Risiken und Rechtslage03.08.26, 14:00 Uhr
Hitze und Waldbrände verändern das Reiseverhalten
Extreme Hitze und Waldbrände prägen auch diesen Reisesommer. Holidaycheck und der Travel-Risk-Experte A3M geben Tipps für die Reiseplanung und ordnen die Rechtslage bei Naturereignissen ein. Eine Studie diesbezüglich zeigt: Für 80 Prozent der Deutschen spielt Sicherheit eine zunehmend wichtige Rolle.

Ob Städtereise oder Badeurlaub: Hohe Temperaturen und lang anhaltende Hitzewellen wirken sich auf die Reiseplanung aus. Experten empfehlen, die eigene Hitzebelastbarkeit realistisch einzuschätzen. Foto: iStock/Nikada
Extreme Hitze, Waldbrände und andere Wetterextreme beschäftigen Urlauber in diesem Sommer. Eine Studie des Bewertungsportals Holidaycheck zeigt, dass für 80 Prozent der Deutschen die Sicherheit vor Naturkatastrophen bei der Reiseplanung wichtig ist. Gemeinsam mit dem Krisenmonitorings-Dienstleister A3M gibt Holidaycheck Tipps für die Reiseplanung und ordnet die rechtliche Lage bei Naturereignissen ein.
Brände im Mittelmeerraum
Hitzeperioden und Waldbrände treten im Hochsommer nach Beobachtung von A3M zunehmend auf – vor allem im Mittelmeerraum. „Wir beobachten in den letzten Jahren in der Tat, dass es im Hochsommer vermehrt zu Bränden und Hitzeperioden vor allem im Mittelmeerraum kommt“, sagt Samed Kizgin, Chief Content Officer von A3M. Das solle Urlauber jedoch nicht grundsätzlich davon abhalten, auch in den Monaten Juli und August zu verreisen. „Sie sollten sich bei ihrer Planung zumindest dessen bewusst sein. Im Früh- und Spätsommer nimmt das Risiko naturgemäß ab.“
Brände im Mittelmeerraum
Hitzeperioden und Waldbrände treten im Hochsommer nach Beobachtung von A3M zunehmend auf – vor allem im Mittelmeerraum. „Wir beobachten in den letzten Jahren in der Tat, dass es im Hochsommer vermehrt zu Bränden und Hitzeperioden vor allem im Mittelmeerraum kommt“, sagt Samed Kizgin, Chief Content Officer von A3M. Das solle Urlauber jedoch nicht grundsätzlich davon abhalten, auch in den Monaten Juli und August zu verreisen. „Sie sollten sich bei ihrer Planung zumindest dessen bewusst sein. Im Früh- und Spätsommer nimmt das Risiko naturgemäß ab.“

Die aktuelle Risikokarte von A3M zeigt eine Häufung von Waldbränden im Mittelmeerraum. Besonders viele Brandherde verzeichnet der Krisenfrühwarnspezialist derzeit in Spanien und Südfrankreich. Grafik: A3M Global Monitoring
Eine Auswertung von A3M zeigt zudem, dass Hitzewellen, Dürre und Waldbrände zuletzt auch Nord- und Mitteleuropa sowie Großbritannien betroffen haben. Die aktuelle Waldbrandkarte weist jedoch die größte Konzentration von Bränden in Südfrankreich und Spanien aus.
Sicherheit gewinnt bei der Urlaubsplanung an Bedeutung
Die repräsentative Holidaycheck-Studie zum Reisen im Klimawandel zeigt, dass 80 Prozent der Deutschen die Sicherheit vor Naturkatastrophen und 79 Prozent die Sicherheit vor extremen Wetterereignissen bei der Reiseplanung als wichtig ansehen. Mehr als die Hälfte der Befragten würde Reiseziele meiden, die zuletzt von extremen Wetterereignissen betroffen waren, oder bestimmte Sommermonate wegen großer Hitze und Waldbrandgefahr ausschließen.
„Reisende sollten sich bewusst damit auseinandersetzen, wie viel Hitze sie im Urlaub vertragen – denn ab bestimmten Temperaturen ist körperliche Aktivität schlichtweg nicht mehr ratsam“, sagt Unternehmenssprecherin Nina Hammer.
Medizinische Notfälle seien zwar selten. „Doch bei extremen Wetterlagen bietet eine Pauschalreise ein wichtiges Sicherheitsnetz: Der Veranstalter kümmert sich im Ernstfall um die Rückreise“, so Hammer. Eine Erstattung des Reisepreises sei in solchen Fällen allerdings nicht vorgesehen.
