Zusatzleistungen
VIR warnt vor Verzicht auf Zusatzleistungen aus Preisgründen
Im vergangenen Jahr sind Reisen für deutsche Urlauber deutlich teurer geworden. Zum Ausgleich sparen die Kunden offenbar bei den Zusatzleistungen. Aus Sicht des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR) lohnt es sich jedoch, genau hinzuschauen.

Michael Buller, Vorstand des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR), warnt davor, bei Zusatzleistungen an der falschen Stelle zu sparen. Foto: VIR
Urlaubsreisen kosten mehr, gleichzeitig verzichten viele Reisende auf Zusatzleistungen. Darauf weist der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) hin. Nach Auswertung des Mid- und Backoffice-Spezialisten Bosys wurden 2025 über 100.000 Pauschalreisen weniger gebucht, als im Vorjahr. Zugleich stieg der durchschnittliche Reisepreis um rund 200 Euro. Eine Versicherung werde derweil nur bei etwa zwölf Prozent der Buchungen abgeschlossen, ein Mietwagen nur bei rund fünf Prozent Pauschalpaketen reserviert.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung warnt der VIR davor, aus Preisgründen auf Absicherungen zu verzichten. „Zusatzleistungen sollten nicht als verzichtbare Kosten betrachtet werden. Eine passende Vorsorge und frühzeitige Planung sorgen für mehr Sicherheit“, ist VIR-Vorstand Michael Buller überzeugt. Schlussendlich kämen „Reisende sogar günstiger weg, statt im Ernstfall hohe Zusatzkosten tragen zu müssen“.
Versicherungsschutz im Ausland
Im Ausland können medizinische Behandlungen hohe Kosten verursachen. Gesetzliche Krankenversicherungen bieten im Ausland oft nur eine Grundabsicherung. Patienten müssten daher häufig zunächst selbst in Vorleistung.
Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann höhere Behandlungskosten, etwa bei Privatärzten, sowie einen medizinisch notwendigen Rücktransport übernehmen. Reiseschutzprodukte unterstützen unter anderem bei der Organisation von Arztterminen.
Wichtig sei, so der VIR, im Notfall frühzeitig den Versicherer zu kontaktieren und den persönlichen Absicherungsbedarf bereits vor Reisebeginn zu prüfen.
Reiseversicherer wie Allianz Partners und Hanse Merkur raten dazu, auch Kreditkartenversicherungen genau zu prüfen. Diese seien oft an Bedingungen geknüpft, etwa an die vollständige Bezahlung der Reise mit der entsprechenden Karte. Spezielle Reiseversicherungen gelten unabhängig von der Zahlungsart und decken teilweise auch Kosten nach der Reise ab.
Flex-Tarife ersetzen keine Reiserücktrittsversicherung
Viele Veranstalter bieten Flex-Tarife an. Sie erlauben häufig eine kostenfreie Stornierung bis 14 oder 30 Tage vor Reisebeginn – ersetzen jedoch keine Reiserücktrittsversicherung. Bei unerwarteten Ereignissen kurz vor Reisebeginn greife nur ein zusätzlicher Reiseschutz.
Früh buchen spart vor Ort Kosten
Auch bei Mietwagen empfiehlt sich eine frühe Buchung. Darauf verweist der Münchner Broker Sunny Cars. Wer mit genügend Puffer reserviert, treffe meist auf eine größere Fahrzeugauswahl und transparentere Preise. Zusatzleistungen wie Kindersitze, Zusatzfahrer oder Automatikfahrzeuge seien vor Ort teilweise nur eingeschränkt verfügbar oder verursachten Mehrkosten. Zudem stehe das Fahrzeug bei Ankunft in der Regel bereit.
Für den Transfer zum Flughafen rät der VIR ebenfalls zur frühzeitigen Organisation. Anbieter wie World Transfer ermöglichen eine Vorab-Buchung. Diese ist laut Verband oft günstiger als kurzfristige Alternativen oder Parken am Flughafen. Zudem erleichtert ein organisierter Transfer die Anreise mit viel Gepäck.
„Wer seine Reise sorgfältig plant und passende Leistungen wählt, legt die Grundlage für Sicherheit und ein rundum gelungenes Urlaubserlebnis“, sagt Buller.
Verband und Marktdaten
Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) vertritt seit über 20 Jahren Unternehmen des digitalen Reisevertriebs in Deutschland. Ihm gehören mehr als 90 Partner an, darunter Online-Reiseportale, Veranstalter, Technologieanbieter und Start-ups.
