ASR-Jubiläumstagung 2026
Reiner Meutsch hat eine Mission – und sucht Mitstreiter
Eigentlich wollte Reiner Meutsch in 20 Jahren 100 Schulen bauen. Inzwischen sind es 1.200 in 60 Ländern. Bei der ASR-Jubiläumstagung erzählt der Gründer von Fly & Help, wie aus einer Weltreise ein internationales Hilfsprojekt wurde und welche Rolle Reisebüros künftig dabei spielen könnten.

Reiner Meutsch wollte schon als junger Mann die Welt entdecken. Heute ist er rund 220 Tage im Jahr unterwegs, um mit seiner Stiftung Fly & Help Schulen zu bauen. Foto: Karina Schuh/ASR
Wer Reiner Meutsch einmal auf der Bühne erlebt hat, weiß, dass seine Stiftung Fly & Help für ihn weit mehr als ein Herzensprojekt ist. Bei der Jubiläumstagung des ASR in Bratislava erzählt er von seinem bewegten Leben, von Begegnungen, die ihn verändert haben, und von einer Mission, die längst größer geworden ist als seine ursprünglichen Träume. Und er hat eine konkrete Idee für die Reisebüros im Gepäck.
Es gibt Menschen, denen man ihre Begeisterung sofort abnimmt. Reiner Meutsch gehört zweifellos dazu. Wer ihn bei einer seiner zahlreichen Veranstaltungen erlebt, weiß, mit welcher Leidenschaft er von seinen Reisen, seiner Stiftung Fly & Help und vor allem von den Kindern erzählt, denen er mit seiner Arbeit eine Zukunft ermöglichen möchte. Auch in Bratislava, bei der Jubiläumstagung zum 50-jährigen Bestehen des ASR, braucht Meutsch nicht lange, um sein Publikum in den Bann zu ziehen.
Dabei ist seine Geschichte alles andere als gewöhnlich. Sie handelt von einem jungen Mann, der gegen den Willen seines Vaters seinen eigenen Weg ging, vom Aufbau eines erfolgreichen Reiseveranstalters, einer Weltumrundung im eigenen Flugzeug und schließlich von einer Lebensaufgabe, die ihn bis heute antreibt.
Vom schwarzen Schaf zum erfolgreichen Unternehmer
Meutsch wächst im Westerwald als Sohn eines Busunternehmers auf. Eigentlich soll er einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Doch ihn zieht es in die Luft. „Ich wollte immer fliegen“, erzählt er. Sein Vater kann damit wenig anfangen. Als Meutsch das Familienunternehmen verlässt, kommt es zum Bruch. „Mein Vater hat ab dem Zeitpunkt kein Wort mehr mit mir geredet. Wer geht, ist ein schwarzes Schaf.“
Mit einem Freund gründet er später den Reiseveranstalter Berge & Meer. Das Startkapital stammt vom Großvater: 5.000 D-Mark. Angefangen wird in einer Garage. Daraus entwickelt sich eine der bekanntesten Veranstaltermarken Deutschlands.
Erst auf dem Sterbebett versöhnt er sich mit seinem Vater. Eine Erinnerung, die ihn bis heute begleitet. „Mein Vater ist nie gereist. Nie. Nie“, sagt Meutsch. Er selbst wollte dagegen die Welt entdecken. Als er sein Unternehmen nach rund 30 Jahren verkauft, macht er sich daran, diesen Traum zu verwirklichen.
Eine Weltreise mit einem besonderen Ziel
Meutsch lässt sich zum Piloten ausbilden, kauft ein Flugzeug und startet zu einer Weltumrundung. Ein Jahr ist er unterwegs, fliegt 108.000 Kilometer durch Afrika, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika. Doch die Reise soll mehr sein als ein persönliches Abenteuer.
„Ich wollte auch so was Sinnvolles machen“, erzählt er. Deshalb gründet er Fly & Help und verbindet die Weltumrundung mit dem Ziel, Schulen in Entwicklungsländern zu bauen.
