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Twin Cities World Tourism Forum

Didim entdeckt neue Chancen jenseits des Badeurlaubs

Zwischen Antike und All-inclusive will die türkische Ägäisstadt ihre Seele nicht ans Wachstum verkaufen. Didim sucht nach einem Tourismus, der Gästen mehr bietet und zugleich die Lebensqualität der Einwohner bewahrt. Wie das gelingen kann, war Thema eines internationalen Tourismusforums.

Der Apollon-Tempel von Didyma: Als zweitwichtigste Orakelstätte der Antike stand das monumentale Heiligtum in enger Tradition zu Delphi und war das religiöse Zentrum Kleinasiens. Das kulturelle Erbe der Region soll künftig eine größere Rolle bei der Vermarktung von Didim spielen. Foto: iStock/Alexlukin
Neue Hotels, eine wachsende Gastronomieszene und ein jahrtausendealtes Kulturerbe: Die türkische Ägäisstadt Didim will sich international breiter positionieren, ohne auf Wachstum um jeden Preis zu setzen. Beim Weltforum für Städtepartnerschaften und Tourismus ging es um neue Zielgruppen, die Rolle des Reisevertriebs und die Frage, wie sich wirtschaftliche Entwicklung mit dem Erhalt der lokalen Identität vereinbaren lässt.
 


Didims Vergangenheit ist buchstäblich in Stein gemeißelt, die Antike hat ein reiches Erbe hinterlassen. Die touristische Zukunft der türkischen Ägäisstadt ist dagegen noch längst nicht ausgemacht.

Dazwischen steht die Gegenwart, in der sich entscheidet, wie viel Veränderung die Destination verträgt, ohne ihre Eigenart zu verlieren. Beim Forum für Städtepartnerschaften und Tourismus im Akra Didim Resort & Spa ging es deshalb um mehr als neue Gäste und zusätzliche Hotelkapazitäten. Es ging auch um die Frage, wie viel Wachstum guttut – und vor allem, in welche Richtung es zielen soll.

Eingeladen hatte Hüseyin Baraner – Generalsekretär des Twin Cities World Tourism Forum (TCWTF), Türkei-Kenner und seit 2015 Ehrenbürger der Stadt. Er möchte Didims touristische Entwicklung voranbringen und Städtepartnerschaften stärker für die internationale Zusammenarbeit nutzen.

Der Apollon-Tempel von Didyma: Als zweitwichtigste Orakelstätte der Antike stand das monumentale Heiligtum in enger Tradition zu Delphi und war das religiöse Zentrum Kleinasiens. Das kulturelle Erbe der Region soll künftig eine größere Rolle bei der Vermarktung von Didim spielen. Foto: iStock/Alexlukin
Hüseyin Baraner (2.v.r.) mit Vertretern aus Politik, Tourismuswirtschaft und Medien beim Twin Cities World Tourism Forum im Gastgeberhotel Akra Didim Resort & Spa in Didim

Hauptredner waren Thomas Feser, Oberbürgermeister von Bingen am Rhein, und Hatice Gençay, Bürgermeisterin von Didim – erst vergangene Woche Austragungsort der Anex Red Carpet Night 2026. Beide Stadtoberhäupter setzen auf persönliche Begegnungen und langfristige Beziehungen. Beide eint die Überzeugung, dass Tourismus weit mehr leisten kann als Gästezahlen und Profit.

Während Feser vor allem die Chancen für Völkerverständigung und wirtschaftliche Zusammenarbeit betont, möchte Gençay die touristische Entwicklung Didims so gestalten, dass Besucher und Einheimische gleichermaßen profitieren und die Stadt ihre Identität bewahrt. Zwei Ansätze, die Hand in Hand gehen können; schließlich
 können internationale Begegnungen lokale Identitäten nicht nur offenlegen und erfahrbar machen, sondern auch dazu beitragen, sie zu verstetigen.

Wenn aus Städtepartnerschaften Reisen werden

Für Feser sind Städtepartnerschaften weit mehr als gegenseitige Freundschaftsbesuche oder kulturelle Veranstaltungen. Gerade angesichts geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten könnten Kommunen durch direkte Zusammenarbeit einen Beitrag zur Stabilität leisten.

