionen Euro gestiegen. Die Auslastung ist um knapp zwei Prozentpunkte auf 77,1 Prozent und der Durchschnittspreis pro Bett um einen Euro auf 71 Euro geklettert. Mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 92,4 Millionen Euro schaffen die Kreuzfahrten ein Plus von 23 Prozent. Auch wenn die Auslastung bei TUI Cruises leicht auf 98,9 Prozent gesunken ist. Dagegen waren die Schiffe von Hapag-Lloyd Cruises mit 76,4 Prozent um  2,6 Prozentpunkte besser ausgelastet als im Vorjahr. Der Durchschnittspreis pro Tag und Passagiere ist bei TUI Cruises um einen auf 148 Euro und bei Hapag-Lloyd um fünf auf 600 Euro gestiegen. „Die Deutschen und die Europäer beginnen diese Form des Reisens für sich zu entdecken“, sagt Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen. „Durch den demographischen Wandel wachsen traditionelle Zielgruppen, gleichzeitig werden Seereisen bei Familien und jüngeren Menschen immer beliebter. Hier kommen zwei sehr interessante Trends zusammen, die das Wachstum in den nächsten fünf bis zehn Jahren weiter beschleunigen.“ In der Region zentral, zu der Deutschland, Österreich, die Schweiz und Polen gehören, ist das Minus beim operativen Ergebnis um 1,5 Prozent auf -145,8 Millionen Euro gestiegen. Und das trotz eines Anstiegs der Gästezahlen um zwölf Prozent (Deutschland zehn Prozent). Insgesamt verreisten in der Region 2,42 Millionen Gäste mit dem Marktführer. Im Flugbereich haben sich laut TUI zwei sich nahezu aufhebende Effekte ergeben. Zum einen sind die im Vorjahr durch die krankheitsbedingten Ausfälle bei Tuifly entstandenen Kosten weggefallen. Zum anderen wurde eine Abschreibung in Höhe von 20 Millionen Euro für eine Forderung aus einem Wetlease-Vertrag infolge der Niki-Insolvenz verbucht. Die Erwartungen für die aktuelle Sommersaison bezeichnet der Konzern als „sehr gut“. Bei den Quellmarktumsätzen wird ein Plus von sieben Prozent und bei den Buchungen um fünf Prozent erwartet. Besonders hohe Buchungszuwächse verzeichnen die Türkei, Nordafrika und Griechenland. Einen guten Buchungsanstieg meldet TUI auch in Destinationen wie Zypern, Kroatien oder Bulgarien.