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12. und 13. März
10.03.26, 21:07 Uhr

Gewerkschaft ruft zu zweitägigem Streik bei Lufthansa auf

Passagiere müssen sich auf Einschränkungen im Lufthansa-Flugplan einstellen. Die Vereinigung Cockpit ruft die Kranich-Piloten wegen stockender Tarifverhandlungen zu einem zweitägigen Streik auf. Ausgenommen bleiben Flüge in die Nahostregion angesichts der aktuellen Krisenlage.

Neue Streikwelle bei Lufthansa: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft für Donnerstag und Freitag erneut zum Arbeitskampf auf. Foto: iStock/travnikovstudio
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ruft für Donnerstag und Freitag, 12. und 13. März, zu einem Streik bei Lufthansa Passage, der Passagier-Airline der Kernmarke Lufthansa, sowie bei Lufthansa City Line und Lufthansa Cargo auf. Bestreikt werden Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten.

Verbindungen ab Deutschland zu Zielen im Nahen Osten sind ausdrücklich vom Streik ausgenommen.

„Wir hätten eine weitere Eskalation sehr gerne vermieden“, sagt VC-Präsident Andreas Pinheiro. „Aber es liegt weiterhin kein Angebot vor.“

Streik beginnt in der Nacht zu Donnerstag

Die Gewerkschaft ruft dafür Hunderte Pilotinnen und Piloten der Lufthansa zum Arbeitskampf auf. Der Ausstand beginnt am 12. März um 00:01 Uhr und endet am 13. März um 23:59 Uhr. Bei City Line gilt der Streik ebenfalls für Abflüge aus Deutschland, allerdings nur am 12. März von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr. 

Flüge in den Nahen Osten ausgenommen

Vor dem Hintergrund der heiklen Lage im Nahen Osten nimmt die Gewerkschaft mehrere Strecken ausdrücklich von den Arbeitskampfmaßnahmen aus.

Das betrifft Flüge ab Deutschland nach Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch mögliche Rückführungsflüge aus Krisengebieten werden explizit nicht bestreikt.

Streit bei Piloten und Crew

Auslöser des Streiks bei Lufthansa Passage sind festgefahrene Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung der Piloten.

Bis 2017 erhielten Pilotinnen und Piloten eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Dieses Modell wurde auf Drängen des Arbeitgebers durch ein kapitalmarktfinanziertes System ersetzt, das das frühere Versorgungsniveau deutlich unterschreitet.

Bei Lufthansa City Line dreht es sich um gescheiterte Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag für das in Deutschland stationierte Cockpitpersonal.

Die Tarifkommission verhandelt seit August 2025 über eine neue Vergütungsregelung. Ein tragfähiges Angebot des Arbeitgebers liege bislang nicht vor.

VC zeigt sich gesprächsbereit

Die Gewerkschaft betont zugleich ihre Gesprächsbereitschaft. Voraussetzung sei jedoch ein Angebot, das tatsächliche Verbesserungen enthalte.

„Wir bitten betroffene Passagiere um Verständnis. Ein Streik ist für uns immer das letzte Mittel und kein Selbstzweck“, sagt Pinheiro. „Die Arbeitgeber haben auch jetzt noch die Möglichkeit, die Arbeitskämpfe durch ein verhandlungsfähiges Angebot abzuwenden.“