GX Summit 202628.09.26, 11:47 Uhr
G Adventures macht Kambodscha zur Bühne für Community Tourism
Rund 600 Teilnehmer aus aller Welt hat G Adventures zum vierten GX World Community Tourism Summit nach Kambodscha gebracht. Der Veranstalter stellte dort neue Projekte rund um Community Tourism vor, zog Bilanz bei bestehenden Initiativen und kündigte Brasilien als Gastgeber für 2027 an.

G-Adventures-Gründer Bruce Poon Tip spricht beim GX Cambodia über Community Tourism und die Rolle lokaler Gemeinschaften im Tourismus. Foto: TRVL COUNTER/Felix Hormel
Der kanadische Abenteuerspezialist G Adventures hat beim vierten GX World Community Tourism Summit in Kambodscha rund 600 Teilnehmer aus aller Welt zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Veranstaltungswoche von Phnom Penh bis Siem Reap standen Community Tourism und die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Tourismus vor Ort.
Reisebüromitarbeiter, Leistungsträger, Medien, Content Creator, Reisende, Branchenvertreter und Mitarbeiter von G Adventures haben an dem Gipfeltreffen teilgenommen.
Während der Veranstaltung kündigte G Adventures mehrere Projekte an: Der Veranstalter erweitert sein im vergangenen Jahr lanciertes Global Ambassador Programme um Judy Kepher Gona, eine Expertin für nachhaltigen Tourismus. Sie ergänzt die bisherigen Botschafter Tony Wheeler, Delfin Pauchi Uhigua und die verstorbene Jane Goodall.
Zudem hat der Anbieter das Booklet „How to Travel Your Heart Out“ sowie die neue Plattform Bazaar vorgestellt.
Der nächste GX Summit findet im September 2027 in Brasilien statt.
Community-Projekte erreichen Zwischenziele
Bei bestehenden Nachhaltigkeitsprojekten meldet G Adventures neue Zwischenstände. Beim gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Planeterra umgesetzten Project 300 sind inzwischen 160 Community-Tourism-Unternehmen in Reisen von G Adventures eingebunden. Bis 2030 sollen es 300 sein. Das Programm „Trees for Days“ hat zudem die Marke von 6,7 Millionen gepflanzten beziehungsweise heranwachsenden Bäumen überschritten.
„G Adventures ging es schon immer darum, Dinge anders und auf unsere eigene Art zu machen“, sagt Veranstaltergründer Bruce Poon Tip. Wenn die weltweite Community zusammenkomme, könne sie Wahrnehmungen verändern, Aufmerksamkeit schaffen und Nachfrage für Destinationen und Gemeinschaften erzeugen, die diese besonders benötigten. GX, so Poon Tip, sei ein „perfektes Beispiel dafür, wie Communityship in der Praxis aussieht“.
Kambodscha sei in den vergangenen Jahren stark von den Herausforderungen im Tourismus betroffen gewesen. „Wir wussten, dass unsere Community hier mehr bewirken kann, als einfach nur Menschen zusammenzubringen“, so Poon Tip. Die Veranstaltung könne Aufmerksamkeit auf das Land lenken, Verbindungen schaffen, lokale Gemeinschaften unterstützen und Menschen zu einer Reise nach Kambodscha anregen.
Gipfeltag in Siem Reap
Den Abschluss bildete am 27. September, dem Welttourismustag der Vereinten Nationen, der World Community Tourism Summit. Zum Programm gehörten Diskussionsrunden, Vorträge und Live-Auftritte. Kambodschas Tourismusminister Huot Hak und der Gouverneur von Siem Reap, Prak Sophoan, begrüßten die Teilnehmer.
G-Adventures-CEO Ben Perlo zog außerdem eine Bilanz der Produktlinie National Geographic Signature with G Adventures, mit der das Unternehmen erstmals in das höherpreisige Reisesegment eingestiegen ist.
Zum Angebot gehören 66 neue Reisen mit mehr als 500 Abfahrten in 48 Destinationen. G Adventures bezeichnete die Einführung als bislang erfolgreichsten Start einer neuen Reiseart des Unternehmens.
Ratgeber für verantwortungsbewusstes Reisen
Mit „How to Travel Your Heart Out“ hat G Adventures einen neuen kompakten Ratgeber vorgelegt. Dieser baut auf den vor zehn Jahren eingeführten Richtlinien des Veranstalters für verantwortungsbewusstes Reisen auf. Themen sind unter anderem der Umgang mit Wildtieren und indigenen Gemeinschaften, verantwortungsbewusstes Fotografieren, soziale Medien sowie die Unterstützung lokaler Wirtschaftskreisläufe.
