Anzeige
TUI Group
28.04.23, 11:23 Uhr

TUI zahlt WSF-Finanzhilfen vollständig zurück

Die TUI hat heute die verbliebenen Hilfen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zurückgezahlt.

Foto: TUI Group
Die TUI hat heute die verbliebenen Hilfen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zurückgezahlt. Um die Staatshilfen zügig ablösen zu können, hatte der Konzern eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Mit dem Erlös wurde die Stille Einlage I des WSF in Höhe von nominal 420 Millionen Euro vollständig abgelöst. Die Stille Einlage II in Höhe von nominal 671 Millionen Euro hatte die TUI bereits in 2022 zurückgezahlt.

Nach dem ebenfalls schon 2022 erfolgten Rückkauf von Schuldverschreibungen im Nominalwert von 91 Millionen Euro, wurde auch die verbliebene Optionsanleihe in Höhe von 59 Millionen abgelöst. Der WSF erhält einschließlich eines Ausgleichs für das Wandlungsrecht sowie aufgelaufener Zinsen und Kupons abschließend 750 Millionen Euro. Die Zahlungen der TUI an den deutschen Staat für die Bereitstellung der WSF-Stabilisierungsmaßnahmen während der Pandemie für Zinsen, Kupons und als Ausgleich für Wandlungsrechte belaufen sich auf rund 381 Millionen Euro.

„Dies ist ein sehr wichtiger Tag für die TUI“, sagt Vorstandsvorsitzender Sebastian Ebel. „Gemeinsam mit dem WSF hatten wir einen Fahrplan zur Rückführung der Staatshilfen vereinbart und diesen konsequent und zügig umgesetzt. Wir zahlen heute die verbliebenen Hilfen des WSF einschließlich Zinsen zurück.“

Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro zahlt die TUI neben den WSF-Hilfen auch einen Großteil der derzeitigen Ausnutzung der Banken Kreditlinie (RCF) zurück. Der Rahmen der nicht gezogenen Kreditlinie der KfW wird darüber hinaus deutlich auf 1,1 Milliarden Euro reduziert.

Die TUI hatte insgesamt drei staatliche Stabilisierungspakete in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro erhalten. Diese wurden seit Beginn 2022 mittels mehrerer Eigenkapitalmaßnahmen und durch die Rückkehr des operativen Geschäfts sukzessive und einschließlich Zinsen zurückgegeben. Es verbleibt die nicht gezogene Kreditlinie der KfW in Höhe von 1,1 Milliarden Euro.