Die Idee ist zunächst überschaubar. „Geld sammeln für fünf Schulen, 20 Jahre Zeit, 100 Schulen. Das war mein Lebensziel.“ Ein ehrgeiziger Plan, den Meutsch längst weit übertroffen hat.
Heute, 16 Jahre nach Gründung seiner Stiftung, zieht er in Bratislava eine beeindruckende Bilanz: „Wir haben aktuell 1.200 Schulen gebaut, in 60 Ländern für 240.000 Kinder.“ Allein in diesem Jahr seien 155 Schulen hinzugekommen, 68 davon habe er persönlich eröffnet. Was als persönliches Versprechen begann, ist zu einem internationalen Hilfsprojekt geworden. Und Meutsch ist noch lange nicht fertig.
Ein Junge mit einer Kalaschnikow verändert seinen Blick
Woher kommt dieser Drang, anderen zu helfen? Auf diese Frage erzählt Meutsch eine Begegnung, die sich ihm vor rund 25 Jahren eingebrannt hat.
Während einer Studienreise nach Jordanien trifft er einen neun- oder zehnjährigen Jungen, der eine Kalaschnikow um den Hals trägt. Meutsch fragt ihn, warum er um diese Uhrzeit nicht in der Schule sei. Die Antwort erschüttert ihn: „Ich darf nicht in die Schule, Papa hat das Geld nicht.“
Der Junge deutet in Richtung Israel und erklärt, gegen wen er kämpfen solle. Für Meutsch ein Schlüsselmoment. „Da habe ich noch gedacht, wenn du mal zu Geld kommst, dann sorgst du dafür, dass Schulen gebaut werden, dass Kinder das nicht tun.“
Später kommen weitere Erfahrungen hinzu. Etwa in der Dominikanischen Republik, wo er die abgeschottete Welt der All-inclusive-Resorts verlässt und die Armut in den umliegenden Dörfern kennenlernt. „Das öffnet nach und nach meine Augen“, erinnert er sich.
Schulen, die Generationen überdauern
Wer Meutsch zuhört, merkt schnell, dass er nicht nur Geld sammeln will. Er möchte etwas Dauerhaftes schaffen. Schulen, die nicht nach wenigen Jahren wieder verschwinden, sondern Generationen von Kindern eine Perspektive eröffnen.
„Die Schulen werden gebaut auf fünf, sechs, sieben Generationen“, betont er. Das sei längst ein Millionenprojekt geworden. Gebaut wird gemeinsam mit den Menschen vor Ort, mit lokalen Materialien und unter Einbindung bestehender Hilfsorganisationen. Die Schulen werden staatlich betrieben, die jeweiligen Regierungen müssen die Finanzierung der Lehrkräfte garantieren. Ehrenamtliche kontrollieren die Einrichtungen regelmäßig.
Besonders bewegen ihn die Schicksale der Kinder, die ohne eine Schule in ihrer Nähe täglich stundenlange und oft gefährliche Wege zurücklegen müssen.
Erst eine Woche vor seinem Auftritt in Bratislava war Meutsch in Kenia. Dort habe man ihm von einem Mädchen erzählt, das auf dem Schulweg von einer Schlange gebissen wurde und starb. Vier Stunden Schulweg täglich, zwei Stunden hin und zwei zurück, seien in manchen Regionen keine Seltenheit.
Solche Geschichten erklären, weshalb Meutsch mit mittlerweile 17 Mitarbeitern und rund 20 Ehrenamtlichen unermüdlich weitermacht. „Das nimmt mein Leben ein“, sagt er. Rund 220 Tage im Jahr sei er unterwegs.
Jetzt sind die Reisebüros gefragt
Natürlich nutzt Meutsch seinen Auftritt beim ASR nicht nur, um zurückzublicken. Er möchte die Reisebranche für seine Mission gewinnen. Und er weiß, wie groß deren Möglichkeiten sind.
