Oceania Cruises trennt sich von der Sirena
Die US-Reederei treibt den Umbau ihrer Flotte voran und veräußert die Sirena. Für Vertriebspartner und Gäste ändert sich zunächst nichts: Das R-Klasse-Schiff bleibt bis Frühjahr 2028 im Einsatz. Der Verkauf fügt sich ein in die langfristige Modernisierungsoffensive von Oceania Cruises.

Die Oceania-Mutter Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) trennt sich von der Oceania Sirena. Wie aus dem zweiten Quartalsbericht des Kreuzfahrtkonzerns hervorgeht, wurde im Juli eine entsprechende Verkaufsvereinbarung für das Schiff unterzeichnet.
Der Name des Käufers wird in dem Bericht nicht offengelegt.
Weiterbetrieb bis Frühjahr 2028
Für Gäste und Vertriebspartner ändert sich zunächst nichts: Die Sirena bleibt bis zum Frühjahr 2028 im Einsatz.
Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet. Im Anschluss soll die Sirena im Rahmen eines Chartervertrags bis zum Frühjahr 2028 weiter für Oceania Cruises fahren. Bereits gebuchte Reisen könnten damit planmäßig stattfinden.
Die Sirena gehört zur sogenannten R-Klasse und bietet Platz für 684 Gäste. Das Schiff wurde 1999 bei Chantiers de l’Atlantique gebaut. Infolge der Insolvenz der ursprünglichen Reederei wechselte es 2002 als Ocean Princess zu Princess Cruises. Seit 2016 fährt das Schiff unter dem Namen Sirena für Oceania Cruises.
Oceania auf Luxuskurs
Der Verkauf kann als Teil der Strategie von NCLH-Chef John Chidsey gelten, die Flotte von Oceania Cruises zu vereinfachen und die Premiummarke weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Brand stärker in Richtung Luxus auszurichten und die Flotte schrittweise zu modernisieren. Derzeit betreibt Oceania Cruises noch vier Schiffe der R-Klasse: Insignia, Regatta, Sirena und Nautica.
Mit der Nautica hat Oceania Cruises die Neuausrichtung bereits konkret eingeleitet. Das Schiff wird im Rahmen des Modernisierungsprogramms „Oceania Next“ vollständig umgebaut und soll Ende 2027 als Oceania Aurelia wieder in Dienst gehen. Geplant ist ein deutlich exklusiveres Konzept mit weniger als 500 Gästen, einem höheren Suitenanteil, neuen Restaurant- und Barkonzepten sowie erweiterten Wellness-, Kultur- und Freizeitangeboten.
Die US-Reederei bewirbt die Aurelia gezielt als „Schiff für Weltentdecker“ und richtet das Produkt auf längere Grand Voyages und Weltreisen aus.
Weitere Modernisierung der Flotte
Im Rahmen des Refit-Programms geht im Oktober auch die Oceania Marina für umfangreiche Arbeiten ins Trockendock. Neue Kabinen und Suiten, modernisierte Restaurants und Lounges sowie weitere Produktverbesserungen sollen die Luxusbestrebungen der Reederei noch mal unterstreichen.
Parallel investiert Norwegian Cruise Line Holdings konzernweit in neue Schiffe. Bis 2037 sollen über die Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises insgesamt 16 Neubauten mit rund 43.000 zusätzlichen Betten zur Flotte stoßen.

