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Themenwelten statt Routen
10.06.26, 05:29 Uhr

Costa will Kreuzfahrten emotionaler erzählen

Nicht mehr das Reiseziel allein soll künftig den Ausschlag geben, sondern das Reiseerlebnis. Costa entwickelt seine „Sea & Land Wonder Platform“ weiter und verwandelt klassische Kreuzfahrtrouten in Themenwelten. Geplant sind neue Konzepte im Mittelmeer, in Nordeuropa, auf den Kanaren und in der Karibik.

Costa setzt künftig stärker auf Emotionen statt Geografie. Ab 2027 werden Kreuzfahrten nicht mehr nur nach Regionen benannt, sondern nach Erlebnissen und Stimmungen. Foto: Costa
Die Reederei Costa Kreuzfahrten entwickelt ihr Routenkonzept weiter und will Kreuzfahrten künftig stärker über Erlebnisse, Stimmungen und besondere Momente definieren. Ab Sommer 2027 erhalten die Reisen eigene thematische Identitäten. Im Fokus stehen dabei nicht mehr allein die angelaufenen Häfen, sondern die Verbindung von Erlebnissen an Land und auf See.

Erlebnisse statt Destinationen

Mit der Weiterentwicklung der „Sea & Land Wonder Platform“ baut Costa ein Konzept aus, das die Reederei 2024 eingeführt hat. Die Zeit auf See soll dabei als eigenständiger Bestandteil der Reise wahrgenommen werden und nicht nur als Verbindung zwischen den Reisezielen.

„Als wir die ‚Sea & Land Wonder Platform' 2024 eingeführt haben, war unser Ziel klar: Staunen sollte jeden Moment der Reise prägen – an Land wie auf See“, erklärt Costa-CCO Francesco Muglia. Künftig, so Muglia weiter, „steht nicht mehr die Frage im Mittelpunkt, wohin man reist, sondern was man erleben möchte.“

Auch Vertriebsmanager Luigi Stefanelli sieht darin einen grundlegenden Wandel. Mit dem neuen Routenkonzepten wolle man „Costas Innovationskraft in der Branche“ unterstreichen.

Neue Themenreisen ab Sommer 2027

Ab Sommer 2027 werden die Kreuzfahrten demnach nicht mehr ausschließlich nach geografischen Kriterien benannt. Jede Route erhält eine eigene Identität und soll bestimmte Landschaften, Kulturen oder Stimmungen in den Mittelpunkt stellen.

Die Route „Dolce Vita“ an Bord der Costa Fascinosa widmet sich beispielsweise dem italienischen Lebensgefühl. Zu den Stationen gehören unter anderem Taormina und die Gewässer vor Stromboli. Seit Mai 2026 wirbt Costa zudem mit Giovanni Zarrella als Gesicht einer TV-Kampagne rund um die Sea Destinations und „La Bella Vita“.

Die Fascinosa kreuzt zudem auf der thematischen Route „Golden Islands“, die Mallorca, Formentera und Sardinien verbindet. Die Reise „Blue Islands“ auf der Serena führt im östlichen Mittelmeer unter anderem nach Mykonos, Kefalonia und zum Kap Sounion.

Weitere Themenrouten tragen Namen wie „Lights of the Mediterranean“, „Sea of Lights“, „Aegean Icons“, „Aegean Islands“, „Adriatic & Cyclades“, „Seaside Dreams“ und „Nordic Souls“. Sie führen ebenso durchs Mittelmeer sowie nach Nordeuropa mit Stationen unter anderem in Kopenhagen, Bergen, Stavanger und am Geirangerfjord.

Sonnenfinsternis-Kreuzfahrt kehrt zurück

Nach der ausverkauften Reise im Jahr 2026 bietet Costa auch im August 2027 wieder eine Kreuzfahrt zur totalen Sonnenfinsternis an Bord der Fascinosa an.

Schon in der laufenden Sommersaison setzt Costa auf besondere Erlebnisse auf See. Dazu gehören Sonnenuntergänge vor Capri, musikalisch begleitete Passagen entlang der Calanques sowie spezielle Erlebnisse in den Fjorden Nordeuropas. Ergänzt werden diese Angebote durch Landausflüge und Erlebnisse, die bekannte Destinationen aus neuen Perspektiven zeigen sollen.

„Der Sommer 2026 markiert die volle Reife unseres ‚Sea-&-Land'-Ansatzes“, so Luigi Stefanelli. Das Programm Sea Destinations entwickele sich „zunehmend zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl einer Reise von Costa“. Nicht zuletzt verbindet die Reederei damit das Ziel, „jedem Reisestilen gerecht zu werden“, so Stefanelli.

Smeralda mit Kanaren-Premiere

Auch für den Winter 2026/2027 erweitert Costa das Angebot. Erstmals wird die Costa Smeralda auf Kanaren-Kreuzfahrten eingesetzt. Die einwöchigen Reisen verbinden die Inselgruppe mit Madeira.

Zu den geplanten Sea Destinations zählt der „Canary Sea Darkest Spot“, ein Bereich im Atlantik mit besonders dunkem Nachthimmel, der sich für Sternenbeobachtungen eignet.

Ähnliche Konzepte sollen auch auf Winterrouten in der Karibik mit der Fascinosa und der Favolosa umgesetzt werden. Die Toscana bleibt im westlichen Mittelmeer im Einsatz. Ab März 2027 soll dort der „Balearic Sea Darkest Spot“ besondere Nachterlebnisse auf See ermöglichen.