Die Dertour-Gruppe habe bereits 84 Schulen finanziert. Auch Aida Cruises unterstützt seine Stiftung seit Jahren. 2018 habe ihn Aida-Chef Felix Eichhorn nach Rostock eingeladen und gesagt: „Wir haben so viele Leute auf den Schiffen. Komm, erzähl deine Geschichte.“
Aus diesen Kontakten sind zahlreiche Veranstaltungen und Kooperationen entstanden. Nun möchte Meutsch auch die Mitglieder des ASR einbinden.
Seine Idee: Reisebüros laden ihre Kunden zu einer großen Fly-&-Help-Show ein. Meutsch bringt seine Geschichte, eindrucksvolle Bilder seiner Weltumrundung und internationale Künstler auf die Bühne. Die Stiftung organisiert die Veranstaltung, das Reisebüro übernimmt die Einladung und gewinnt lokale Sponsoren.
Dass dieses Konzept funktioniert, schildert er anhand einer Veranstaltung am Vorabend. Fast 400 Kunden von ADAC Reisen seien gekommen. Das Ergebnis: zunächst die Finanzierung einer Schule. Am nächsten Morgen habe ihn zusätzlich ein Gast angerufen und erklärt: „Ich gebe Ihnen 70.000 Euro, bauen Sie mir eine Schule in Kenia, wo wir auch mal waren.“
Für Meutsch der Beweis, dass aus Begeisterung konkrete Hilfe werden kann.
„Jede Show hat bisher immer eine Schule gebracht“, sagt er. Und so formuliert er in Bratislava einen Wunsch, der hervorragend zum Jubiläum des Verbandes passt: „Das wäre toll, wenn allein eine Schule auf 50 Jahre ASR entstehen würde.“
Die Helfer brauchen selbst Helfer
Es ist diese Mischung aus persönlicher Geschichte, unternehmerischer Energie und einer fast ansteckenden Begeisterung, die Meutschs Auftritte so besonders macht. Er ist kein Mann der leisen Worte, wenn es um seine Stiftung geht. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er möglichst viele Menschen für seine Sache gewinnen möchte.
Dabei stellt er sich selbst keineswegs als alleinigen Wohltäter dar. Im Gegenteil. „Ich wäre nichts ohne die vielen Helfer, die uns unterstützen“, sagt er und erinnert daran, dass es nicht nur auf die Helfer ankomme, „sondern auch auf die Helfer der Helfer“. Am Ende seines Auftritts in Bratislava bringt er seine Lebensphilosophie auf einen einfachen, aber bemerkenswerten Satz: „Wenn ein Mensch dafür sorgt, dass es einem anderen Menschen besser geht, dann hat das eigene Leben schon seinen Sinn gehabt.“
Ein Satz, der weit über diesen Kongresstag hinaus nachwirkt.
Es gibt Menschen, denen man ihre Begeisterung sofort abnimmt. Reiner Meutsch gehört zweifellos dazu. Wer ihn bei einer seiner zahlreichen Veranstaltungen erlebt, weiß, mit welcher Leidenschaft er von seinen Reisen, seiner Stiftung Fly & Help und vor allem von den Kindern erzählt, denen er mit seiner Arbeit eine Zukunft ermöglichen möchte. Auch in Bratislava, bei der Jubiläumstagung zum 50-jährigen Bestehen des ASR, braucht Meutsch nicht lange, um sein Publikum in den Bann zu ziehen.
Dabei ist seine Geschichte alles andere als gewöhnlich. Sie handelt von einem jungen Mann, der gegen den Willen seines Vaters seinen eigenen Weg ging, vom Aufbau eines erfolgreichen Reiseveranstalters, einer Weltumrundung im eigenen Flugzeug und schließlich von einer Lebensaufgabe, die ihn bis heute antreibt.
Vom schwarzen Schaf zum erfolgreichen Unternehmer
Meutsch wächst im Westerwald als Sohn eines Busunternehmers auf. Eigentlich soll er einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Doch ihn zieht es in die Luft. „Ich wollte immer fliegen“, erzählt er. Sein Vater kann damit wenig anfangen. Als Meutsch das Familienunternehmen verlässt, kommt es zum Bruch. „Mein Vater hat ab dem Zeitpunkt kein Wort mehr mit mir geredet. Wer geht, ist ein schwarzes Schaf.“
Mit einem Freund gründet er später den Reiseveranstalter Berge & Meer. Das Startkapital stammt vom Großvater: 5.000 D-Mark. Angefangen wird in einer Garage. Daraus entwickelt sich eine der bekanntesten Veranstaltermarken Deutschlands.
