Vertriebsklima-Index25.05.26, 13:35 Uhr
Stimmung am Counter erreicht neuen Tiefpunkt
Der touristische Vertriebsklima-Index verharrt auf dem niedrigsten Niveau seit Frühjahr 2021. Besonders die anhaltende Verunsicherung infolge der Nahostkrise belastet den Reisevertrieb. Mehr als zwei Drittel der Reisebüros erwarten weiterhin sinkende Erträge – eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Der touristische Vertriebsklima-Index bleibt im Mai auf Krisenniveau. Foto: iStock/MicroStockHub
Der touristische Vertriebsklima-Index gibt im Mai erneut leicht nach. Das monatliche Stimmungsbarometer fällt auf 74 Punkte – nach bereits enorm schwachen 74,8 Punkten im April. Damit bewegt sich die Stimmung im Reisevertrieb weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit dem Corona-Frühjahr 2021. Der Abstand zum absoluten Pandemie-Tief (Oktober 2020: 66 Punkte) beträgt nunmehr bloß noch acht Zähler.
Der anhaltende Abschwung spiegelt die fortgesetzte Verunsicherung wider, die seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten den touristischen Vertrieb belastet.
Lagebewertung auf neuem Tief
Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verschlechtert sich im Mai erneut. Der Lageindex sinkt von 76,2 auf 73,7 Punkte.
Nur noch 8,7 Prozent der befragten Reisebüros bewerten ihre aktuelle Lage als gut – im April waren es immerhin noch 13 Prozent. Gleichzeitig bleibt der Anteil negativer Bewertungen auf hohem Niveau: 54 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage, nach 53 Prozent im Vormonat. Der Anteil derjenigen, die ihre Lage als befriedigend einschätzen, sinkt weiter – von 33 auf 38 Prozent.
Rückläufige Nachfrage dominiert
Das Bild bei der Nachfrageentwicklung bleibt düster. 83,5 Prozent der Reisebüros berichten von gesunkenen Verkaufszahlen in den vergangenen zwei bis drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr – im April lag dieser Anteil noch bei 72 Prozent.
Nur noch vier Prozent der Befragten melden gestiegene Umsätze, nach bereits dünnen 6,7 Prozent im Vormonat. Der Anteil derer, die ihre Umsatzentwicklung als stabil einschätzen, sinkt drastisch von 21 auf 12,4 Prozent. Damit ist die rückläufige Nachfrage inzwischen das klar dominierende Bild im deutschen Reisevertrieb.
Erwartungen kaum erholt
Auch der Blick nach vorn fällt weiterhin trüb aus. Der Erwartungsindex steigt minimal von 73,5 auf 74,4 Punkte – eine echte Trendwende ist daraus nicht abzulesen.
Nur siebeneinhalb Prozent der Befragten rechnen mit steigender Nachfrage in den kommenden sechs Monaten – im April waren es 3,7 Prozent. Dagegen erwarten 67,2 Prozent sinkende Nachfrage, nahezu identisch zum Vormonat (67,3 Prozent). 25,3 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus, nach 29 Prozent im April.
Ertragserwartungen weiter gedrückt
Auch bei den Erträgen überwiegt die Skepsis. 69,5 Prozent der Reisebüros rechnen in den kommenden sechs Monaten mit sinkenden Einnahmen – im April lag dieser Anteil noch bei 70,3 Prozent.
Nur 6,4 Prozent erwarten steigende Erträge, nach 4,8 Prozent im Vormonat. Der Anteil stabiler Erwartungen bleibt mit 24,1 Prozent nahezu unverändert (24,9 Prozent im April). Mehr als zwei Drittel der Branche stellt sich damit weiterhin auf eine anhaltende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage ein.
An der aktuellen Befragung haben sich 266 Reisebüros beteiligt. Die Umfrage richtet sich überwiegend an mittelständische Unternehmen im Leisure-Segment und umfasst sowohl den stationären als auch den Online-Vertrieb.
Der anhaltende Abschwung spiegelt die fortgesetzte Verunsicherung wider, die seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten den touristischen Vertrieb belastet.
Lagebewertung auf neuem Tief
Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verschlechtert sich im Mai erneut. Der Lageindex sinkt von 76,2 auf 73,7 Punkte.
Nur noch 8,7 Prozent der befragten Reisebüros bewerten ihre aktuelle Lage als gut – im April waren es immerhin noch 13 Prozent. Gleichzeitig bleibt der Anteil negativer Bewertungen auf hohem Niveau: 54 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage, nach 53 Prozent im Vormonat. Der Anteil derjenigen, die ihre Lage als befriedigend einschätzen, sinkt weiter – von 33 auf 38 Prozent.
Rückläufige Nachfrage dominiert
Das Bild bei der Nachfrageentwicklung bleibt düster. 83,5 Prozent der Reisebüros berichten von gesunkenen Verkaufszahlen in den vergangenen zwei bis drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr – im April lag dieser Anteil noch bei 72 Prozent.
Nur noch vier Prozent der Befragten melden gestiegene Umsätze, nach bereits dünnen 6,7 Prozent im Vormonat. Der Anteil derer, die ihre Umsatzentwicklung als stabil einschätzen, sinkt drastisch von 21 auf 12,4 Prozent. Damit ist die rückläufige Nachfrage inzwischen das klar dominierende Bild im deutschen Reisevertrieb.
Erwartungen kaum erholt
Auch der Blick nach vorn fällt weiterhin trüb aus. Der Erwartungsindex steigt minimal von 73,5 auf 74,4 Punkte – eine echte Trendwende ist daraus nicht abzulesen.
Nur siebeneinhalb Prozent der Befragten rechnen mit steigender Nachfrage in den kommenden sechs Monaten – im April waren es 3,7 Prozent. Dagegen erwarten 67,2 Prozent sinkende Nachfrage, nahezu identisch zum Vormonat (67,3 Prozent). 25,3 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus, nach 29 Prozent im April.
Ertragserwartungen weiter gedrückt
Auch bei den Erträgen überwiegt die Skepsis. 69,5 Prozent der Reisebüros rechnen in den kommenden sechs Monaten mit sinkenden Einnahmen – im April lag dieser Anteil noch bei 70,3 Prozent.
Nur 6,4 Prozent erwarten steigende Erträge, nach 4,8 Prozent im Vormonat. Der Anteil stabiler Erwartungen bleibt mit 24,1 Prozent nahezu unverändert (24,9 Prozent im April). Mehr als zwei Drittel der Branche stellt sich damit weiterhin auf eine anhaltende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage ein.
An der aktuellen Befragung haben sich 266 Reisebüros beteiligt. Die Umfrage richtet sich überwiegend an mittelständische Unternehmen im Leisure-Segment und umfasst sowohl den stationären als auch den Online-Vertrieb.

