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Große Urlaubs-Umfrage
10.03.26, 13:20 Uhr

Dertour sieht „süßes Nichtstun“ als Top-Trend für 2026

Was wollen Urlauber? Und wie wichtig ist persönliche Beratung bei der Reiseplanung? Laut dem Dertour-Trendreport für 2026 suchen viele Gäste vor allem Erholung und Sicherheit. „Einfach mal abschalten“, ist das Motto. Reisebüros bleiben gefragt – Know-how und Zuverlässigkeit stehen hoch im Kurs.

Entspannen statt Programm: Laut dem Trendreport der Dertour Group wünschen sich immer mehr Europäer im Urlaub vor allem Ruhe, Erholung und Zeit zum Abschalten. Foto: iStock/Urilux
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt Reisen für viele Menschen in Europa eine zentrale Konsumpriorität. Laut einem aktuellen Trendreport der Dertour Group priorisieren 38 Prozent der Befragten Ausgaben für Reisen gegenüber anderen Konsumbereichen wie Sparen, Investitionen, Gesundheit, Mode oder Technologie. In Deutschland liegt dieser Anteil sogar bei 43 Prozent.

„In einer Zeit, in der sich das Leben herausfordernder und unsteter anfühlt, sehnen sich die Menschen nach Erholung“, kommentiert Dertour-CEO Christoph Debus. „Reisen bedeutet nicht mehr, möglichst viel zu erleben – sondern sich besser und vor allem sicher zu fühlen“. Die von Dertour ausgewertete Studie zeige, „dass sich Europäer nach Urlauben sehnen, die sie entspannen lassen, ihnen Balance schenken und Zeit für sich selbst und ihre Liebsten geben“, so Debus
 

Klicken zum Vergrößern. Grafik: Google Notebook LM
 


Erholung ist wichtigstes Reisemotiv


Der Wunsch nach Entspannung prägt laut Studie zunehmend das Reiseverhalten. Für rund 57 Prozent der europäischen Reisenden ist Erholung das wichtigste Motiv für eine Reise. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 53,4 Prozent. Zudem reisen 39 Prozent der Deutschen vor allem zur mentalen Erholung und zur Stressreduzierung – der höchste Wert im europäischen Vergleich.

Auch bei den geplanten Reiseerlebnissen zeigt sich dieser Trend: Für das Jahr 2026 stehen Urlaube ohne feste Aktivitäten mit Fokus auf Erholung mit 34,4 Prozent an erster Stelle.

Naturerlebnisse gewinnen an Bedeutung

Neben Entspannung spielt auch die Natur eine wichtige Rolle bei der Urlaubsplanung. Fast jeder dritte Reisende nennt laut Dertour-Trendreport das „Eintauchen in die Natur“ als wichtiges Reisemotiv.

Gut 23 Prozent der Befragten planen, im Jahr 2026 gezielt Outdoor-Erlebnisse in ihren Urlaub einzubauen. In Deutschland liegt dieser Anteil mit 26 Prozent etwas höher.


Pauschalreisen punkten mit einfacher Planung


Viele Reisende legen bei der Urlaubsplanung Wert auf unkomplizierte Lösungen. Pauschalreisen bleiben deshalb gefragt. Unter den Befragten, die üblicherweise Pauschalreisen buchen, nennen 38,4 Prozent die komplette Buchung aus einer Hand als wichtigsten Grund. 36,2 Prozent schätzen das Preis-Leistungs-Verhältnis, 30,7 Prozent den geringeren Planungsaufwand. In Deutschland würden zudem die Qualitätsstandards der Veranstalter besonders goutiert.

„Pauschalreisen bedienen heutzutage den Wunsch nach Planbarkeit, Sicherheit und einem Gefühl der Ruhe schon vor Reisebeginn“, erklärt Debus.

Preis-Leistung und Sicherheit prägen die Planung

Steigende Lebenshaltungskosten führen laut Studie nicht dazu, dass Europäer weniger reisen. Sie achten jedoch stärker auf ihr Budget. Für knapp 61 Prozent der Befragten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ein entscheidendes Kriterium bei der Urlaubsplanung.

