Steigende Ölpreise12.04.26, 13:35 Uhr
Nicko erhebt Treibstoffzuschläge auf Fluss und Hochsee
Aufgrund stark gestiegener Treibstoffpreise führt Nicko Cruises einen Zuschlag von zehn Euro pro Person und Nacht für Reisen mit der Vasco da Gama ein. Auf dem Fluss werden acht Euro ab Mai fällig. Die Mehrkosten, die rein rechnerisch sogar noch höher lägen, resultieren aus der Krise in Nahost.

Nicko Cruises erhebt für Reisen mit der Vasco da Gama einen Zuschlag von 10 Euro pro Person und Nacht. Grund sind stark gestiegene Preise für Schiffstreibstoff. Foto: Nicko Cruises
Kreuzfahrtveranstalter Nicko Cruises erhebt für Hochseereisen mit der Vasco da Gama künftig einen Treibstoffzuschlag. Hintergrund sind stark gestiegene Treibstoffpreise infolge der geopolitischen Lage im Nahen Osten und der Blockade der Passage von Hormus. Flussreisen von Nicko sind ebenfalls betroffen.
Der Zuschlag wird für jede Reise berechnet und in der Rechnung ausgewiesen.
Chartermodell erhöht Kostendruck
Für Seereisen mit der Vasco da Gama fällt ein Zuschlag von zehn Euro pro Person und Nacht an. Das Schiff wird im Vollcharter betrieben. Damit trägt der Nicko das wirtschaftliche Risiko für die gesamte Saison. Die Partner-Reederei verlange zusätzliche Treibstoffzuschläge für jede Reise. Einen Teil dieser Mehrkosten gibt der Stuttgarter Anbieter nun gemäß seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen an die Gäste weiter.
Die Flussschiffe werden ebenfalls im Vollcharter betrieben. Für alle Flusskreuzfahrten ab dem 1. Mai 2026 berechnet Nicko einen Treibstoffzuschlag von acht Euro pro Person und Nacht.
Deutlicher Preisanstieg bei Schiffstreibstoff
Grundlage der Berechnung ist der Preis für Marine Gas Oil. Der durchschnittliche Verbrauch der Vasco da Gama liege zwischen Ende März und dem Beginn der Weltreise am 3. November 2026 bei rund 33 Tonnen pro Tag.
Vor Beginn der geopolitischen Spannungen habe der Spritpreis bei etwa 720 US-Dollar pro Tonne gelegen. Bei der Erstellung des Kataloges und der ursprünglichen Kalkulierung der Reisepreise sei man sogar „noch von einem zum damaligen Zeitpunkt niedrigeren Bezugspreis von unter 700 USD pro Tonne“ ausgegangen, teilt der Veranstalter auf seiner Website mit.
So berechnet sich der Zuschlag
Am 7. April habe der Preis nun rund 1.500 US-Dollar pro Tonne erreicht. Das entspricht Mehrkosten von etwa 800 US-Dollar je Tonne. Bei einem täglichen Verbrauch von 33 Tonnen belaufen sich die Zusatzkosten so auf rund 26.400 US-Dollar, gut 22.600 Euro je nach Wechselkurs.
Die Vasco da Gama bietet Platz für 1.000 Passagieren. Bei voller Auslastung ergibt sich daraus eine rechnerische Mehrbelastung von rund 10,74 Euro pro Person und Tag, womit der jetzt erhobene Zuschlag von 10 Euro pro Nacht immer noch unterhalb der tatsächlichen Kostensteigerung liegt.
Für die Flusskreuzfahrten hat Nicko Cruises die gestiegenen Treibstoffkosten auf alle Reisen und Gäste umgelegt. Daraus ergebe sich eine durchschnittliche Teuerung von 8,50 Euro pro Person und Nacht, die für den fälligen Zuschlag von Nicko auf acht Euro abgerundet wurde.
Die weitere Entwicklung der Treibstoffpreise sei derzeit nicht absehbar.
Der Zuschlag wird für jede Reise berechnet und in der Rechnung ausgewiesen.
Chartermodell erhöht Kostendruck
Für Seereisen mit der Vasco da Gama fällt ein Zuschlag von zehn Euro pro Person und Nacht an. Das Schiff wird im Vollcharter betrieben. Damit trägt der Nicko das wirtschaftliche Risiko für die gesamte Saison. Die Partner-Reederei verlange zusätzliche Treibstoffzuschläge für jede Reise. Einen Teil dieser Mehrkosten gibt der Stuttgarter Anbieter nun gemäß seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen an die Gäste weiter.
Die Flussschiffe werden ebenfalls im Vollcharter betrieben. Für alle Flusskreuzfahrten ab dem 1. Mai 2026 berechnet Nicko einen Treibstoffzuschlag von acht Euro pro Person und Nacht.
Deutlicher Preisanstieg bei Schiffstreibstoff
Grundlage der Berechnung ist der Preis für Marine Gas Oil. Der durchschnittliche Verbrauch der Vasco da Gama liege zwischen Ende März und dem Beginn der Weltreise am 3. November 2026 bei rund 33 Tonnen pro Tag.
Vor Beginn der geopolitischen Spannungen habe der Spritpreis bei etwa 720 US-Dollar pro Tonne gelegen. Bei der Erstellung des Kataloges und der ursprünglichen Kalkulierung der Reisepreise sei man sogar „noch von einem zum damaligen Zeitpunkt niedrigeren Bezugspreis von unter 700 USD pro Tonne“ ausgegangen, teilt der Veranstalter auf seiner Website mit.
So berechnet sich der Zuschlag
Am 7. April habe der Preis nun rund 1.500 US-Dollar pro Tonne erreicht. Das entspricht Mehrkosten von etwa 800 US-Dollar je Tonne. Bei einem täglichen Verbrauch von 33 Tonnen belaufen sich die Zusatzkosten so auf rund 26.400 US-Dollar, gut 22.600 Euro je nach Wechselkurs.
Die Vasco da Gama bietet Platz für 1.000 Passagieren. Bei voller Auslastung ergibt sich daraus eine rechnerische Mehrbelastung von rund 10,74 Euro pro Person und Tag, womit der jetzt erhobene Zuschlag von 10 Euro pro Nacht immer noch unterhalb der tatsächlichen Kostensteigerung liegt.
Für die Flusskreuzfahrten hat Nicko Cruises die gestiegenen Treibstoffkosten auf alle Reisen und Gäste umgelegt. Daraus ergebe sich eine durchschnittliche Teuerung von 8,50 Euro pro Person und Nacht, die für den fälligen Zuschlag von Nicko auf acht Euro abgerundet wurde.
Die weitere Entwicklung der Treibstoffpreise sei derzeit nicht absehbar.

