Streiks stehen wieder im Raum27.10.25, 13:53 Uhr
Tarifkonflikt bei Lufthansa spitzt sich wieder zu
Auch die jüngsten Gespräche zwischen der VC und der Lufthansa Group blieben ohne Ergebnis. Im Fokus steht erneut die betriebliche Altersversorgung. Die Gewerkschaft kritisiert die Bedingungen der Arbeitgeberseite – Streiks rücken wieder näher.

Auch nach sieben Verhandlungsrunden und zusätzlichen Sondierungen bleibt der Lufthansa-Tarifkonflikt ungelöst. Foto: iStock/Pradeep Thomas Thundiyil
Im Tarifkonflikt zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und der Lufthansa Group haben auch die jüngsten Gespräche keine Einigung gebracht. Damit rücken Streiks erneut in den Fokus.
Sieben Verhandlungsrunden ohne Ergebnis
Zwischen Mai und September 2025 hatte es bereits sieben ergebnislose Verhandlungsrunden zur betrieblichen Altersversorgung der Piloten von Lufthansa Passage und Lufthansa Cargo gegeben. Danach ließ die VC ihre Mitglieder in einer Urabstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen abstimmen – mit klarer Zustimmung.
Sondierungen zu weiteren Themenfeldern
In den vergangenen Tagen kamen beide Seiten erneut zu Gesprächen zusammen. Dabei ging es laut VC nicht nur um Altersvorsorge, sondern diesmal auch um weitergehende Fragen. Die Pilotengewerkschaft spricht von Sondierungen zu Themen wie der Zukunft der Lufthansa-Tochter City Line, der tariflichen Eingruppierung von Lufthansa City Airlines und Discover Airlines sowie den Perspektiven der Lufthansa Passage.
VC-Präsident Andreas Pinheiro erklärt diesbezüglich: „Wir haben ein starkes Votum erhalten. Doch dann öffnete sich ein Fenster für Gespräche auch zu anderen Themen. Um jedwede Lösungsräume auszuloten, sind wir mit der Arbeitgeberseite in Vorgespräche eingetreten.“
Die VC habe sich eine umfassende Gesprächsrunde gewünscht, betont Pinheiro, dies habe sich jedoch nicht realisieren lassen.
Kritik an Bedingungen der Arbeitgeberseite
Die Gewerkschaft zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der Lufthansa Group. Arne Karstens, Sprecher der Lufthansa-Group-Tarifkommission der VC, kritisiert: „Besonders enttäuschend ist, dass die Arbeitgeberseite (betriebs-) öffentlich Angebote präsentiert, diese aber an massive Zugeständnisse knüpft, die für uns nicht akzeptabel sind.“
Karstens spricht von einem Ungleichgewicht: „Erhebliche Konzessionen auf der einen Seite ohne entsprechende Absicherung auf der anderen – und das auch noch für einen langen Zeitraum – entsprechen nicht unserem Verständnis eines gangbaren Lösungsraumes.“
Ein konkretes Angebot zur betrieblichen Altersversorgung, das auf die Forderungen der VC eingeht, liege bislang nicht vor.
Fokus wieder auf Altersvorsorge
Die VC will sich daher wieder ausschließlich auf das Thema betriebliche Altersversorgung konzentrieren. Zugleich kündigt sie an, die weiteren offenen Tariffragen der anderen Flugbetriebe innerhalb der Lufthansa Group „mit gleicher Intensität“ weiterzuverhandeln.
In der kommenden Woche will die Tarifkommission die aktuelle Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen beraten.
Sieben Verhandlungsrunden ohne Ergebnis
Zwischen Mai und September 2025 hatte es bereits sieben ergebnislose Verhandlungsrunden zur betrieblichen Altersversorgung der Piloten von Lufthansa Passage und Lufthansa Cargo gegeben. Danach ließ die VC ihre Mitglieder in einer Urabstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen abstimmen – mit klarer Zustimmung.
Sondierungen zu weiteren Themenfeldern
In den vergangenen Tagen kamen beide Seiten erneut zu Gesprächen zusammen. Dabei ging es laut VC nicht nur um Altersvorsorge, sondern diesmal auch um weitergehende Fragen. Die Pilotengewerkschaft spricht von Sondierungen zu Themen wie der Zukunft der Lufthansa-Tochter City Line, der tariflichen Eingruppierung von Lufthansa City Airlines und Discover Airlines sowie den Perspektiven der Lufthansa Passage.
VC-Präsident Andreas Pinheiro erklärt diesbezüglich: „Wir haben ein starkes Votum erhalten. Doch dann öffnete sich ein Fenster für Gespräche auch zu anderen Themen. Um jedwede Lösungsräume auszuloten, sind wir mit der Arbeitgeberseite in Vorgespräche eingetreten.“
Die VC habe sich eine umfassende Gesprächsrunde gewünscht, betont Pinheiro, dies habe sich jedoch nicht realisieren lassen.
Kritik an Bedingungen der Arbeitgeberseite
Die Gewerkschaft zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der Lufthansa Group. Arne Karstens, Sprecher der Lufthansa-Group-Tarifkommission der VC, kritisiert: „Besonders enttäuschend ist, dass die Arbeitgeberseite (betriebs-) öffentlich Angebote präsentiert, diese aber an massive Zugeständnisse knüpft, die für uns nicht akzeptabel sind.“
Karstens spricht von einem Ungleichgewicht: „Erhebliche Konzessionen auf der einen Seite ohne entsprechende Absicherung auf der anderen – und das auch noch für einen langen Zeitraum – entsprechen nicht unserem Verständnis eines gangbaren Lösungsraumes.“
Ein konkretes Angebot zur betrieblichen Altersversorgung, das auf die Forderungen der VC eingeht, liege bislang nicht vor.
Fokus wieder auf Altersvorsorge
Die VC will sich daher wieder ausschließlich auf das Thema betriebliche Altersversorgung konzentrieren. Zugleich kündigt sie an, die weiteren offenen Tariffragen der anderen Flugbetriebe innerhalb der Lufthansa Group „mit gleicher Intensität“ weiterzuverhandeln.
In der kommenden Woche will die Tarifkommission die aktuelle Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen beraten.