„Jede Reise schafft nicht nur wirtschaftlichen Umsatz, sie schafft auch persönliche Begegnungen und schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist in unserer heutigen Welt wertvoller denn je“, sagte der Oberbürgermeister. Städte sollten deshalb ihre bestehenden Verbindungen stärker nutzen, um Bürger, Unternehmen und touristische Anbieter zusammenzubringen.

Neue Zielgruppen für den Reisevertrieb

Für 2027 und 2028 kündigte Feser konkrete Vorhaben an. So sollen Reiseprogramme zwischen Partnerstädten entstehen, etwa für Vereine, Seniorengruppen und Wirtschaftsdelegationen. Auch gemeinsame Medienaktivitäten sind geplant.

Ein weiterer Ansatz ist der demografische Wandel. Die wachsende Bedeutung der Generation 60 plus eröffne neue Möglichkeiten für Gesundheitsangebote, barrierefreies Reisen und kulturelle Begegnungen. Städte könnten sich bei der Entwicklung entsprechender Angebote gegenseitig unterstützen.

Für den Vertrieb steckt darin eine interessante Überlegung: Städtepartnerschaften könnten zusätzliche Nachfrage für organisierte Themen- und Gruppenreisen schaffen.

Didim will seine eigene Geschichte erzählen

Während Feser über neue Verbindungen zwischen Städten nachdenkt, stellt Bürgermeisterin Gençay eine grundsätzliche Frage: Wofür soll Didim künftig als Reiseziel stehen? Ihre Antwort geht über Sonne, Strand und Ferienhotels hinaus. Die Stadt verfolgt eine Strategie, die Geschichte, Tourismus und Landwirtschaft miteinander verbindet. Das historische Erbe soll ebenso zum Profil der Destination beitragen wie regionale Erzeugnisse, Gastronomie und das alltägliche Leben vor Ort. „Wir wollen im Wettbewerb nicht anderen Städten ähneln, sondern mit unseren eigenen Werten hervorstechen“, sagte Gençay.


Der Apollon-Tempel von Didyma: Als zweitwichtigste Orakelstätte der Antike stand das monumentale Heiligtum in enger Tradition zu Delphi und war das religiöse Zentrum Kleinasiens. Das kulturelle Erbe der Region soll künftig eine größere Rolle bei der Vermarktung von Didim spielen. Foto: iStock/Alexlukin

Die Türkei denkt Tourismus neu: Kultur, Natur, Kulinarik und Gesundheit sollen künftig stärker zum Wachstum beitragen als zusätzliche Betten an der Riviera. Jetzt lesen!



Dafür bringt Didim einige Voraussetzungen mit. Der Apollon-Tempel von Didyma, die antiken Städte Milet und Priene sowie die Landschaft rund um den Bafa-See eröffnen Möglichkeiten für Kultur- und Naturreisen. Gençay möchte dabei auch die Bedeutung der Region für die Entwicklung von Philosophie und Wissenschaft stärker vermitteln.

Kultur und Kulinarik sollen die Saison verlängern

Das kulturelle Profil sollen Veranstaltungen wie die Miletos-Philosophietage, die internationalen Didyma-Mittelmeer-Literaturtage und das Ägäische Genussfestival in Akköy ergänzen. Hinzu kommen Sportveranstaltungen, darunter Segelwettbewerbe. Damit will die Stadt unterschiedliche Interessen ansprechen und Besucher auch außerhalb der klassischen Urlaubssaison gewinnen.

Mit diesem Ansatz steht Didim nicht allein. Auch hierzulande beschäftigt sich die Tourismuswirtschaft die Frage, wie sich die Türkei jenseits des klassischen All-inclusive-Angebots positionieren kann. Beim DRV-Hauptstadtkongress wurde zuletzt darüber diskutiert, wie das beliebteste Reiseland der Deutschen sein Profil stärker über Kultur, Natur und individuelle Reiseerlebnisse schärfen kann.

Didim entdeckt die Gastronomie als Reisemotiv

Ein weiteres Standbein könnte die gehobene Gastronomie werden. Baraner sieht darin eine bislang unterschätzte Stärke der Region. „Didim ist auf dem besten Weg, sich zu einer international anerkannten Gourmetdestination zu entwickeln“, erklärte er beim Forum.

