Jahrestagung an der Türkischen Riviera19.11.25, 10:31 Uhr
Holiday Land stellt in Antalya Weichen für die Zukunft
Trotz herausforderndem Marktumfeld bleibt das Holiday Land-Franchise mit 200 Büros und stabilem Umsatz auf Kurs. Auf der Jahrestagung in Antalya präsentierte die Geschäftsführung neue Impulse zu Rentabilität, Beratung und Nachfolge – flankiert von Workshops und Branchenaustausch.

Seit Kurzem eine Doppelspitze: Detlef Schroer (links) und Michael Sawang führen gemeinsam das Franchise-System Holiday Land und präsentierten bei der Jahrestagung 2025 in Antalya strategische Impulse für den Reisevertrieb. Foto: Holiday Land/Jörg Puchmüller
Rund 200 Franchise-Partner von Holiday Land sind zur Jahrestagung 2025 an der türkischen Riviera zusammengekommen, um über Zukunftsthemen des stationären Reisevertriebs zu diskutieren. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds steht das Franchise-System wirtschaftlich stabil da: Die Zahl der angeschlossenen Büros sei im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit 200 konstant geblieben, der Gesamtumsatz auf liege Vorjahresniveau. Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Provisionen „spürbar“ gestiegen – unter anderem durch ein neues Steuerungstool von Accon und ein wachsendes Geschäft mit Leitveranstalter Schauinsland-Reisen.
„Echten Mehrwert in einem schwierigen Umfeld“
Geschäftsführer und Schauinsland-Vertriebsleiter Detlef Schroer zeigte sich angesichts dieser Entwicklung optimistisch. „Wir haben gezeigt, dass wir als starkes Franchise-System unseren Reisebüros in einem schwierigen Umfeld echten Mehrwert bieten“, sagte er in Antalya. Zugleich warnte er vor den Herausforderungen des neuen Geschäftsjahres, denen man mit kreativen Konzepten begegnen wolle.
Konkreter wurde Michael Sawang, der seit Kurzem gemeinsam mit Schroer die Geschäftsführung verantwortet. Er stellte seine Agenda unter die Schlagworte „Wert, Strategie und Zukunft“ – drei Ebenen, die aus seiner Sicht über die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Reisebüros entscheiden. Anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen zeigte Sawang, wie eng die Rentabilität vieler Betriebe kalkuliert ist. Höhere Personalkosten oder fehlerhaft gesteuerte Provisionen könnten den wirtschaftlichen Erfolg rasch gefährden.
Parallel hob Sawang oft unterschätzte Erfolgsfaktoren hervor: gepflegte Kundendaten, motivierte Teams und eine klare Präsenz auf allen Vertriebskanälen. Vor allem die Nachfolge sei ein zentrales Thema. „Zwei Drittel der Reisebüroinhaber sind über 50. Wir müssen für einen möglichen Verkauf den Wert der Reisebüros und deren wirtschaftliche Perspektive stärken“, so Sawang. Dazu brauche es verlässliche Planungszahlen, digitale Kompetenz und eine starke Arbeitgebermarke.
Gemeinsam statt gegeneinander
Ein zentrales Signal der Tagung: Veranstalter und Reisebüros wollen künftig enger zusammenarbeiten. In einer Diskussionsrunde tauschten sich Vertreter von TUI, Dertour, Schauinsland-Reisen, Bentour, Aida Cruises sowie junge Franchisenehmer aus dem Holiday Land-Netzwerk offen über Herausforderungen und Lösungsansätze aus.
„Die Zeit des Gegeneinanders ist vorbei“, betonte TUI-Manager Constantin Barnow. Angesichts steigender Preise, komplexer Provisionsmodelle und wachsender Anforderungen an digitale Sichtbarkeit brauche es neue Formen des Austauschs und eine enge Kooperation im Wettbewerb um Kundinnen und Kunden. Trotz KI und Online-Angeboten bleibe die persönliche Beratung ein zentrales Bedürfnis, vor allem bei jungen Zielgruppen.
Politik und Branche im Dialog
Auch politische Rahmenbedingungen standen auf der Agenda. DRV-Präsident Albin Loidl, bis vor Kurzem selbst Geschäftsführer von Holiday Land, sprach sich in Antalya für praxistaugliche gesetzliche Lösungen aus. Er begrüßte die geplante Absenkung der Luftverkehrssteuer, mahnte jedoch, die Branche nicht weiter zu belasten. Kritisch äußerte er sich zur Reform der EU-Pauschalreiserichtlinie. „Der Alltag der Reisebüros darf durch neue Haftungsrisiken nicht unnötig erschwert werden“, so Loidl.
