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Neue Vorstandsstruktur
27.03.26, 13:38 Uhr

TUI bündelt operatives Geschäft in neuem COO-Ressort

Mit einer neuen COO-Position ordnet TUI seine Führung neu. Marco Ciomperlik übernimmt die operative Verantwortung für zentrale Geschäftsbereiche. Parallel verlassen zwei Vorstände den hannoverschen Konzern. Die Neuordnung soll die Steuerung vereinfachen und Synergien stärken.

TUI-CEO Sebastian Ebel und der designierte COO Marco Ciomperlik verantworten die neue Vorstandsstruktur mit gebündeltem operativem Geschäft. Fotos: TUI

TUI strukturiert den Vorstand neu und bündelt ab 1. Mai das operative Geschäft in einer zentralen Funktion. Ein Chief Operating Officer (COO) übernimmt künftig die Verantwortung für Reiseveranstalter, Airline, Hotels sowie Aktivitäten und Erlebnisse.

Den Beschluss hat der Aufsichtsrat am 26. März am Konzernsitz Hannover gefasst. Die Neuordnung soll die Verzahnung der Geschäftsfelder stärken, Synergien heben und die Steuerung vereinfachen, so das Ziel.

Ciomperlik steigt in den Vorstand auf

Marco Ciomperlik übernimmt diese neu geschaffene COO-Rolle und rückt in den Vorstand auf. In seine Zuständigkeit fallen damit künftig Reiseveranstalter, Fluglinien, die konzerneigenen Hotelmarken wie TUI Blue, Robinson und TUI Magic Life sowie Holiday Experiences.

Ciomperlik ist seit 2016 im Konzern tätig. Als Chief Transformation Officer und CEO Airline hatte er zuletzt die Neuausrichtung der Veranstalter und der Airline verantwortet. In dieser Zeit habe sich das zuvor regional organisierte Geschäft zu einem globalen Marktplatz mit internationalem Führungsteam entwickelt.

CEO übernimmt Strategie und Joint Ventures

TUI-CEO Sebastian Ebel übernimmt künftig direkt die Verantwortung für die Konzernstrategie sowie die Joint Ventures im Hotel- und Kreuzfahrtgeschäft. Der Bereich Mergers & Acquisitions mit dem TUI Hotel Fonds wechselt zu Finanzvorstand Mathias Kiep.

Im Group Executive Committee übernimmt Mircea Tudose die Verantwortung für die Regionen. Er ist seit 2013 im Unternehmen und leitete zuletzt den Bereich Expansion Businesses mit Wachstumsmärkten wie Polen, Tschechien und Rumänien.

Zwei Vorstände scheiden vorzeitig aus

David Schelp, CEO Markets + Airline, und Peter Krüger, CEO Holiday Experiences und Chief Strategy Officer, verlassen den Konzern zum 30. April. Beide legen ihre Mandate vorzeitig nieder, nachdem zentrale Schritte der Transformation umgesetzt wurden.

Schelp will wieder unternehmerisch tätig werden und an seine frühere Rolle bei Turbopass, einem Anbieter von City-Pässem und Kombitickets für Städtereisen, anknüpfen. Krüger hatte insbesondere das Hotel- und Kreuzfahrtgeschäft ausgebaut und die Markenpräsenz gestärkt.


Organigramm der TUI-Konzerspitze – Klicken zum Vergrößern

Ebel: „Vertikale Integration ist das Erfolgsrezept“

Ebel sieht den Konzern nach der ersten Phase des Umbaus auf Kurs und leitet nun die nächste Stufe ein. „Die vertikale Integration ist das Erfolgsrezept der TUI“, ist Ebel überzeugt. Deshalb verzahne das Unternehmen seine Geschäftsfelder künftig noch enger und bündele das operative Geschäft in einem Vorstandsressort.

Zugleich betont er die Ausgangsposition des Konzerns mit eigenen Marken und Produkten sowie die Ausrichtung auf profitables Wachstum. „Das Ziel ist klar: TUI steht für Innovation, Qualität, Verlässlichkeit – und für profitables Wachstum.“

Den Beitrag der scheidenden Vorstände hebt Ebel ausdrücklich hervor. Sie hätten die Märkte zusammengeführt, einen globalen Marktplatz aufgebaut und das Wachstum im Hotelgeschäft vorangetrieben. Damit sei die Grundlage für den nächsten Schritt der Transformation geschaffen worden.

Aufsichtsrat würdigt scheidende Vorstände

TUI-Aufsichtsrats-Chef Dieter Zetsche sagt: „TUI startet in die nächste Stufe der Weiterentwicklung. Dass dieser wichtige Schritt jetzt gemacht werden kann, ist der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre und insbesondere auch der erfolgreichen Arbeit von David Schelp und Peter Krüger zu verdanken.“

„Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich ihnen für ihren enormen Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute“, so Zetsche.