Gesetzespaket aus Brüssel11.09.26, 14:56 Uhr
DRV fordert beim Passenger Package klare Haftungsgrenzen
Brüssel arbeitet an neuen Regeln für multimodale Buchungen, Bahntickets und Fahrgastrechte. Der DRV unterstützt die Ziele des Passenger Package, warnt aber vor zusätzlichen Risiken für Reisebüros und Veranstalter. Diese dürften nicht für Fehler der Leistungsträger haften.

DRV-Präsident Albin Loidl mit dem Berichterstatter für das Passenger Mobility Package, Jan-Christoph Oetjen, MdEP beim Politikfrühstück von DRV und ECTAA. Foto: ECTAA
Das politische Brüssel arbeitet an neuen Regeln für grenzüberschreitende Reisen, die unter anderem multimodale Buchungen, Bahntickets und Fahrgastrechte betreffen. Dabei geht es auch um die Frage, wer haftet, wenn Informationen falsch sind, Verbindungen ausfallen oder einzelne Verkehrsleistungen nicht wie geplant erbracht werden.
Vor diesem Hintergrund warnt der Deutsche Reiseverband (DRV) davor, solche Risiken pauschal auf Reisevermittler und Veranstalter zu übertragen.
Die Europäische Kommission will mit dem sogenannten EU Passenger Package grenzüberschreitende Reisen einfacher buchbar, transparenter und besser vergleichbar machen. Diese Ziele unterstützt der DRV – fordert im laufenden Gesetzgebungsverfahren aber eine klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten und möglichst geringe zusätzliche Haftungsrisiken.
„Eine pauschale Haftung von Reisebüros und anderen Vermittlern für Leistungen, Entscheidungen oder Versäumnisse der Beförderungsunternehmen wäre unverhältnismäßig. Verantwortung muss dort liegen, wo die jeweilige Leistung erbracht und kontrolliert wird“, sagte DRV-Präsident Albin Loidl.
DRV warnt vor pauschaler Vermittlerhaftung
Der DRV fordert, die neuen Regeln fair, praxistauglich und rechtssicher zu gestalten. Sie sollen aus Sicht des Verbandes den Wettbewerb im Vertrieb fördern, ohne bestehende Vertriebsmodelle oder Pauschalreisen unangemessen einzubeziehen oder zu benachteiligen.
„Reisevermittler und Veranstalter dürfen nicht für Fehler oder Ausfälle haften, die außerhalb ihres Einflussbereichs liegen“, betonte Loidl. „Wer eine Leistung erbringt oder eine Information bereitstellt, muss dafür Verantwortung übernehmen. Eine Verlagerung zusätzlicher Risiken auf unabhängige Vermittler würde den Wettbewerb bremsen – und damit letztlich auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern schaden.“
Das Passenger Package umfasst drei miteinander verbundene Gesetzgebungsvorschläge. Sie betreffen multimodale Buchungen, das Bahnticketing sowie Fahrgastrechte bei durchgehenden beziehungsweise kombinierten Fahrkarten.
Zu dem politischen Frühstück hatte der DRV gemeinsam mit seinem europäischen Dachverband ECTAA, der Travel Agents’ and Tour Operators’ Association, eingeladen. An dem Austausch nahmen der Berichterstatter für das Passenger Mobility Package, der Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen, sowie Vertreter des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission teil.
Gespräche mit Abgeordneten in Brüssel
Bereits am Vortag hatten Loidl, DRV-Hauptgeschäftsführer Achim Wehrmann und der für Europapolitik zuständige Bereichsleiter Jan Jacobs Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments geführt. Dabei warb der Verband für einen ausgewogenen Verbraucherschutz und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.
Zu den Gesprächspartnern gehörten unter anderem die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, und Elissavet Vozemberg-Vrionidi, Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Tourismus (TRAN). Themen waren aktuelle Herausforderungen für die Reisewirtschaft sowie die Ausgestaltung europäischer Regulierung.
„Verbraucherschutz ist wichtig, darf aber nicht zu unverhältnismäßigen Belastungen der Reiseunternehmen führen", sagte Loidl.
Darüber hinaus setzt sich der DRV für einfachere, schnellere und unkompliziertere Visaverfahren ein. Das gelte insbesondere auch für Geschäftsreisen nach Europa.
Vor diesem Hintergrund warnt der Deutsche Reiseverband (DRV) davor, solche Risiken pauschal auf Reisevermittler und Veranstalter zu übertragen.
Die Europäische Kommission will mit dem sogenannten EU Passenger Package grenzüberschreitende Reisen einfacher buchbar, transparenter und besser vergleichbar machen. Diese Ziele unterstützt der DRV – fordert im laufenden Gesetzgebungsverfahren aber eine klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten und möglichst geringe zusätzliche Haftungsrisiken.
„Eine pauschale Haftung von Reisebüros und anderen Vermittlern für Leistungen, Entscheidungen oder Versäumnisse der Beförderungsunternehmen wäre unverhältnismäßig. Verantwortung muss dort liegen, wo die jeweilige Leistung erbracht und kontrolliert wird“, sagte DRV-Präsident Albin Loidl.
DRV warnt vor pauschaler Vermittlerhaftung
Der DRV fordert, die neuen Regeln fair, praxistauglich und rechtssicher zu gestalten. Sie sollen aus Sicht des Verbandes den Wettbewerb im Vertrieb fördern, ohne bestehende Vertriebsmodelle oder Pauschalreisen unangemessen einzubeziehen oder zu benachteiligen.
„Reisevermittler und Veranstalter dürfen nicht für Fehler oder Ausfälle haften, die außerhalb ihres Einflussbereichs liegen“, betonte Loidl. „Wer eine Leistung erbringt oder eine Information bereitstellt, muss dafür Verantwortung übernehmen. Eine Verlagerung zusätzlicher Risiken auf unabhängige Vermittler würde den Wettbewerb bremsen – und damit letztlich auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern schaden.“
Das Passenger Package umfasst drei miteinander verbundene Gesetzgebungsvorschläge. Sie betreffen multimodale Buchungen, das Bahnticketing sowie Fahrgastrechte bei durchgehenden beziehungsweise kombinierten Fahrkarten.
Zu dem politischen Frühstück hatte der DRV gemeinsam mit seinem europäischen Dachverband ECTAA, der Travel Agents’ and Tour Operators’ Association, eingeladen. An dem Austausch nahmen der Berichterstatter für das Passenger Mobility Package, der Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen, sowie Vertreter des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission teil.
Gespräche mit Abgeordneten in Brüssel
Bereits am Vortag hatten Loidl, DRV-Hauptgeschäftsführer Achim Wehrmann und der für Europapolitik zuständige Bereichsleiter Jan Jacobs Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments geführt. Dabei warb der Verband für einen ausgewogenen Verbraucherschutz und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.
Zu den Gesprächspartnern gehörten unter anderem die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, und Elissavet Vozemberg-Vrionidi, Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Tourismus (TRAN). Themen waren aktuelle Herausforderungen für die Reisewirtschaft sowie die Ausgestaltung europäischer Regulierung.
„Verbraucherschutz ist wichtig, darf aber nicht zu unverhältnismäßigen Belastungen der Reiseunternehmen führen", sagte Loidl.
Darüber hinaus setzt sich der DRV für einfachere, schnellere und unkompliziertere Visaverfahren ein. Das gelte insbesondere auch für Geschäftsreisen nach Europa.