Der interaktive Leitfaden soll dabei weniger Verbote in den Mittelpunkt stellen, sondern zeigen, welche Entscheidungen Reisende treffen können, um positive Auswirkungen auf Menschen, Gemeinschaften, Tiere und Umwelt zu unterstützen.
Bazaar soll Reisende über gemeinsame Interessen verbinden
Als weitere Entwicklung sieht G Adventures das sogenannte „Micro-Community Travel“. Gemeint sind kleinere Gruppen, deren Mitglieder gemeinsame Interessen, Identitäten oder Leidenschaften verbinden und gemeinsam reisen wollen.
Dafür entwickelt das Unternehmen die digitale Plattform Bazaar, die im Frühjahr 2027 starten soll. Nutzer sollen dort begleitete Reisen nicht nur nach dem Reiseziel auswählen können, sondern auch danach, mit wem sie unterwegs sein und welche Interessen sie mit der Gruppe teilen möchten.
Planeterra entwickelt Kriterien für Community Tourism
Planeterra stellte beim Summit zudem das neue „Community Positive Framework“ vor. Das Modell soll gemeinsam mit Community-Tourism-Unternehmen, internationalen Experten und Reiseunternehmen Kriterien dafür entwickeln, wie sich positive Auswirkungen des Tourismus aus Sicht der betroffenen Gemeinschaften definieren, messen und verbessern lassen.
„Derzeit gibt es keinen weltweit vereinbarten Standard dafür, was positive Auswirkungen des Tourismus auf Gemeinschaften eigentlich bedeuten und wie sie überprüft werden können“, sagt Planeterra-Präsident Jamie Sweeting. Wenn Tourismus Gemeinschaften tatsächlich zugutekommen solle, müsse die Branche verstehen, was die Menschen vor Ort selbst als positiv definierten. Zugleich brauche es praktische Möglichkeiten, um die Wirkung zu messen.
Fonds unterstützt ehemalige Tourenleiter
G Adventures stellte außerdem den G Values Fund erneut in den Mittelpunkt. Er richtet sich an sogenannte Chief Experience Officers, also die Tourenleiter des Veranstalters, die ihre Tätigkeit unterwegs beenden und ein eigenes Business aufbauen wollen. Der Fonds unterstützt sie dabei mit zinsgünstigen Mikrokrediten.
Anlässlich seines neuen Buches „Communityship: Lessons from the Universe and the Business of Everyone“ kündigte Bruce Poon Tip an, sämtliche Erlöse aus dem Buch neuen Projekten des G Values Fund zur Verfügung zu stellen.
160 Community-Projekte
Planeterra-Präsident Jamie Sweeting bestätigte beim Summit noch einmal den Stand von Project 300. Mit 160 in die Reisen von G Adventures integrierten Community-Tourism-Unternehmen hat das Projekt mehr als die Hälfte seines Ziels von 300 Partnern bis 2030 erreicht.
Reisebüromitarbeiter, Leistungsträger, Medien, Content Creator, Reisende, Branchenvertreter und Mitarbeiter von G Adventures haben an dem Gipfeltreffen teilgenommen.
Während der Veranstaltung kündigte G Adventures mehrere Projekte an: Der Veranstalter erweitert sein im vergangenen Jahr lanciertes Global Ambassador Programme um Judy Kepher Gona, eine Expertin für nachhaltigen Tourismus. Sie ergänzt die bisherigen Botschafter Tony Wheeler, Delfin Pauchi Uhigua und die verstorbene Jane Goodall.
Zudem hat der Anbieter das Booklet „How to Travel Your Heart Out“ sowie die neue Plattform Bazaar vorgestellt.
Der nächste GX Summit findet im September 2027 in Brasilien statt.
Community-Projekte erreichen Zwischenziele
Bei bestehenden Nachhaltigkeitsprojekten meldet G Adventures neue Zwischenstände. Beim gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Planeterra umgesetzten Project 300 sind inzwischen 160 Community-Tourism-Unternehmen in Reisen von G Adventures eingebunden. Bis 2030 sollen es 300 sein. Das Programm „Trees for Days“ hat zudem die Marke von 6,7 Millionen gepflanzten beziehungsweise heranwachsenden Bäumen überschritten.
„G Adventures ging es schon immer darum, Dinge anders und auf unsere eigene Art zu machen“, sagt Veranstaltergründer Bruce Poon Tip. Wenn die weltweite Community zusammenkomme, könne sie Wahrnehmungen verändern, Aufmerksamkeit schaffen und Nachfrage für Destinationen und Gemeinschaften erzeugen, die diese besonders benötigten. GX, so Poon Tip, sei ein „perfektes Beispiel dafür, wie Communityship in der Praxis aussieht“.