Die führenden Hotels der Region verfügten inzwischen über mehr als 30 Restaurants mit gehobenem gastronomischem Anspruch, berichtete Baraner. Auf den europäischen Märkten werde dieses Angebot bislang zu wenig wahrgenommen. Besonders bei Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die hochwertige Hotellerie mit regionaler Küche, Kultur, Wellness und individuellen Erlebnissen verbinden möchten, sieht er zusätzliches Potenzial.

Ein Gourmetdorf zwischen Olivenbäumen

Als Beispiel nennt Baraner das im September 2026 eröffnete Zeytinlik by Akra im Akra Didim Resort & Spa. Das gastronomische Konzept ist als kleines Dorf zwischen Olivenbäumen und mediterranen Gärten angelegt. Drei Natursteingebäude gruppieren sich um einen Dorfplatz. Zum Angebot gehören ein Restaurant, ein Bereich für türkische Weine und gastronomische Workshops.

Der Apollon-Tempel von Didyma: Als zweitwichtigste Orakelstätte der Antike stand das monumentale Heiligtum in enger Tradition zu Delphi und war das religiöse Zentrum Kleinasiens. Das kulturelle Erbe der Region soll künftig eine größere Rolle bei der Vermarktung von Didim spielen. Foto: iStock/Alexlukin
Mit dem kürzlich eröffneten Gourmetdorf Zeytinlik setzt das Akra Didim Resort & Spa auf traditionelle anatolische Küche. Drei Natursteingebäude inmitten von Olivenbäumen beherbergen ein Restaurant, einen Bereich für türkische Weine und gastronomische Workshops.

Im Mittelpunkt steht die anatolische Küche. Auf offenem Feuer sowie in Stein-, Tandır- und Erdöfen werden Gerichte nach traditionellen Methoden zubereitet. Saisonales Gemüse, Kräuter, Olivenöl und Produkte aus der Region spielen dabei eine wichtige Rolle. An der Entwicklung des Konzepts war der türkische Küchenhistoriker und Koch Vedat Başaran beteiligt.

Wenn das Essen selbst zum Reiseerlebnis wird

Damit soll Gastronomie nicht nur Teil der Hotelverpflegung sein, sondern selbst zum Urlaubserlebnis werden. Baraner sieht darin auch Chancen für sogenannte Gourmet-Inclusive-Angebote, bei denen die kulinarische Qualität stärker in den Mittelpunkt des Hotelprodukts rückt.

„Die Zukunft des Qualitätstourismus wird nicht allein durch luxuriöse Zimmer und großzügige Hotelanlagen bestimmt. Entscheidend wird zunehmend, welche außergewöhnlichen Erlebnisse eine Destination ihren Gästen bieten kann“, erklärte Baraner.

Eine breite gastronomische Positionierung Didims müsste über die Hotelrestaurants hinausreichen und auch lokale Betriebe und Produzenten einbeziehen. Genau hier könnte sich die Verbindung zu Gençays Strategie ergeben, Tourismus, Landwirtschaft und regionale Identität stärker miteinander zu verzahnen.

Neue Hotels, aber kein Wachstum um jeden Preis

An touristischer Infrastruktur hat Didim zuletzt deutlich gewonnen. Baraner verwies auf vier neue Hotelanlagen, die das Angebot der Destination erweitern. Für ihn schaffen diese Investitionen Voraussetzungen, die es in dieser Form noch vor wenigen Jahren nicht gegeben habe.

Gerade vor diesem Hintergrund fällt Gençays Haltung auf. „Unser Ziel ist nicht, mehr Touristen zu empfangen. Wir wollen, dass die Besucher eine echte Verbindung zu Didim aufbauen und sich als Teil dieser Stadt fühlen“, bringt die Bürgermeisterin ihre Vision auf den Punkt. Touristischen Erfolg allein an Besucherzahlen, Übernachtungen und Einnahmen zu messen, greife zu kurz. „Wenn mit dem Wachstum des Tourismus die Lebensqualität der Einwohner sinkt und Küsten oder Naturräume Schaden nehmen, können wir nicht von einer gesunden und nachhaltigen Entwicklung sprechen“, warnte Gençay.

