TDA-Marktanalyse02.01.26, 11:57 Uhr
Sommer hängt Winter im Reisevertrieb ab
Der Sommer setzt sich früh durch, wachsende Planungslust dominiert inzwischen das touristische Geschäft. Bereits mehr als jede zweite Buchung entfällt auf Reisen zwischen Mai und Oktober 2026. Besonders stark gefragt ist die Türkei. Die Wintersaison bleibt stabil, verliert jedoch leicht an Dynamik.

58 Prozent aller Buchungsumsätze im November entfielen auf die warme Jahreszeit – angeführt von der Türkei. Foto: iStock/aapsky
Der kommende Sommer hat den Winter im deutschen Reisemarkt inzwischen klar überholt. Das zeigt die Marktbeobachtung von Travel Data + Analytics (TDA). Grundlage ist der Buchungsstand bis Ende November 2025. Demnach entfielen im vorletzten Monat des zurückliegenden Jahres 58 Prozent des Umsatzes auf Reisen zwischen Mai und Oktober 2026.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die gesamten Buchungsumsätze im November um zehn Prozent gestiegen. Den stärksten Zuwachs verzeichnet die Sommersaison 2026 mit einem Umsatzplus von 15 Prozent im abgelaufenen Monat und 16 Prozent im bisherigen Buchungsverlauf.
Frühbucher setzen Zeichen
Ausschlaggebend für die Dynamik ist der anhaltend starke Frühbuchertrend. Die Zahl der bereits gebuchten Gäste für den Sommer 2026 liegt 13 Prozent über dem Vorjahr.
Besonders deutlich fällt die Nachfrage bei Reisezielen auf der Mittelstrecke aus. Hier liegt das Plus laut TDA bei 22 Prozent.
Die Türkei ist mithin das beliebteste Ziel im Frühbuchermarkt: Das Land vereint ein Viertel aller bislang gebuchten Sommerreisen auf sich und verzeichnet ein Wachstum von 23 Prozent. Auch Ägypten, Italien, das spanische Festland und Tunesien zählen zu den Gewinnern im frühen Buchungsverlauf.
„Früher, aber nicht mehr“
Die Zahlen zeigen laut TDA, dass Urlaub in Deutschland weiterhin früh geplant wird – aber nicht unbedingt häufiger. „Die Menschen buchen früher, aber nicht mehr Reisen insgesamt“, sagt Roland Gassner, Director Business Development bei TDA.
Reiseveranstalter stellten ihre saisonalen Programme immer früher zur Verfügung, und Haushalte mit festen Urlaubsplänen und stabiler Kaufkraft nutzten diese Möglichkeit konsequent. Seit 2023 ist der Anteil der Frühbucherumsätze so pro Saison um rund zwei Prozentpunkte jährlich gestiegen. Für den Sommer 2026 haben Frühbucher bereits fast ein Viertel des letztjährigen Gesamtumsatzes erreicht.
Wintersaison bleibt stabil
Das schon jetzt starke Sommergeschäft geht leicht zulasten des Winters. Zwar liegt der Umsatz der Wintersaison 2025/2026 im November leicht über dem Vorjahreswert (+2 Prozent), im Gesamtverlauf verliert die Saison aber an Boden. Gegenüber dem Oktober sinkt der kumulierte Umsatzanteil um einen Prozentpunkt.
Insgesamt zeigt sich der Winter dennoch stabil: Der aktuelle Füllstand erreicht laut TDA 71 Prozent der Vorjahressaison, im Vormonat lag er noch bei 60 Prozent. Die Zahl der bislang gebuchten Wintergäste liegt sechs Prozent über dem Vorjahr.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die gesamten Buchungsumsätze im November um zehn Prozent gestiegen. Den stärksten Zuwachs verzeichnet die Sommersaison 2026 mit einem Umsatzplus von 15 Prozent im abgelaufenen Monat und 16 Prozent im bisherigen Buchungsverlauf.
Frühbucher setzen Zeichen
Ausschlaggebend für die Dynamik ist der anhaltend starke Frühbuchertrend. Die Zahl der bereits gebuchten Gäste für den Sommer 2026 liegt 13 Prozent über dem Vorjahr.
Besonders deutlich fällt die Nachfrage bei Reisezielen auf der Mittelstrecke aus. Hier liegt das Plus laut TDA bei 22 Prozent.
Die Türkei ist mithin das beliebteste Ziel im Frühbuchermarkt: Das Land vereint ein Viertel aller bislang gebuchten Sommerreisen auf sich und verzeichnet ein Wachstum von 23 Prozent. Auch Ägypten, Italien, das spanische Festland und Tunesien zählen zu den Gewinnern im frühen Buchungsverlauf.
„Früher, aber nicht mehr“
Die Zahlen zeigen laut TDA, dass Urlaub in Deutschland weiterhin früh geplant wird – aber nicht unbedingt häufiger. „Die Menschen buchen früher, aber nicht mehr Reisen insgesamt“, sagt Roland Gassner, Director Business Development bei TDA.
Reiseveranstalter stellten ihre saisonalen Programme immer früher zur Verfügung, und Haushalte mit festen Urlaubsplänen und stabiler Kaufkraft nutzten diese Möglichkeit konsequent. Seit 2023 ist der Anteil der Frühbucherumsätze so pro Saison um rund zwei Prozentpunkte jährlich gestiegen. Für den Sommer 2026 haben Frühbucher bereits fast ein Viertel des letztjährigen Gesamtumsatzes erreicht.
Wintersaison bleibt stabil
Das schon jetzt starke Sommergeschäft geht leicht zulasten des Winters. Zwar liegt der Umsatz der Wintersaison 2025/2026 im November leicht über dem Vorjahreswert (+2 Prozent), im Gesamtverlauf verliert die Saison aber an Boden. Gegenüber dem Oktober sinkt der kumulierte Umsatzanteil um einen Prozentpunkt.
Insgesamt zeigt sich der Winter dennoch stabil: Der aktuelle Füllstand erreicht laut TDA 71 Prozent der Vorjahressaison, im Vormonat lag er noch bei 60 Prozent. Die Zahl der bislang gebuchten Wintergäste liegt sechs Prozent über dem Vorjahr.

