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Reisen vorerst abgesagt
01.03.26, 13:27 Uhr

So reagieren Dertour und TUI auf die Eskalation in Nahost

Luftraumsperrungen und Reisewarnungen werfen den Nahosttourismus ins Chaos. Dertour hat Reisen in zahlreiche Zielgebiete vorerst gestrichen, TUI reagiert mit Abreisestopps in ausgewählten Ländern. Veranstalter betreuen Gäste vor Ort, während Rückflugmöglichkeiten geprüft werden.

Nach Angriffen und Gegenschlägen ist die Lage im Nahen Osten angespannt, instabil und unübersichtlich. Foto: iStock/LewisTsePuiLung
Die Veranstalter der Dertour Group sagen vor dem Hintergrund der eskalierenden Lage im Nahen Osten alle Reisen in mehrere Länder der Region bis einschließlich Donnerstag, 5. März, ab. Anlass ist nicht zuletzt eine Reihe von Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Die erneute militärische Disruption hat bereits spürbare Folgen für den Reiseverkehr, wie TRVL COUNTER berichtet hat.

Betroffen sind die Nahost-Ziele im Dertour-Programm, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman, Jordanien, Israel und Kuwait. Betroffene Kunden können kostenfrei umbuchen oder den Reisepreis zurückerhalten.

Auch TUI reagiert: Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate sagt der Veranstalter zunächst bis Freitag ab, Reisen nach Katar vorerst bis zum Montag. Das Vorgehen werde angesichts der Lage „rollierend“ angepasst – Entscheidungen erfolgen also bis auf Weiteres jeweils auf Basis der aktuellen Entwicklung.

Gäste mit unmittelbar bevorstehender Abreise können auf Grundlage der Reisewarnung des Auswärtigen Amts gebührenfrei umbuchen oder stornieren. 

Gäste vor Ort warten auf Rückflugmöglichkeiten

Derzeit hält sich eine niedrige vierstellige Zahl von Dertour-Gästen in den von der Reisewarnung betroffenen Gebieten auf. Infolge von Luftraumsperrungen können einige Reisende derzeit nicht wie geplant zurückfliegen oder müssen auf Weiterflüge warten. Diese Gäste werden informiert und vor Ort betreut.

Die lokalen Reiseleitungen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Hotelaufenthalte werden bei Bedarf verlängert oder alternative Unterkünfte organisiert. Über neue Rückreisemöglichkeiten will Dertour schnellstmöglich informieren.

Auch TUI verweist darauf, dass Veranstalter auf verfügbare Flugverbindungen angewiesen sind. Solange eine Abreise nicht möglich ist, kümmert sich das Unternehmen nach eigenen Angaben um die Pauschalreisegäste vor Ort und steht dazu in Kontakt mit den Fluggesellschaften.

Krisenteams und Hotlines eingerichtet

Dertour hat Krisenteams eingesetzt und eine rund um die Uhr erreichbare Hotline eingerichtet. Diese steht unter der Rufnummer +49 69 9588 40 76 sowohl Gästen als auch Reisebüros zur Verfügung.

Für Reisende in Dubai und Abu Dhabi gibt es zusätzlich ein spezielles Team, das die Gäste über eine Sonder-Hotline „sehr engmaschig persönlich betreut“.

Verhalten vor Ort

Der Veranstalter empfiehlt allen Reisenden in den betroffenen Gebieten, den Anweisungen der örtlichen Behörden und der Reiseleitungen zu folgen. Sobald Rückreisen wieder möglich sind, sollen Gäste informiert werden. Transfers sollen von Betreuungsteams begleitet werden.

Auch Transit-Reisende betroffen

Von den Luftraumsperrungen sind teilweise auch Reisende in anderen Regionen betroffen, deren Flüge über Nahost-Drehkreuze führen. Für Transit-Reisende, die aufgrund von Flugstreichungen nicht wie geplant abreisen können, sucht Dertour nach alternativen Verbindungen.

Wenn keine neuen Flugverbindungen angeboten werden können, sind kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen möglich. Auch für Gäste, deren Rückflug nach Deutschland wegen gestrichener Verbindungen ausfällt, werden alternative Flüge gesucht.