Erst auf dem Sterbebett versöhnt er sich mit seinem Vater. Eine Erinnerung, die ihn bis heute begleitet. „Mein Vater ist nie gereist. Nie. Nie“, sagt Meutsch. Er selbst wollte dagegen die Welt entdecken. Als er sein Unternehmen nach rund 30 Jahren verkauft, macht er sich daran, diesen Traum zu verwirklichen.
Eine Weltreise mit einem besonderen Ziel
Meutsch lässt sich zum Piloten ausbilden, kauft ein Flugzeug und startet zu einer Weltumrundung. Ein Jahr ist er unterwegs, fliegt 108.000 Kilometer durch Afrika, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika. Doch die Reise soll mehr sein als ein persönliches Abenteuer.
„Ich wollte auch so was Sinnvolles machen“, erzählt er. Deshalb gründet er Fly & Help und verbindet die Weltumrundung mit dem Ziel, Schulen in Entwicklungsländern zu bauen.
Die Idee ist zunächst überschaubar. „Geld sammeln für fünf Schulen, 20 Jahre Zeit, 100 Schulen. Das war mein Lebensziel.“ Ein ehrgeiziger Plan, den Meutsch längst weit übertroffen hat.
Heute, 16 Jahre nach Gründung seiner Stiftung, zieht er in Bratislava eine beeindruckende Bilanz: „Wir haben aktuell 1.200 Schulen gebaut, in 60 Ländern für 240.000 Kinder.“ Allein in diesem Jahr seien 155 Schulen hinzugekommen, 68 davon habe er persönlich eröffnet. Was als persönliches Versprechen begann, ist zu einem internationalen Hilfsprojekt geworden. Und Meutsch ist noch lange nicht fertig.
Ein Junge mit einer Kalaschnikow verändert seinen Blick
Woher kommt dieser Drang, anderen zu helfen? Auf diese Frage erzählt Meutsch eine Begegnung, die sich ihm vor rund 25 Jahren eingebrannt hat.
Während einer Studienreise nach Jordanien trifft er einen neun- oder zehnjährigen Jungen, der eine Kalaschnikow um den Hals trägt. Meutsch fragt ihn, warum er um diese Uhrzeit nicht in der Schule sei. Die Antwort erschüttert ihn: „Ich darf nicht in die Schule, Papa hat das Geld nicht.“
Der Junge deutet in Richtung Israel und erklärt, gegen wen er kämpfen solle. Für Meutsch ein Schlüsselmoment. „Da habe ich noch gedacht, wenn du mal zu Geld kommst, dann sorgst du dafür, dass Schulen gebaut werden, dass Kinder das nicht tun.“
Später kommen weitere Erfahrungen hinzu. Etwa in der Dominikanischen Republik, wo er die abgeschottete Welt der All-inclusive-Resorts verlässt und die Armut in den umliegenden Dörfern kennenlernt. „Das öffnet nach und nach meine Augen“, erinnert er sich.
Schulen, die Generationen überdauern
Wer Meutsch zuhört, merkt schnell, dass er nicht nur Geld sammeln will. Er möchte etwas Dauerhaftes schaffen. Schulen, die nicht nach wenigen Jahren wieder verschwinden, sondern Generationen von Kindern eine Perspektive eröffnen.
„Die Schulen werden gebaut auf fünf, sechs, sieben Generationen“, betont er. Das sei längst ein Millionenprojekt geworden. Gebaut wird gemeinsam mit den Menschen vor Ort, mit lokalen Materialien und unter Einbindung bestehender Hilfsorganisationen. Die Schulen werden staatlich betrieben, die jeweiligen Regierungen müssen die Finanzierung der Lehrkräfte garantieren. Ehrenamtliche kontrollieren die Einrichtungen regelmäßig.
