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Nicht-sichtbare Einschränkungen
03.12.25, 12:28 Uhr

Lufthansa beteiligt sich am Sunflower-Inklusionsprogramm

Ob sensorische Störung, chronische Krankheit oder psychische Belastung: Mit der Einführung des Sunflower-Programms an Bord und am Boden sensibilisiert Lufthansa ihre Mitarbeiter für Reisende mit unsichtbaren Behinderungen.

Mit dem Sonnenblumen-Symbol auf grünem Hintergrund können Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen ihre Bedürfnisse diskret kennzeichnen. Foto: Lufthansa
Lufthansa ist neuerdings Mitglied im internationalen Hidden-Disabilities-Sunflower-Programm. Ziel ist es, Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen auf Reisen besser zu unterstützen. Auch an den Lufthansa-Hubs Frankfurt und München wird die Initiative eingelöst.

Diskrete Kennzeichnung für mehr Rücksicht

Das Programm ermöglicht Betroffenen, mit einem Sonnenblumen-Symbol auf grünem Hintergrund diskret auf ihre Bedürfnisse hinzuweisen – meist in Form eines Umhängebands. Das Symbol ist bereits an vielen öffentlichen Orten im Einsatz, darunter Flughäfen, Bahnhöfe, Supermärkte oder Theater.

Lufthansa informiert, dass weltweit rund 1,3 Milliarden Menschen mit einer Behinderung leben. Bis zu 80 Prozent davon betreffen nicht sichtbare Einschränkungen wie chronische Erkrankungen, psychische Belastungen oder sensorische Störungen. Für diese Menschen kann das Reisen besondere Herausforderungen mit sich bringen.

Mitarbeitende sensibilisiert und geschult

Lufthansa hat Boden- und Kabinenpersonal im Umgang mit Trägern des Sonnenblumen-Symbols geschult. Diese entscheiden selbst, ob sie das Erkennungszeichen tragen möchten.

An den beiden Heimatflughäfen der Airline wird das Programm ebenfalls eingeführt. In München stehen die Lanyards ab sofort zur Verfügung, in Frankfurt ab Januar 2026. Erhältlich sind sie an den Informations- und Betreuungsstellen der Flughäfen sowie an den Lufthansa-Schaltern für besondere Services.

Das Tragen des Bandes ersetzt keine betreute Reiseassistenz, wie etwa Begleit- oder Rollstuhldienste. Auch eine bevorzugte Behandlung bei Sicherheitskontrollen oder beim Boarding ist damit nicht verbunden. Das Symbol dient in erster Linie dazu, mehr Aufmerksamkeit und Verständnis für betroffene Personen zu schaffen.

Barrierefreiheit im Fokus der Lufthansa Group

Die Lufthansa Group arbeitet an weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Im November wurde am Hauptsitz in Frankfurt erstmals ein „Accessibility Customer Advisory Committee“ einberufen. Das Gremium besteht aus Menschen mit verschiedenen Einschränkungen, die ihre Erfahrungen und Vorschläge einbringen sollen. Ziel ist es, bestehende Produkte und Services weiterzuentwickeln.

Auch andere Airlines der Lufthansa Group wie Austrian Airlines, Eurowings und Swiss sind bereits Teil des Sunflower-Programms. Bis Ende 2026 soll der Beitritt aller Konzern-Airlines abgeschlossen sein.