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Neugestaltung in der Oasenstadt
27.10.25, 14:27 Uhr

Al Ain Museum öffnet nach Erweiterung mit 8.000 Jahren Geschichte

Das älteste Museum der Vereinigten Arabischen Emirate ist nach umfassender Neugestaltung wieder geöffnet. Integriert in das neue Konzept sind archäologische Fundstätten, interaktive Bildungsangebote und das ursprüngliche Gebäude von 1969.

Die Sultan-Festung in Al Ain liegt am Rand der Oase und grenzt direkt an das wiedereröffnete Museum. Foto: DCT Abu Dhabi
Das älteste Museum der Vereinigten Arabischen Emirate ist nach einer umfassenden Erweiterung wieder für Besucher geöffnet. Das Department of Culture and Tourism Abu Dhabi (DCT Abu Dhabi) präsentiert das Al Ain Museum nach mehrjähriger Umgestaltung. Die Ausstellungsfläche umfasst nun mehr als 8.000 Quadratmeter. Das ursprüngliche Gebäude wurde als zentraler Bestandteil in das neue Konzept integriert.

Das Museum wurde 1969 vom Staatsgründer Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan als erstes Museum des Landes eröffnet. Es gilt weiterhin als zentrale Einrichtung zur Vermittlung des archäologischen und kulturellen Erbes der Oasenstadt Al Ain.

DCT-Vorsitzender Mohamed Khalifa Al Mubarak betont die Bedeutung der Wiedereröffnung: „Das Al Ain Museum besitzt einen einzigartigen Platz in unserem kollektiven Gedächtnis und würdigt die Vision des verstorbenen Scheich Zayed, der die Bewahrung unserer Vergangenheit als Inspiration für zukünftige Generationen erkannte.“

Die Wiedereröffnung sei ein wichtiger Schritt im Bestreben, das kulturelle Erbe der VAE zu bewahren und zugänglich zu machen.

8.000 Jahre Geschichte der Region

Die Sammlung zeigt archäologische Funde und Objekte der Alltagskultur aus über 8.000 Jahren menschlicher Besiedlung. Sie dokumentiert das Leben in der Region Al Ain von prähistorischen Zeiten bis heute.

 „Das Al Ain Museum fungiert als Tor zum Verständnis der kulturellen und archäologischen Bedeutung der Region“, erklärt Museumsdirektor Omar Salem Al Kaabi. „Unsere Vision ist, dass das Museum zum Ausgangspunkt einer Reise wird, die Besucher dazu anregt, die historischen Stätten und Landschaften von Al Ain mit einem vertieften Verständnis zu erkunden.“

Archäologische Stätten als Teil des Museums

Im Zuge der Neugestaltung wurden neue archäologische Stätten entdeckt, ausgegraben und konserviert. Sie sind nun in das Besuchererlebnis integriert. Ein zentrales Thema ist das antike Aflaj-Bewässerungssystem, das zu den bedeutendsten technologischen Entwicklungen der Region zählt. Es ermöglichte den Aufbau nachhaltiger Landwirtschaft und die dauerhafte Besiedlung der Wüstenregion.

Das Museum grenzt an die Sultan-Festung, auch Ostfestung genannt. Sie wurde 1910 von Scheich Sultan bin Zayed, dem Sohn von Scheich Zayed I., erbaut. Die Festung liegt am östlichen Rand der Oase Al Ain und bildete einst das Zentrum des traditionellen Viertels „Haret Al Hosn“.

Zentrum für Forschung und Bildung

Neben seiner Funktion als Ausstellungshaus versteht sich das Museum als Ort der archäologischen Forschung. Eine spezialisierte Einrichtung unterstützt laufende Ausgrabungen und Studien. Forschende, Studierende und Fachleute erhalten hier Zugang zu Originalfunden und Dokumentationen.

Ein Bildungsbereich mit interaktiven Workshops soll Besucher jeden Alters an das Kulturerbe der Region heranführen. Zum Angebot gehören außerdem ein Museumscafé, ein Verkaufsbereich, ein Lesesaal und ein Raum für Wechselausstellungen.