Nach Zahlen der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) wurde 2024 bei 74 Prozent der Reisen ab einer Übernachtung mindestens eine Reiseleistung digital gebucht. Der VIR vertritt die Interessen der Branche gegenüber Politik, Medien und Verbrauchern und befasst sich mit Digitalisierung, Innovation und Nachwuchsförderung.
Am 23. und 24. Juni finden in den Design Offices Berlin am Humboldthafen die diesjährigen Innovationstage des VIR statt.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung warnt der VIR davor, aus Preisgründen auf Absicherungen zu verzichten. „Zusatzleistungen sollten nicht als verzichtbare Kosten betrachtet werden. Eine passende Vorsorge und frühzeitige Planung sorgen für mehr Sicherheit“, ist VIR-Vorstand Michael Buller überzeugt. Schlussendlich kämen „Reisende sogar günstiger weg, statt im Ernstfall hohe Zusatzkosten tragen zu müssen“.
Versicherungsschutz im Ausland
Im Ausland können medizinische Behandlungen hohe Kosten verursachen. Gesetzliche Krankenversicherungen bieten im Ausland oft nur eine Grundabsicherung. Patienten müssten daher häufig zunächst selbst in Vorleistung.
Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann höhere Behandlungskosten, etwa bei Privatärzten, sowie einen medizinisch notwendigen Rücktransport übernehmen. Reiseschutzprodukte unterstützen unter anderem bei der Organisation von Arztterminen.
Wichtig sei, so der VIR, im Notfall frühzeitig den Versicherer zu kontaktieren und den persönlichen Absicherungsbedarf bereits vor Reisebeginn zu prüfen.
Reiseversicherer wie Allianz Partners und Hanse Merkur raten dazu, auch Kreditkartenversicherungen genau zu prüfen. Diese seien oft an Bedingungen geknüpft, etwa an die vollständige Bezahlung der Reise mit der entsprechenden Karte. Spezielle Reiseversicherungen gelten unabhängig von der Zahlungsart und decken teilweise auch Kosten nach der Reise ab.
Flex-Tarife ersetzen keine Reiserücktrittsversicherung
Viele Veranstalter bieten Flex-Tarife an. Sie erlauben häufig eine kostenfreie Stornierung bis 14 oder 30 Tage vor Reisebeginn – ersetzen jedoch keine Reiserücktrittsversicherung. Bei unerwarteten Ereignissen kurz vor Reisebeginn greife nur ein zusätzlicher Reiseschutz.
Früh buchen spart vor Ort Kosten
Auch bei Mietwagen empfiehlt sich eine frühe Buchung. Darauf verweist der Münchner Broker Sunny Cars. Wer mit genügend Puffer reserviert, treffe meist auf eine größere Fahrzeugauswahl und transparentere Preise. Zusatzleistungen wie Kindersitze, Zusatzfahrer oder Automatikfahrzeuge seien vor Ort teilweise nur eingeschränkt verfügbar oder verursachten Mehrkosten. Zudem stehe das Fahrzeug bei Ankunft in der Regel bereit.
Für den Transfer zum Flughafen rät der VIR ebenfalls zur frühzeitigen Organisation. Anbieter wie World Transfer ermöglichen eine Vorab-Buchung. Diese ist laut Verband oft günstiger als kurzfristige Alternativen oder Parken am Flughafen. Zudem erleichtert ein organisierter Transfer die Anreise mit viel Gepäck.
„Wer seine Reise sorgfältig plant und passende Leistungen wählt, legt die Grundlage für Sicherheit und ein rundum gelungenes Urlaubserlebnis“, sagt Buller.
Verband und Marktdaten
Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) vertritt seit über 20 Jahren Unternehmen des digitalen Reisevertriebs in Deutschland. Ihm gehören mehr als 90 Partner an, darunter Online-Reiseportale, Veranstalter, Technologieanbieter und Start-ups.
Nach Zahlen der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) wurde 2024 bei 74 Prozent der Reisen ab einer Übernachtung mindestens eine Reiseleistung digital gebucht. Der VIR vertritt die Interessen der Branche gegenüber Politik, Medien und Verbrauchern und befasst sich mit Digitalisierung, Innovation und Nachwuchsförderung.
Am 23. und 24. Juni finden in den Design Offices Berlin am Humboldthafen die diesjährigen Innovationstage des VIR statt.