Tipps für Reisen bei extremer Hitze
A3M und Holidaycheck empfehlen Reisenden, sich vor der Abreise über die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie über Informationen des Reiseveranstalters zu informieren. Auch Erfahrungsberichte anderer Urlauber können helfen, die Lage am Reiseziel besser einzuschätzen.
Zudem raten die Anbieter dazu, Warnsignale wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit ernst zu nehmen und sich bei Beschwerden sofort aus der Sonne zu begeben, den Körper zu kühlen und ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.
Empfohlen werden außerdem Pauschalreisen sowie flexible Tarife und ein passender Reiseschutz. Bei Naturereignissen bieten Veranstalter häufig Unterstützung durch Umbuchungen, Ersatzunterkünfte oder Rücktransporte.
Das müssen Reisende wissen
Sicherheit gewinnt bei der Urlaubsplanung an Bedeutung
Die repräsentative Holidaycheck-Studie zum Reisen im Klimawandel zeigt, dass 80 Prozent der Deutschen die Sicherheit vor Naturkatastrophen und 79 Prozent die Sicherheit vor extremen Wetterereignissen bei der Reiseplanung als wichtig ansehen. Mehr als die Hälfte der Befragten würde Reiseziele meiden, die zuletzt von extremen Wetterereignissen betroffen waren, oder bestimmte Sommermonate wegen großer Hitze und Waldbrandgefahr ausschließen.
„Reisende sollten sich bewusst damit auseinandersetzen, wie viel Hitze sie im Urlaub vertragen – denn ab bestimmten Temperaturen ist körperliche Aktivität schlichtweg nicht mehr ratsam“, sagt Unternehmenssprecherin Nina Hammer.
Medizinische Notfälle seien zwar selten. „Doch bei extremen Wetterlagen bietet eine Pauschalreise ein wichtiges Sicherheitsnetz: Der Veranstalter kümmert sich im Ernstfall um die Rückreise“, so Hammer. Eine Erstattung des Reisepreises sei in solchen Fällen allerdings nicht vorgesehen.
Tipps für Reisen bei extremer Hitze
A3M und Holidaycheck empfehlen Reisenden, sich vor der Abreise über die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie über Informationen des Reiseveranstalters zu informieren. Auch Erfahrungsberichte anderer Urlauber können helfen, die Lage am Reiseziel besser einzuschätzen.
Zudem raten die Anbieter dazu, Warnsignale wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit ernst zu nehmen und sich bei Beschwerden sofort aus der Sonne zu begeben, den Körper zu kühlen und ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.
Empfohlen werden außerdem Pauschalreisen sowie flexible Tarife und ein passender Reiseschutz. Bei Naturereignissen bieten Veranstalter häufig Unterstützung durch Umbuchungen, Ersatzunterkünfte oder Rücktransporte.
Das müssen Reisende wissen
- Allein hohe Temperaturen berechtigen in der Regel nicht zu einer kostenfreien Stornierung einer Pauschalreise. Anders kann die Situation sein, wenn die Hitze erhebliche Beeinträchtigungen verursacht, etwa durch anhaltende Stromausfälle oder ausgefallene Klimaanlagen. In solchen Fällen kann unter Umständen eine Reisepreisminderung möglich sein.
- Bedrohen Waldbrände unmittelbar den Urlaubsort oder die Unterkunft und beeinträchtigen die Reise erheblich, kann dies eine kostenfreie Stornierung rechtfertigen. Eine bloße Befürchtung reicht dafür nicht aus.
- Auch akute Überschwemmungen am Urlaubsort können eine kostenfreie Stornierung ermöglichen, wenn die Reise dadurch erheblich beeinträchtigt wird. Dürre oder Wassermangel gelten dagegen meist nicht als außergewöhnlicher Umstand. Einschränkungen wie leere Pools oder Wasserknappheit können jedoch als Reisemangel gelten und unter Umständen eine Preisminderung begründen.
- Eine Reiserücktrittsversicherung greift nach Angaben von Holidaycheck in der Regel nicht bei extremen Wetterlagen. Sie leistet üblicherweise nur bei den in den Versicherungsbedingungen genannten Gründen, etwa einer unerwarteten schweren Erkrankung. Angst vor Naturkatastrophen oder eine hohe Hitzeempfindlichkeit sind normalerweise nicht versichert.

