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Neues Joint Venture
24.09.26, 17:12 Uhr

Royal Caribbean baut mit Sandals das Resortgeschäft aus

Mit rund drei Milliarden US-Dollar baut Royal Caribbean das Geschäft an Land aus. Der Kreuzfahrtkonzern steigt bei Sandals ein und gründet mit der Hospitality-Gruppe ein Joint Venture. Gemeinsam wollen die Partner auch neue Möglichkeiten bei Vertrieb und Kundenbindung nutzen.

Adam Stewart, Executive Chairman von Sandals und Beaches Resorts, und Royal-Caribbean-Chef Jason Liberty besiegeln eine wegweisende Partnerschaft. Foto: Royal Caribbean Group
Die US-amerikanische Royal Caribbean Group steigt mit rund drei Milliarden US-Dollar bei der Hospitality-Kette Sandals und Beaches Resorts ein. Beide Konzerne haben eine Vereinbarung über ein gemeinsames Unternehmen im All-inclusive-Segment geschlossen. Der Abschluss der Transaktion ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Royal Caribbean Group übernimmt dafür eine Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts. Der Kaufpreis entspricht etwa dem Zehnfachen des erwarteten operativen Ergebnisses, wie Sandals mitteilt. 

Die Finanzierung hat der Kreuzfahrtkonzern über zugesagte Fremdmittel des Investmentinstituts Morgan Stanley abgesichert. Die Transaktion steht noch unter den üblichen Genehmigungen und Abschlussbedingungen. Royal Caribbean Group erwartet, dass sie bereits im kommenden Jahr positiv zum Ergebnis beiträgt.

Sandals soll schneller expandieren

Mit dem Joint Venture will Royal Caribbean Group sein Geschäft über Kreuzfahrten hinaus stärker auf Resorts ausweiten. Der Konzern beziffert den weltweiten Urlaubsmarkt, in dem er damit stärker vertreten sein will, auf rund zwei Billionen US-Dollar.

Gleichzeitig soll die Partnerschaft die Expansion von Sandals und Beaches Resorts beschleunigen. Bestandteil des Gemeinschaftsunternehmens ist das bestehende Portfolio der beiden All-inclusive-Marken in der Karibik.

Gemeinsame Chancen im Vertrieb

Die Partner wollen zudem Möglichkeiten prüfen, den Vertrieb auszubauen, die Kundenbindung zu vertiefen und Reisenden die Angebote beider Unternehmensgruppen leichter gemeinsam zugänglich zu machen.

Royal Caribbean Group bringt dabei unter anderem die Kreuzfahrtmarken Royal Caribbean, Celebrity Cruises und Silversea, eigene Privatdestinationen sowie das geplante Flusskreuzfahrtangebot von Celebrity Cruises ein. Hinzu kommt das konzernweite Loyalitätsprogramm. Sandals und Beaches steuern ihr All-inclusive-Resortgeschäft in der Karibik bei.

Der Konzern betreibt aktuell 71 Schiffe, die mehr als 1.000 Ziele auf allen sieben Kontinenten anlaufen. Zudem hält Royal Caribbean Group 50 Prozent an TUI Cruises, zu der Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises gehören.

CEO sieht nächsten Schritt für Royal Caribbean

„Seit fast 60 Jahren denken wir immer wieder neu darüber nach, was Urlaub sein kann, und erweitern ständig die Möglichkeiten, wie wir unsere Gäste dazu inspirieren, zu entdecken, Verbindungen aufzubauen und lebenslange Erinnerungen zu schaffen“, sagt Jason Liberty, Chairman und CEO der Royal Caribbean Group.

Der Konzern habe in den vergangenen Jahren eine Urlaubsplattform aufgebaut, die unterschiedliche Reiseangebote miteinander verbinde. „Unsere Partnerschaft mit Sandals und Beaches Resorts ist ein wichtiger nächster Schritt auf diesem Weg“, so Liberty. 

Stewart und Liberty führen gemeinsamen Verwaltungsrat

Das Joint Venture erhält einen Verwaltungsrat unter gemeinsamer Führung von Sandals-Chef Adam Stewart und Jason Liberty. Stewart bleibt als Executive Chairman von Sandals und Beaches Resorts für die langfristige strategische Entwicklung des Unternehmens verantwortlich.

Bestehende Buchungen, Loyalitätsprogramme sowie der Betrieb der Resorts und der Kreuzfahrten laufen unverändert weiter. Die Partnerschaft soll zusätzliche Ressourcen für die weitere Entwicklung bereitstellen.

Sandals und Beaches bauen Resortangebot aus

Sandals Resorts richtet sich ausschließlich an Erwachsene und betreibt Strandresorts auf Jamaika, Antigua, Saint Lucia, den Bahamas, Barbados, Grenada, Curaçao sowie Saint Vincent und den Grenadinen. Zum Angebot gehören unter anderem lokale und internationale Gastronomie, Butler-Service, verschiedene Suitenkategorien und Overwater-Villen.

Beaches Resorts richtet sich an Familien und Mehrgenerationengruppen. Resorts gibt es derzeit in Negril auf Jamaika sowie auf Turks and Caicos. Weitere Anlagen sind auf Exuma auf den Bahamas, auf Barbados, in Runaway Bay auf Jamaika sowie auf Saint Vincent und den Grenadinen geplant.

Zum Angebot gehören Villen mit mehreren Schlafzimmern, Gastronomie- und Unterhaltungsangebote, Wasserparks sowie Kinderprogramme. Dazu zählen auch Angebote für Kinder mit Autismus.