Besonders bewegen ihn die Schicksale der Kinder, die ohne eine Schule in ihrer Nähe täglich stundenlange und oft gefährliche Wege zurücklegen müssen.
Erst eine Woche vor seinem Auftritt in Bratislava war Meutsch in Kenia. Dort habe man ihm von einem Mädchen erzählt, das auf dem Schulweg von einer Schlange gebissen wurde und starb. Vier Stunden Schulweg täglich, zwei Stunden hin und zwei zurück, seien in manchen Regionen keine Seltenheit.
Solche Geschichten erklären, weshalb Meutsch mit mittlerweile 17 Mitarbeitern und rund 20 Ehrenamtlichen unermüdlich weitermacht. „Das nimmt mein Leben ein“, sagt er. Rund 220 Tage im Jahr sei er unterwegs.
Jetzt sind die Reisebüros gefragt
Natürlich nutzt Meutsch seinen Auftritt beim ASR nicht nur, um zurückzublicken. Er möchte die Reisebranche für seine Mission gewinnen. Und er weiß, wie groß deren Möglichkeiten sind.
Die Dertour-Gruppe habe bereits 84 Schulen finanziert. Auch Aida Cruises unterstützt seine Stiftung seit Jahren. 2018 habe ihn Aida-Chef Felix Eichhorn nach Rostock eingeladen und gesagt: „Wir haben so viele Leute auf den Schiffen. Komm, erzähl deine Geschichte.“
Aus diesen Kontakten sind zahlreiche Veranstaltungen und Kooperationen entstanden. Nun möchte Meutsch auch die Mitglieder des ASR einbinden.
Seine Idee: Reisebüros laden ihre Kunden zu einer großen Fly-&-Help-Show ein. Meutsch bringt seine Geschichte, eindrucksvolle Bilder seiner Weltumrundung und internationale Künstler auf die Bühne. Die Stiftung organisiert die Veranstaltung, das Reisebüro übernimmt die Einladung und gewinnt lokale Sponsoren.
Dass dieses Konzept funktioniert, schildert er anhand einer Veranstaltung am Vorabend. Fast 400 Kunden von ADAC Reisen seien gekommen. Das Ergebnis: zunächst die Finanzierung einer Schule. Am nächsten Morgen habe ihn zusätzlich ein Gast angerufen und erklärt: „Ich gebe Ihnen 70.000 Euro, bauen Sie mir eine Schule in Kenia, wo wir auch mal waren.“
Für Meutsch der Beweis, dass aus Begeisterung konkrete Hilfe werden kann.
„Jede Show hat bisher immer eine Schule gebracht“, sagt er. Und so formuliert er in Bratislava einen Wunsch, der hervorragend zum Jubiläum des Verbandes passt: „Das wäre toll, wenn allein eine Schule auf 50 Jahre ASR entstehen würde.“
Die Helfer brauchen selbst Helfer
Es ist diese Mischung aus persönlicher Geschichte, unternehmerischer Energie und einer fast ansteckenden Begeisterung, die Meutschs Auftritte so besonders macht. Er ist kein Mann der leisen Worte, wenn es um seine Stiftung geht. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er möglichst viele Menschen für seine Sache gewinnen möchte.
Dabei stellt er sich selbst keineswegs als alleinigen Wohltäter dar. Im Gegenteil. „Ich wäre nichts ohne die vielen Helfer, die uns unterstützen“, sagt er und erinnert daran, dass es nicht nur auf die Helfer ankomme, „sondern auch auf die Helfer der Helfer“. Am Ende seines Auftritts in Bratislava bringt er seine Lebensphilosophie auf einen einfachen, aber bemerkenswerten Satz: „Wenn ein Mensch dafür sorgt, dass es einem anderen Menschen besser geht, dann hat das eigene Leben schon seinen Sinn gehabt.“
Ein Satz, der weit über diesen Kongresstag hinaus nachwirkt.


