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„Planifica Turismo“
04.02.26, 14:56 Uhr

Angola steckt Millionen in touristische Infrastruktur

Statt auf Leuchttürme setzt Angola auf Basisarbeit: Ein Küstenkorridor mit moderner Infrastruktur soll zukünftig mehr Touristen, Investoren und Jobs bringen. Das 449-Millionen-Euro-Projekt zielt auf bessere Erreichbarkeit und regionale Wertschöpfung.

Strandkulisse in Cabo Ledo – eine der Regionen, in der Angola künftig verstärkt in touristische Infrastruktur investieren will. Foto: Ministry of Tourism of Angola/Robert Haidinger
Die angolanische Regierung hat Investitionen von rund 449 Millionen Euro in den Ausbau touristischer Infrastruktur angekündigt. Präsident João Lourenço hat entsprechende Projekte in den zentralen Küstenregionen Cabo Ledo, Quicombo und Namibe genehmigt.

Korridor entlang der Atlantikküste

Kern des Vorhabens ist der Aufbau eines nationalen touristischen Küstenkorridors. Vorgesehen sind Maßnahmen in der Pipas-Bucht bei Saco Mar, der Tômbwa-Bucht, der Três-Irmãos-Bucht in Moçâmedes sowie der Quicombo-Bucht in der Provinz Cuanza Sul. Die Mittel fließen unter anderem in den Bau von Zufahrtsstraßen, Strom- und Wasserversorgung, Abwassersystemen, Telekommunikation und öffentlicher Beleuchtung.

Das Projekt ist Teil des Programms Planifica Turismo, das die touristische Entwicklung räumlich steuern soll. Ziel ist es, die Erreichbarkeit und Attraktivität touristischer Regionen zu verbessern und private Investitionen zu erleichtern. Finanziert wird das Vorhaben mit externen Mitteln der japanischen Bank Mitsubishi Financial Group.

Impulse für Wirtschaft und Beschäftigung

Nach Angaben der Regierung hemmt bislang fehlende Infrastruktur die touristische Erschließung vieler Gebiete. Erste nationale und internationale Investoren hätten bereits Interesse an Projekten bekundet. Die Regierung erwartet neue Impulse für lokale Wirtschaftskreisläufe, Beschäftigung und Lebensqualität der Bevölkerung.

Mit der Maßnahme will sich Angola langfristig als wettbewerbsfähiger Standort für nachhaltigen Tourismus etablieren. Bereits 2025 war das Land vom Global Tourism Forum als beste Destination für Tourismusinvestitionen ausgezeichnet worden.

Zum Hintergrund

Angola liegt im Südwesten Afrikas und verfügt über vielfältige Landschaften – von Regenwäldern bis Wüstenregionen. Die Hauptstadt Luanda gilt als kulturelles Zentrum. Mit dem neuen Slogan „Visit Angola – The Rhythm of Life“ positioniert sich das Land touristisch neu.

Auf der diesjährigen ITB in Berlin wirbt Angola als Gastland um Reisende und Branchenpartner.