Kambodscha sei in den vergangenen Jahren stark von den Herausforderungen im Tourismus betroffen gewesen. „Wir wussten, dass unsere Community hier mehr bewirken kann, als einfach nur Menschen zusammenzubringen“, so Poon Tip. Die Veranstaltung könne Aufmerksamkeit auf das Land lenken, Verbindungen schaffen, lokale Gemeinschaften unterstützen und Menschen zu einer Reise nach Kambodscha anregen.
Gipfeltag in Siem Reap
Den Abschluss bildete am 27. September, dem Welttourismustag der Vereinten Nationen, der World Community Tourism Summit. Zum Programm gehörten Diskussionsrunden, Vorträge und Live-Auftritte. Kambodschas Tourismusminister Huot Hak und der Gouverneur von Siem Reap, Prak Sophoan, begrüßten die Teilnehmer.
G-Adventures-CEO Ben Perlo zog außerdem eine Bilanz der Produktlinie National Geographic Signature with G Adventures, mit der das Unternehmen erstmals in das höherpreisige Reisesegment eingestiegen ist.
Zum Angebot gehören 66 neue Reisen mit mehr als 500 Abfahrten in 48 Destinationen. G Adventures bezeichnete die Einführung als bislang erfolgreichsten Start einer neuen Reiseart des Unternehmens.
Ratgeber für verantwortungsbewusstes Reisen
Mit „How to Travel Your Heart Out“ hat G Adventures einen neuen kompakten Ratgeber vorgelegt. Dieser baut auf den vor zehn Jahren eingeführten Richtlinien des Veranstalters für verantwortungsbewusstes Reisen auf. Themen sind unter anderem der Umgang mit Wildtieren und indigenen Gemeinschaften, verantwortungsbewusstes Fotografieren, soziale Medien sowie die Unterstützung lokaler Wirtschaftskreisläufe.
Der interaktive Leitfaden soll dabei weniger Verbote in den Mittelpunkt stellen, sondern zeigen, welche Entscheidungen Reisende treffen können, um positive Auswirkungen auf Menschen, Gemeinschaften, Tiere und Umwelt zu unterstützen.
Bazaar soll Reisende über gemeinsame Interessen verbinden
Als weitere Entwicklung sieht G Adventures das sogenannte „Micro-Community Travel“. Gemeint sind kleinere Gruppen, deren Mitglieder gemeinsame Interessen, Identitäten oder Leidenschaften verbinden und gemeinsam reisen wollen.
Dafür entwickelt das Unternehmen die digitale Plattform Bazaar, die im Frühjahr 2027 starten soll. Nutzer sollen dort begleitete Reisen nicht nur nach dem Reiseziel auswählen können, sondern auch danach, mit wem sie unterwegs sein und welche Interessen sie mit der Gruppe teilen möchten.
Planeterra entwickelt Kriterien für Community Tourism
Planeterra stellte beim Summit zudem das neue „Community Positive Framework“ vor. Das Modell soll gemeinsam mit Community-Tourism-Unternehmen, internationalen Experten und Reiseunternehmen Kriterien dafür entwickeln, wie sich positive Auswirkungen des Tourismus aus Sicht der betroffenen Gemeinschaften definieren, messen und verbessern lassen.
„Derzeit gibt es keinen weltweit vereinbarten Standard dafür, was positive Auswirkungen des Tourismus auf Gemeinschaften eigentlich bedeuten und wie sie überprüft werden können“, sagt Planeterra-Präsident Jamie Sweeting. Wenn Tourismus Gemeinschaften tatsächlich zugutekommen solle, müsse die Branche verstehen, was die Menschen vor Ort selbst als positiv definierten. Zugleich brauche es praktische Möglichkeiten, um die Wirkung zu messen.
Fonds unterstützt ehemalige Tourenleiter
G Adventures stellte außerdem den G Values Fund erneut in den Mittelpunkt. Er richtet sich an sogenannte Chief Experience Officers, also die Tourenleiter des Veranstalters, die ihre Tätigkeit unterwegs beenden und ein eigenes Business aufbauen wollen. Der Fonds unterstützt sie dabei mit zinsgünstigen Mikrokrediten.
Anlässlich seines neuen Buches „Communityship: Lessons from the Universe and the Business of Everyone“ kündigte Bruce Poon Tip an, sämtliche Erlöse aus dem Buch neuen Projekten des G Values Fund zur Verfügung zu stellen.
160 Community-Projekte
Planeterra-Präsident Jamie Sweeting bestätigte beim Summit noch einmal den Stand von Project 300. Mit 160 in die Reisen von G Adventures integrierten Community-Tourism-Unternehmen hat das Projekt mehr als die Hälfte seines Ziels von 300 Partnern bis 2030 erreicht.

