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Sommerflugplan 2026
15.01.26, 14:13 Uhr

Ryanair kündigt elf neue Routen ab Deutschland an

Nach Steuerentlastungen und günstigeren Flughafengebühren bringt der irisische Billigflieger 300.000 Sitzplätze nach Deutschland zurück. Kleinere Airports profitieren, in Berlin und Hamburg hingegen schrumpft das Angebot weiter.

Ryanair reagiert auf die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer mit einem Ausbau ihres Sommerflugplans 2026 in Deutschland. Foto: iStock/ewg3D
Nach der geplanten Senkung der Luftverkehrssteuer ab Juli 2026 und dem Einfrieren der Flugsicherungsgebühren will der irische Low-Cost-Carrier Ryanair im Sommerflugplan 2026 rund 300.000 Sitzplätze wieder einführen und elf neue Strecken ab Deutschland aufnehmen.

Mehr Kapazität an vier Regionalflughäfen

Profitieren sollen vor allem die Flughäfen Köln, Niederrhein, Memmingen und Bremen. Diese hätten laut Ryanair ihre Gebühren gesenkt und kooperierten aktiv mit der Airline. „Diese vernünftige Maßnahme hat es Ryanair ermöglicht, 300.000 Sitzplätze wieder einzuführen und 11 neue Strecken für den Sommer 2026 zu eröffnen“, sagt Ryanair-CEO Eddie Wilson.

All das werde den Verkehr, den Tourismus und die Beschäftigung in Deutschland ankurbeln – insbesondere an Flughäfen, die sich kostenseitig flexibel zeigen, so Wilson.

Weniger Angebot in Berlin und Hamburg

Anders sei die Lage an den Standorten Berlin und Hamburg. Dort will Ryanair die Kapazitäten weiter zurückfahren – in Berlin um fünf Prozent, in Hamburg um 20 Prozent. Die Airline begründet das mit aus ihrer Sicht zu hohen Gebühren.

„Trotz der heutigen Wiederaufnahme von 300.000 Sitzplätzen wird Ryanairs Kapazität in Deutschland für 2026 unter dem Niveau von 2025 liegen – aufgrund von Kürzungen an Flughäfen mit hohen Kosten, die es ablehnen, ihre völlig wettbewerbsunfähigen Gebühren zu senken“, erklärte Wilson.

Forderung nach weiteren Reformen

Die geplante Steuerreform ist aus Sicht der Fluglinie nur ein erster Schritt. Deutschland sei weiterhin deutlich weniger wettbewerbsfähig als Länder wie Schweden, Albanien, Ungarn, die Slowakei oder Regional-Italien, wo Luftverkehrssteuern bereits abgeschafft worden seien.

Wilson forderte die Politik zu weitergehenden Maßnahmen auf: „Wenn die deutsche Regierung und Verkehrsminister Patrick Schieder weiter gehen und diese wachstumshemmende Steuer vollständig abschaffen, die Sicherheitsgebühren senken und die Flugsicherungs- und Flughafengebühren reduzieren, wird Ryanair darauf reagieren, indem es ihr jährliches Passagieraufkommen in Deutschland auf 34 Millionen Passagiere verdoppelt, 30 zusätzliche Flugzeuge in Deutschland stationiert und über 1.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland schafft.“

Andernfalls, so Wilson, würden große Städte wie Berlin und Hamburg weiter Passagiere an preisgünstigere Flughäfen in Europa verlieren.