Übernahme in 202725.09.26, 13:05 Uhr
Condor wird vollständig privat – Attestor zieht Kaufoption
Der Vermögensverwalter Attestor, der seit 2021 Mehrheitseigner von Condor ist, übernimmt die Airline jetzt komplett. Zu seinem bisherigen 51-Propzent-Anteil kommen die 49 Prozent hinzu, die bislang vom Fiskus gehalten wurden.

Der seit 2021 beteiligte Investor Attestor plant die vollständige Übernahme von Condor. Foto: Condor
Condor bekommt einen Alleineigentümer: Der Londoner Vermögensverwalter Attestor will den Ferienflieger vollständig übernehmen. Der bisherige Mehrheitseigner hat seine Kaufoption auf die verbliebenen 49 Prozent der Airline ausgeübt. Diese Anteile halten derzeit die SG Luftfahrtgesellschaft für den Bund und das Land Hessen.
Der Vollzug ist für den 31. August 2027 geplant. Einen Kaufpreis nennt Condor nicht.
Attestor hält bislang 51 Prozent
Der Schritt war bereits beim Einstieg von Attestor vorgesehen. Der Vermögensverwalter hatte im Juli 2021 zunächst 51 Prozent an Condor übernommen und sich zugleich die Option auf die übrigen Anteile gesichert.
Bund und Hessen blieben damals beteiligt. Sie unterstützten die Neuaufstellung der Fluggesellschaft unter anderem durch eine Restrukturierung des KFW-Darlehens. Vorausgegangen waren die Insolvenz der früheren Condor-Mutter Thomas Cook und die Folgen der Corona-Pandemie.
Die letzte Tranche des KFW-Darlehens über 175 Millionen Euro hat Condor Ende März 2026 vorzeitig zurückgezahlt, wie Airline-Chef Peter Gerber erklärt.
Condor baut eigenes Zubringernetz aus
Der Eigentümerwechsel fällt in eine Phase, in der Condor das Geschäftsmodell über den klassischen Urlaubsmarkt hinaus spannt. Die Airline hat ihre Langstreckenflotte erneuert und baut ein eigenes Städtenetz als Zubringer für ihr Frankfurter Drehkreuz auf.
Für Reisebüros und Veranstalter ist dieser Ausbau relevant, da die Umsteiger die Anbindung der Condor-Langstrecken bestimmen. Hintergrund ist auch das Ende der früheren Sondervereinbarung für Lufthansa-Zubringer. Lufthansa-Flüge lassen sich weiterhin über ein reguläres Interlining-Abkommen mit Condor kombinieren.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 steigerte Condor das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern kräftig um 25 Prozent auf 151 Millionen Euro – unterm Strich blieb dennoch ein Minus von 110 Millionen Euro. Die Zahl der Passagiere stieg auf gut 9,6 Millionen.
Der Vollzug ist für den 31. August 2027 geplant. Einen Kaufpreis nennt Condor nicht.
Attestor hält bislang 51 Prozent
Der Schritt war bereits beim Einstieg von Attestor vorgesehen. Der Vermögensverwalter hatte im Juli 2021 zunächst 51 Prozent an Condor übernommen und sich zugleich die Option auf die übrigen Anteile gesichert.
Bund und Hessen blieben damals beteiligt. Sie unterstützten die Neuaufstellung der Fluggesellschaft unter anderem durch eine Restrukturierung des KFW-Darlehens. Vorausgegangen waren die Insolvenz der früheren Condor-Mutter Thomas Cook und die Folgen der Corona-Pandemie.
Die letzte Tranche des KFW-Darlehens über 175 Millionen Euro hat Condor Ende März 2026 vorzeitig zurückgezahlt, wie Airline-Chef Peter Gerber erklärt.
Condor baut eigenes Zubringernetz aus
Der Eigentümerwechsel fällt in eine Phase, in der Condor das Geschäftsmodell über den klassischen Urlaubsmarkt hinaus spannt. Die Airline hat ihre Langstreckenflotte erneuert und baut ein eigenes Städtenetz als Zubringer für ihr Frankfurter Drehkreuz auf.
Für Reisebüros und Veranstalter ist dieser Ausbau relevant, da die Umsteiger die Anbindung der Condor-Langstrecken bestimmen. Hintergrund ist auch das Ende der früheren Sondervereinbarung für Lufthansa-Zubringer. Lufthansa-Flüge lassen sich weiterhin über ein reguläres Interlining-Abkommen mit Condor kombinieren.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 steigerte Condor das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern kräftig um 25 Prozent auf 151 Millionen Euro – unterm Strich blieb dennoch ein Minus von 110 Millionen Euro. Die Zahl der Passagiere stieg auf gut 9,6 Millionen.