Der Apollon-Tempel von Didyma: Als zweitwichtigste Orakelstätte der Antike stand das monumentale Heiligtum in enger Tradition zu Delphi und war das religiöse Zentrum Kleinasiens. Das kulturelle Erbe der Region soll künftig eine größere Rolle bei der Vermarktung von Didim spielen. Foto: iStock/Alexlukin
Traditionelle Musik und echte Begegnungen abseits der Hotelanlagen gehören zu den authentischen Erlebnissen, mit denen Didim touristisch stärker punkten will. Einblicke in die lokale Kultur sucht man inzwischen in manch anderer Ferienhochburg mit Mühen.

Ihr Anspruch ist deshalb, die Stadt nicht allein nach den Bedürfnissen ihrer Gäste auszurichten. „Wir wollen zuerst eine Stadt schaffen, in der die Menschen gerne leben, und diese Lebensqualität dann mit unseren Besuchern teilen.“

Herakleia zeigt die Grenzen des Wachstums

Wie schwierig dieser Anspruch in der Praxis werden kann, zeigte eine Exkursion nach Herakleia am Bafa-See. Dort stehen antike Ruinen zwischen bewohnten Häusern und Gärten. Die Geschichte ist keine abgeschlossene Museumsausstellung, sondern Teil des dörflichen Alltags.

Ein Diskussionsteilnehmer gab Didim einen Rat mit auf den Weg: „Wachsen Sie intelligent“, mahnt Michael Blum, Medienmann, Ex-TUI-Sprecher und künftiger Chefredakteur des Mallorca Magazins. Die Stadt solle aus den Fehlern etablierter Ferienregionen in Spanien und der Türkei lernen und ihre touristischen Besonderheiten nicht durch unkontrollierte Entwicklung aufs Spiel setzen.

Der ursprüngliche Charakter Herakleias ist ein touristisches Kapital. Ihn bei steigenden Besucherzahlen zu bewahren, dürfte anspruchsvoller werden als seine Vermarktung.

Ohne Flugverbindungen bleibt das Potenzial begrenzt

Der Dialog beschränkte sich allerdings nicht auf die touristische Positionierung. Auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kamen zur Sprache. Sven Klawunder, Aviation-Experte und CEO von Flying Media, forderte eine engere Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Ohne Airlines und Flughäfen kämen keine Gäste – umgekehrt brauchten die Leistungsträger die Tourismusbranche. Die Interessen müssten gegenüber der Politik in Brüssel und weltweit gemeinsam vertreten werden.

Als Beispiel nannte Klawunder die deutsche Luftverkehrsteuer und ihre Folgen für die Flugpreise. Seine Forderung: „Die Luftverkehrssteuer muss fallen.“ Die Abgabe wurde zum 1. Juli 2026 gesenkt. Der Deutsche Reiseverband (DRV) hatte sich bereits im Mai für ihre vollständige Abschaffung ausgesprochen. DRV-Präsident Albin Loidl warb damals vor dem Finanzausschuss des Bundestages für weitere Entlastungen im Luftverkehr.

Für das nächste Treffen schlug Klawunder vor, den Flughafen Izmir und den National Carrier Turkish Airlines einzuladen. Gemeinsam könne man Probleme anschauen, Lösungen suchen und sie an die richtigen Stellen weitergeben. Die Überlegung dahinter ist pragmatisch: Selbst eine touristisch attraktive Destination kann ihr Potenzial nur ausschöpfen, wenn sie für internationale Gäste ausreichend gut erreichbar ist.

Damit berührt die Debatte einen Punkt, der für Veranstalter und Vermittler unmittelbar relevant ist. Neue Zielgruppen und touristische Angebote helfen wenig, wenn die Anreise zu aufwendig oder zu teuer wird.

Kritik am immer gleichen Pauschalpaket

Wie sich Didims touristische Besonderheiten gegenüber Kunden kommunizieren lassen, war ebenfalls Gegenstand der Diskussion. Baraner übte dabei auch Kritik an den bisherigen Vermarktungswegen der Türkei. Über Jahrzehnte habe sich die Branche zu stark auf standardisierte Pauschalreisen über Veranstalter und Reisebüros konzentriert. Viel zu häufig seien dieselben Pakete mit denselben Flügen und vergleichbaren Angeboten verkauft worden.


