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Treffen in Berlin
28.06.26, 12:08 Uhr

DRV sucht Schulterschluss mit EU-Kommissar

Wie soll Europas Tourismuspolitik künftig aussehen? Darüber hat der DRV mit EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas beraten. Im Mittelpunkt standen Wettbewerbsfähigkeit, Verbraucherschutz und die Rolle von Reiseveranstaltern und Reisebüros in der künftigen EU-Strategie.

Von links: DRV-Präsident Albin Loidl, EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas, DRV-Hauptgeschäftsführer Achim Wehrmann, DRV-Leiter Politik Volker Adams. Foto: DRV/Marcel Kautz
Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat mit EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas über die künftige Tourismusstrategie der Europäischen Union gesprochen. Bei dem Treffen in Berlin standen die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Tourismus, faire Rahmenbedingungen und die Ausgestaltung der künftigen EU-Tourismuspolitik im Mittelpunkt.

An dem Gespräch nahmen DRV-Präsident Albin Loidl, Hauptgeschäftsführer Achim Wehrmann und Politikchef Volker Adams teil. Der Verband brachte dabei die Positionen der deutschen Reisewirtschaft in die laufenden Überlegungen zur europäischen Tourismusstrategie ein.

Veranstalter und Reisebüros als Stabilitätsfaktor

Ein Schwerpunkt des Austauschs war die Bedeutung der organisierten Reise für den europäischen Tourismusmarkt. Der DRV hob die Rolle von Reiseveranstaltern und Reisebüros für Qualitätsstandards und den Verbraucherschutz hervor.

„Reiseveranstalter und Reisebüros sind ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für den europäischen Tourismus. Sie schaffen Sicherheit und Verlässlichkeit für Millionen Reisende. Unser Ziel sind politische Rahmenbedingungen, die Verbraucherschutz und Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen stärken“, sagte DRV-Präsident Albin Loidl.

Der Verband machte zudem deutlich, dass sich wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Verbraucherschutz aus seiner Sicht nicht ausschließen. Beide müssten die Grundlage einer zukunftsfähigen europäischen Tourismuspolitik bilden. Der DRV sprach sich dafür aus, die organisierte Reisewirtschaft stärker in die Ausarbeitung der künftigen EU-Tourismusstrategie einzubeziehen.

Reisen als Beitrag zur europäischen Integration

Im Gespräch ging es außerdem um die gesellschaftliche Bedeutung des Reisens. Der DRV sieht den Tourismus als wichtigen Beitrag zum interkulturellen Austausch und zum Zusammenhalt in Europa.

„Reisen schafft Vertrauen, Verständnis und Zusammenhalt. Tourismus ist damit nicht nur ein bedeutender Wirtschaftszweig, sondern eines der wirksamsten Instrumente europäischer Integration. Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen ist das wichtiger denn je“, sagte Loidl.

Der Verband kündigte an, den Austausch mit den europäischen Institutionen fortzusetzen und sich weiterhin für verlässliche, praxistaugliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Reisewirtschaft einzusetzen.