Auch Sicherheitsaspekte gewinnen an Bedeutung. 36,3 Prozent nennen die Sicherheit eines Reiseziels als wichtigen Faktor für ihre Entscheidung. Laut Dertour hängt dies unter anderem mit geopolitischen Unsicherheiten wie der Krise im Nahen Osten und Extremwetterereignissen zusammen.

„Wir gehen davon aus, dass das Bedürfnis nach Sicherheit in Zukunft eher zunehmen wird. Diesem wichtigen Bedürfnis entsprechen wir mit dem umfangreichen Schutz der Pauschalreisen, die heute gleichzeitig einen hohen Individualisierungsgrad bieten“, sagt Debus.

In Deutschland spielt zudem die Qualität der Unterkünfte eine wichtige Rolle. 55 Prozent der Befragten nennen sie als zentrales Kriterium bei der Urlaubsplanung.


Persönliche Beratung bleibt gefragt


Trotz digitaler Buchungsmöglichkeiten bleibt persönliche Beratung für viele Reisende relevant. Laut Studie nutzen rund 42 Prozent der Befragten persönliche Beratung bei der Reiseplanung. Weitere 32 Prozent zeigen Interesse daran.

Besonders wichtig ist vielen Reisenden die Unterstützung im Krisenfall. 32 Prozent derjenigen, die persönliche Beratung nutzen oder daran interessiert sind, schätzen vor allem die Hilfe in schwierigen Situationen.

30 Prozent vertrauen darauf, dass Berater die besten Reiseoptionen kennen, 29 Prozent sehen den Vorteil eines festen Ansprechpartners bei Fragen oder Problemen. 29 Prozent nennen außerdem die Zeitersparnis als Argument für persönliche Beratung.

„Unsere Gäste möchten sich nicht nur auf der Reise unterstützt fühlen, sondern schon bei der Buchung“, ist Debus überzeugt. „Das beruhigende Gefühl, in unsicheren Momenten Experten zur Seite zu haben, ist zu einem der größten emotionalen Vorteile der persönlichen Beratung geworden. Gerade im Kontext der aktuellen Ereignisse in Nahost zeigt sich der Mehrwert einer persönlichen Unterstützung im Krisenfall.“


„Süßes Nichtstun“ als Urlaubstrend


Die Studie zeigt auch einen Trend zu bewusst entschleunigten Reisen. Viele Urlauber wünschen sich Ferien ohne straffen Zeitplan. 34,4 Prozent der Befragten geben an, im Urlaub bewusst auf geplante Aktivitäten verzichten zu wollen. Damit wird das „süße Nichtstun“ laut Dertour 2026 zu einer der beliebtesten Urlaubsformen.

Auch das mentale Wohlbefinden spielt eine große Rolle: 34,2 Prozent reisen, um Stress abzubauen.

„Überall in Europa wünschen sich die Menschen Reisen, die es ihnen ermöglichen, durchzuatmen“, sagt Debus. „Das ist ein starkes Signal für die gesamte Reisebranche und auch eine Aufgabe, die wir als einer der führenden Reiseanbieter in Europa gerne erfüllen.“
 

// Methode der Studie

Der Trendreport basiert auf zwei Datengrundlagen. Zum einen hat die Dertour Group eigene Buchungsdaten aus 16 europäischen Märkten ausgewertet. Zum anderen führte ein Marktforschungsunternehmen eine Onlinebefragung mit 8.000 Personen in 13 europäischen Märkten durch. Befragt wurden Menschen zwischen 18 und 65 Jahren mit einer für das jeweilige Land repräsentativen Alters- und Geschlechterverteilung.

Die Studie umfasst jeweils 1.000 Teilnehmende in Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie jeweils 500 Teilnehmende in den übrigen Märkten. Damit soll eine breite europäische Stichprobe abgebildet werden. Die ausführlichen Studienergebnisse sind zum Download verfügbar.