Der Apollon-Tempel von Didyma: Als zweitwichtigste Orakelstätte der Antike stand das monumentale Heiligtum in enger Tradition zu Delphi und war das religiöse Zentrum Kleinasiens. Das kulturelle Erbe der Region soll künftig eine größere Rolle bei der Vermarktung von Didim spielen. Foto: iStock/Alexlukin

„Die Türkei muss mehr sein als Sonne, Strand und All-inclusive“: Türsab-Chef Firuz Bağlıkaya über neue Chancen jenseits des Badeurlaubs und die Bedeutung von Reisebüros. Jetzt lesen!



Andere Zielgruppen habe man dagegen nicht ausreichend erreicht. Baraner nannte unter anderem Vereine, Best Ager, Sportler, Menschen mit Behinderungen sowie Interessierte an Philosophie und Gastronomie. Gerade organisierte Gruppen böten Potenzial für Reisen abseits der klassischen Ferienangebote.

Dabei muss die touristische Neupositionierung nicht zwangsläufig eine Abkehr von Pauschalreisen bedeuten. Auch innerhalb organisierter Urlaubsangebote ließen sich Kultur, regionale Küche oder besondere Erlebnisse stärker berücksichtigen. Entscheidend wäre, dass sich die Angebote deutlicher voneinander unterscheiden und gezielt an bestimmte Interessen anknüpfen.

Mehr Argumente für die Reiseberatung

Auf die Frage, was Reiseberater ihren Kunden über Didim erzählen sollten, verwies Baraner auf die Geschichte der Region. Didim sei schließlich keine Destination, die erst durch den Bau neuer Hotels entstanden sei. Ihr kulturelles Erbe reicht Jahrtausende zurück.

Darin steckt auch ein Ansatz für die Reiseberatung: Wer Didim ausschließlich als Sun-&-Beach-Ziel präsentiert, lässt einen wesentlichen Teil seines touristischen Potenzials ungenutzt. Antike Geschichte, regionale Küche, Natur und Begegnungen mit den Menschen vor Ort bieten zusätzliche Argumente für Kunden, die mehr suchen als einen klassischen Strandurlaub.

Zeytinlik oder die von Baraner hervorgehobenen Hotelrestaurants können zusätzliche Verkaufsargumente liefern. Ob daraus ein über die einzelnen Hotels hinausreichendes Profil als Genussdestination entsteht, bleibt allerdings offen. Das Weltforum soll die touristische Zusammenarbeit weiter voranbringen. Fesers Ziel ist es, die Veranstaltung künftig jährlich im Akra Didim Resort & Spa auszurichten und dort gemeinsame Projekte mit internationalen Partnerstädten zu entwickeln. Ob daraus tatsächlich neue Reiseangebote entstehen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
 

Didim jenseits des Badeurlaubs – fünf Tipps für die Beratung:
  • Antike und Philosophie: Der Apollon-Tempel von Didyma und die antiken Städte Milet und Priene machen die Region für kulturgeschichtlich interessierte Gäste attraktiv. Milet gilt als bedeutender Schauplatz der frühen griechischen Philosophie.
  • Natur und Aktivurlaub: Der Bafa-See und die Landschaft rund um Herakleia bieten Möglichkeiten für Ausflüge abseits der klassischen Ferienanlagen. Segelwettbewerbe ergänzen das touristische Angebot.
  • Gastronomie: Mehr als 30 gehobene Restaurants in den führenden Hotels zählt Tourismusexperte Hüseyin Baraner. Das neue Gourmetdorf Zeytinlik by Akra verbindet traditionelle anatolische Küche mit Weinangeboten und Workshops.
  • Kultur und Veranstaltungen: Philosophie- und Literaturtage sowie das Genussfestival in Akköy sollen zusätzliche Reiseanlässe schaffen und die Saison verlängern.
  • Gruppen- und Themenreisen: Städtepartnerschaften könnten stärker für organisierte Reisen genutzt werden. Geplant sind Angebote unter anderem für Vereine, Best Ager und oder Wirtschaftsdelegationen.