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Hohe Ölpreise
21.09.26, 12:40 Uhr

Nicko Cruises verlängert Treibstoffzuschläge

Acht Euro auf dem Fluss, zehn Euro auf der Vasco da Gama: Nicko Cruises verlängert seine Treibstoffzuschläge. Der Veranstalter verweist auf weiterhin hohe Beschaffungskosten und die Unsicherheit an den Energiemärkten. Die weitere Entwicklung soll regelmäßig überprüft werden.

Veranstalter Nicko Cruises verlängert die im Frühjahr eingeführten Aufschläge für Fluss- und Hochseereisen. Foto: Nicko Cruises
Nicko Cruises verlängert die im Frühjahr eingeführten Treibstoffzuschläge für Hochsee- und Flusskreuzfahrten. Der Veranstalter begründet den Schritt mit weiterhin hohen internationalen Treibstoffpreisen und den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Wann die Zuschläge wieder entfallen könnten, ist offen.

Für Reisen mit der Vasco da Gama hatte Nicko im April einen Zuschlag von zehn Euro pro Person und Nacht eingeführt. Auf Flusskreuzfahrten werden seit Mai acht Euro pro Person und Nacht zusätzlich berechnet. Hintergrund waren bereits damals stark gestiegene Preise für Schiffstreibstoff.

Nicko verweist auf Straße von Hormus

Die internationalen Treibstoffpreise liegen Nicko Cruises zufolge weiterhin deutlich über dem Niveau, das der ursprünglichen Kalkulation der Reisen zugrunde lag. Als Ursache nennt der Veranstalter die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie Einschränkungen und Unsicherheiten auf wichtigen Transport- und Versorgungswegen. Besonders die Situation rund um die Straße von Hormus wirke sich weiterhin auf die internationalen Energiemärkte aus. Zuletzt seien auch die Rohölpreise wieder deutlich gestiegen.

Nicko weist zugleich darauf hin, dass die Reisepreise lange im Voraus kalkuliert würden. Länger anhaltende außergewöhnliche Veränderungen an den Energiemärkten ließen sich dabei nicht vollends berücksichtigen.

Beschaffungskosten reagieren zeitversetzt

Bei Kreuzfahrtschiffen wirkten sich Veränderungen der internationalen Energiepreise zudem nicht unmittelbar auf die tatsächlichen Treibstoffkosten aus. Die benötigten Mengen würden langfristig geplant und über festgelegte Bunkerhäfen sowie Liefervereinbarungen organisiert. Preisänderungen machten sich deshalb je nach Fahrtgebiet und Beschaffung mit Verzögerung bemerkbar.

Da derzeit nicht absehbar sei, wann sich die Treibstoffmärkte nachhaltig entspannen, hält Nicko an den bestehenden Zuschlägen fest und verlängert sie. Der Veranstalter will die Entwicklung weiter beobachten und die Zuschläge regelmäßig prüfen. Bei einer nachhaltigen Veränderung der Marktlage sollen sie entsprechend angepasst werden.