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Havila Polaris und Pollux
30.04.23, 13:11 Uhr

Havila muss Starttermine erneut verschieben

Havila Voyages muss die Inbetriebnahme der Schiffe Polaris und Pollux erneut verschieben. Die lang erwartete Lizenz der irischen Zentralbank ist aber jetzt da.

Foto: Havila Voyages
Havila Voyages muss die Inbetriebnahme der Schiffe Havila Polaris und Havila Pollux erneut verschieben. Der Starttermin für die Polaris ist jetzt für den 12. Juni angesetzt, die Pollux soll am 18. Juni in See stechen. Inzwischen hat die Reederei von der irischen Zentralbank die lang erwartete Lizenz erhalten, die die Finanzierung und Ablieferung der Schiffe ermöglichen soll. Außerdem kann das Unternehmen seine Schulden bei den ursprünglichen Kreditgebern begleichen.

„Die Situation, in der wir uns befinden, ist sehr komplex und anspruchsvoll. Die Lizenzen sind erforderlich, damit wir unsere Finanzierungslösungen legal umsetzen können“, sagt CEO Bent Martini „Trotz der guten Unterstützung durch die norwegischen Behörden hat das Verfahren länger gedauert, als uns lieb war. Glücklicherweise liegt nun die irische Lizenz vor, die es uns ermöglicht, unsere Schiffe legal zu finanzieren." Sobald der Finanzierungsprozess abgeschlossen ist, sollen die Schiffe zur Auslieferung bereit sein.

Havila Voyages hat auch Lizenzen in Großbritannien und in den USA beantragt, um sicherzustellen, dass sich britische und amerikanische Investoren an der Finanzierung beteiligen können. Die irische Lizenz und eine zuvor erhaltene Lizenz des norwegischen Außenministeriums gewährleisten eine legale Finanzierung aus EU-Ländern und Skandinavien. „Die Lizenzen sind entscheidend dafür, dass unsere Vermittler in den jeweiligen Märkten frei arbeiten können, damit wir die Schulden bei den ursprünglichen Kreditgebern auf das gesperrte Konto begleichen und die Sicherheiten, die in den Schiffen liegen, freisetzen können", so Martini.

Ursprünglich sollte die Havila Polaris bereits Ende Dezember und die Havila Pollux Ende März in See stechen. Die Inbetriebnahmen mussten auch wegen der ausstehenden Lizenzen mehrfach verschoben werden. Das schwere Erdbeben in der Türkei führte ebenfalls zu Verzögerungen. Die Schiffe wurden in der Tersan Werft bei Istanbul gebaut. Nach dem Erdbeben waren viele Werftarbeiter in den Südosten der Türkei gereist, um dort zu helfen.

Trotz der Ungewissheit, mit der Havila Voyages konfrontiert ist, sieht das Unternehmen ein großes Interesse an den jüngsten Neuzugängen auf der Küstenroute Bergen – Kirkenes - Bergen und meldet gute Verkaufszahlen. „Wir haben ein hohes Anfragevolumen, sowohl in unserem Kundenzentrum als auch über unsere Website, und hatten im ersten Quartal eine Auslastung von fast 70 Prozent, wobei 50 Prozent aller Kapazitäten für alle vier Schiffe für das Jahr ausverkauft waren. Das ist mehr als wir für das Jahr erwartet haben", sagt Martini.