Impulse jenseits des Tagesgeschäfts
Einen ungewöhnlichen Blickwinkel bot Christian Lindemann, Solokünstler beim Cirque du Soleil. In seiner Keynote zeigte er, wie sehr persönliche Ausstrahlung, Präzision und Mut auch im Beratungsalltag von Reisebüros über Erfolg entscheiden können. Seine Botschaft: „Wenn Preis, Leistung und Qualität vergleichbar sind, entscheidet am Ende immer der Mensch.“
Workshops und Rahmenprogramm
Fachliche Impulse lieferten Workshops von Accon, Bewotec, Explorer und dem Website-Team aus der Holiday Land-Zentrale. Das Rahmenprogramm umfasste unter anderem eine Hotelbesichtigungs-Tour, eine Bootsfahrt zum Düden-Wasserfall und individuelle Erkundungen in Antalya.
„Echten Mehrwert in einem schwierigen Umfeld“
Geschäftsführer und Schauinsland-Vertriebsleiter Detlef Schroer zeigte sich angesichts dieser Entwicklung optimistisch. „Wir haben gezeigt, dass wir als starkes Franchise-System unseren Reisebüros in einem schwierigen Umfeld echten Mehrwert bieten“, sagte er in Antalya. Zugleich warnte er vor den Herausforderungen des neuen Geschäftsjahres, denen man mit kreativen Konzepten begegnen wolle.
Konkreter wurde Michael Sawang, der seit Kurzem gemeinsam mit Schroer die Geschäftsführung verantwortet. Er stellte seine Agenda unter die Schlagworte „Wert, Strategie und Zukunft“ – drei Ebenen, die aus seiner Sicht über die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Reisebüros entscheiden. Anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen zeigte Sawang, wie eng die Rentabilität vieler Betriebe kalkuliert ist. Höhere Personalkosten oder fehlerhaft gesteuerte Provisionen könnten den wirtschaftlichen Erfolg rasch gefährden.
Parallel hob Sawang oft unterschätzte Erfolgsfaktoren hervor: gepflegte Kundendaten, motivierte Teams und eine klare Präsenz auf allen Vertriebskanälen. Vor allem die Nachfolge sei ein zentrales Thema. „Zwei Drittel der Reisebüroinhaber sind über 50. Wir müssen für einen möglichen Verkauf den Wert der Reisebüros und deren wirtschaftliche Perspektive stärken“, so Sawang. Dazu brauche es verlässliche Planungszahlen, digitale Kompetenz und eine starke Arbeitgebermarke.
Gemeinsam statt gegeneinander
Ein zentrales Signal der Tagung: Veranstalter und Reisebüros wollen künftig enger zusammenarbeiten. In einer Diskussionsrunde tauschten sich Vertreter von TUI, Dertour, Schauinsland-Reisen, Bentour, Aida Cruises sowie junge Franchisenehmer aus dem Holiday Land-Netzwerk offen über Herausforderungen und Lösungsansätze aus.
„Die Zeit des Gegeneinanders ist vorbei“, betonte TUI-Manager Constantin Barnow. Angesichts steigender Preise, komplexer Provisionsmodelle und wachsender Anforderungen an digitale Sichtbarkeit brauche es neue Formen des Austauschs und eine enge Kooperation im Wettbewerb um Kundinnen und Kunden. Trotz KI und Online-Angeboten bleibe die persönliche Beratung ein zentrales Bedürfnis, vor allem bei jungen Zielgruppen.
Politik und Branche im Dialog
Auch politische Rahmenbedingungen standen auf der Agenda. DRV-Präsident Albin Loidl, bis vor Kurzem selbst Geschäftsführer von Holiday Land, sprach sich in Antalya für praxistaugliche gesetzliche Lösungen aus. Er begrüßte die geplante Absenkung der Luftverkehrssteuer, mahnte jedoch, die Branche nicht weiter zu belasten. Kritisch äußerte er sich zur Reform der EU-Pauschalreiserichtlinie. „Der Alltag der Reisebüros darf durch neue Haftungsrisiken nicht unnötig erschwert werden“, so Loidl.
Impulse jenseits des Tagesgeschäfts
Einen ungewöhnlichen Blickwinkel bot Christian Lindemann, Solokünstler beim Cirque du Soleil. In seiner Keynote zeigte er, wie sehr persönliche Ausstrahlung, Präzision und Mut auch im Beratungsalltag von Reisebüros über Erfolg entscheiden können. Seine Botschaft: „Wenn Preis, Leistung und Qualität vergleichbar sind, entscheidet am Ende immer der Mensch.“
Workshops und Rahmenprogramm
Fachliche Impulse lieferten Workshops von Accon, Bewotec, Explorer und dem Website-Team aus der Holiday Land-Zentrale. Das Rahmenprogramm umfasste unter anderem eine Hotelbesichtigungs-Tour, eine Bootsfahrt zum Düden-Wasserfall und individuelle Erkundungen in Antalya.

